Zum Glück konnte ich gut schlafen, trotz der widrigen Umstände. Wir konnten heute im Prinzip ausschlafen, denn es ging erst um halb sieben raus. Schnell noch ein ungenießbares Frühstück einwerfen und dann nichts wie weg hier. Ist das hier nicht ein Badeort? Wieso gibt es dann solche Hotels hier? Es war noch ziemlich kalt an diesem Morgen, das änderte sich auch nur langsam. Am Bahnhof wurde dann das erste Ticket gezogen und es ging auf die Reise nach Bolgona, wo heute das Match gegen Milan auf dem Programm stand. Die Züge hier sind schon kult, alt und verwatzt, die Sitze sehr fraglich, aber immerhin sind die Preise mehr als ok. Die Fahrt zog sich sehr hin, ich war bereits jetzt schon wieder total platt, konnte mir kaum vorstellen, wie ich den Tag überleben sollte. Kämpfen, nicht aufgeben. Als weiter, irgendwie wird es schon gehen. In Bologna tummelten sich die Massen, der Busbahnhof wurde zügig aufgesucht und dann mit dem erstbesten Bus zum Stadion gefahren. War alles recht überschaubar hier, an den alten Kassen wurde dann ein Ticket geholt, nach Vorlage des Persos war das kein Problem. Dann ging es bissel zu Fuß ums Stadion, das von außen schon sehr interessant aussieht. Von Kommerz war hier überhaupt nichts zu sehen, das sollte sich dann auch so fortsetzen. Es ging dann auch bald hinein in die Schüssel, die zu gefallen weiß. Keinerlei Wellenbrecher, einfach mal Sitzschalen hingeklebt, bis oben hin, dazu auf der Gegenseite der herausragende Turmbau, sehr interessant. Es zog allerdings ziemlich hier, trotz Sonnenschein ein sehr kaltes Vergnügen. Durchhalten war angesagt. Das Match begann dann irgendwann, Bologna spielte einfach unterirdisch, Milan siegte ohne große Anstrengung ganz locker drei zu null. Doch der Spaß in der Kurve war weiterhin vorhanden, es wurde fast pausenlos gesungen und Stimmung gemacht. Die kam ganz oben zwar nicht so an, doch als wir zum Schluss unten waren, war es doch schon sehr laut. Das Match war aus, es ging wieder zurück in die Stadt, natürlich mit dem Bus, was auch sonst. Dann wurde das erste warme Essen an diesem Wochenende am Bahnhof eingenommen, das tat richtig gut. Dann ging es weiter nach Venedig mit der Bahn, über Ferrara und Padova. Mit mir war nicht mehr viel los, völlig entkräftet erreichte ich dann den Flughafen in Treviso. Ich sehnte mich nach dem eigenen Bett, doch noch waren einige Stunden zu überwinden. Der Flieger hob dann endlich ab und nach etwa einer Stunde war Hahn auch schon wieder erreicht. Hier herrschte eisige Kälte, unglaublich war das. Die Heimfahrt erwies sich nochmal als Herausforderung, erst das Auto freikratzen, dann weiter auf die Autobahn, wo erstmal die Scheibe nach unten fiel. In Sekunden wurde es eisekalt im Auto, was nun? Die nächste Abfahrt ging es runter und das Fenster konnte wieder gerichtet werden. Ansonsten wären wir wohl erfroren. Danach gab es allerdings keine Hindernisse mehr, die Heimat wurde um viertel nach eins erreicht und die Tour war Geschichte. Das Jahr ging somit erfolgreich zu Ende. Jetzt lassen wir das ruhig angehen, mal schauen, was das nächste Jahr so bringt. Erstmal kommen die Lidl-Tickets zum Einsatz und dann wird sich alles andere schon zeigen. In diesem Sinne, schöne Weihnachten und bis bald!
Sonntag, 12. Dezember 2010
Bologna FC 1909 - AC Milan 0:3
Zum Glück konnte ich gut schlafen, trotz der widrigen Umstände. Wir konnten heute im Prinzip ausschlafen, denn es ging erst um halb sieben raus. Schnell noch ein ungenießbares Frühstück einwerfen und dann nichts wie weg hier. Ist das hier nicht ein Badeort? Wieso gibt es dann solche Hotels hier? Es war noch ziemlich kalt an diesem Morgen, das änderte sich auch nur langsam. Am Bahnhof wurde dann das erste Ticket gezogen und es ging auf die Reise nach Bolgona, wo heute das Match gegen Milan auf dem Programm stand. Die Züge hier sind schon kult, alt und verwatzt, die Sitze sehr fraglich, aber immerhin sind die Preise mehr als ok. Die Fahrt zog sich sehr hin, ich war bereits jetzt schon wieder total platt, konnte mir kaum vorstellen, wie ich den Tag überleben sollte. Kämpfen, nicht aufgeben. Als weiter, irgendwie wird es schon gehen. In Bologna tummelten sich die Massen, der Busbahnhof wurde zügig aufgesucht und dann mit dem erstbesten Bus zum Stadion gefahren. War alles recht überschaubar hier, an den alten Kassen wurde dann ein Ticket geholt, nach Vorlage des Persos war das kein Problem. Dann ging es bissel zu Fuß ums Stadion, das von außen schon sehr interessant aussieht. Von Kommerz war hier überhaupt nichts zu sehen, das sollte sich dann auch so fortsetzen. Es ging dann auch bald hinein in die Schüssel, die zu gefallen weiß. Keinerlei Wellenbrecher, einfach mal Sitzschalen hingeklebt, bis oben hin, dazu auf der Gegenseite der herausragende Turmbau, sehr interessant. Es zog allerdings ziemlich hier, trotz Sonnenschein ein sehr kaltes Vergnügen. Durchhalten war angesagt. Das Match begann dann irgendwann, Bologna spielte einfach unterirdisch, Milan siegte ohne große Anstrengung ganz locker drei zu null. Doch der Spaß in der Kurve war weiterhin vorhanden, es wurde fast pausenlos gesungen und Stimmung gemacht. Die kam ganz oben zwar nicht so an, doch als wir zum Schluss unten waren, war es doch schon sehr laut. Das Match war aus, es ging wieder zurück in die Stadt, natürlich mit dem Bus, was auch sonst. Dann wurde das erste warme Essen an diesem Wochenende am Bahnhof eingenommen, das tat richtig gut. Dann ging es weiter nach Venedig mit der Bahn, über Ferrara und Padova. Mit mir war nicht mehr viel los, völlig entkräftet erreichte ich dann den Flughafen in Treviso. Ich sehnte mich nach dem eigenen Bett, doch noch waren einige Stunden zu überwinden. Der Flieger hob dann endlich ab und nach etwa einer Stunde war Hahn auch schon wieder erreicht. Hier herrschte eisige Kälte, unglaublich war das. Die Heimfahrt erwies sich nochmal als Herausforderung, erst das Auto freikratzen, dann weiter auf die Autobahn, wo erstmal die Scheibe nach unten fiel. In Sekunden wurde es eisekalt im Auto, was nun? Die nächste Abfahrt ging es runter und das Fenster konnte wieder gerichtet werden. Ansonsten wären wir wohl erfroren. Danach gab es allerdings keine Hindernisse mehr, die Heimat wurde um viertel nach eins erreicht und die Tour war Geschichte. Das Jahr ging somit erfolgreich zu Ende. Jetzt lassen wir das ruhig angehen, mal schauen, was das nächste Jahr so bringt. Erstmal kommen die Lidl-Tickets zum Einsatz und dann wird sich alles andere schon zeigen. In diesem Sinne, schöne Weihnachten und bis bald!
Samstag, 11. Dezember 2010
SS Folgore/Falciano - AC Juvenes/Dogana 1:5
An diesem Wochenende sollte die letzte Tour des Jahres stattfinden. Dabei wurde mit San Marino sogar ein neuer Länderpunkt in Angriff genommen. Da ließ ich mich sogar zum Fliegen überreden, ist ja eher nicht mein Fall. So ging es sportlich um viertel vor fünf am Samstag raus aus dem Bett, ein handlicher Rucksack wurde gepackt und ab ging es nach Hahn zu den Freunden von Ryanair. Kurz vor dem Abflug wurde es dann endlich hell, in der Luft ging dann alles ganz schnell. Raus aus den Wolken und hinein ins Sonnenlicht, ein herrliches Panorama war dann bald von oben zu sehen, die Alpen leuchteten hinauf. Auch der Anflug auf Rimini war ok, so dass ich das zumindest gut überstanden hatte. Auch wenn man im Flugzeug ab und zu schon sehr genervt wird, kommt man sich doch mehrfach vor wie in einem Werbefilm. Das schlechte Wetter war nun hinter uns, schöne 15 Grad und purer Sonnenschein warteten hier auf uns. Nach kurzer Zeit bekam man dann schon das italienische Temperament vorgeführt, ein netter Zeitgenosse sprach uns an, ob wir auch auf den Bus warteten. Zusammen ging es dann in die Innenstadt nach Rimini, wo der Bus nach San Marino genommen werden sollte. Nach ein paar Metern war mir bereits schlecht, es ging ruckelnd und ohne Geduld durch die Gassen, hier ein bisschen Hupen, hier ein bisschen Pöbeln, Italien halt. Wunderbar! Für günstige acht Euro konnten wir dann die Fahrkarten nach San Marino lösen, für etwa zwei Stunden Fahrtzeit sehr preiswert. Der Bus brauchte einige Zeit, um aus der Stadt hinaus zu kommen, es ging doch recht schleppend. Doch dann rauschte er die Berge nach San Marino hinauf, das war wie Achterbahnfahren. Das Nationalstadion wurde passiert und es ging immer höher hinauf, eine sagenhafte Landschaft hier. Kann man nicht anders sagen. Die Hauptstadt wurde erreicht, jetzt begann das Abenteuer erst richtig. Bus nach Fiorentino? Ja, gab es, man musste nur mit dem Fahrstuhl nach unten fahren und schon wurde der Busparkplatz erreicht. Auch hier wieder Gehupe und Gepöbel, ach war das schön. Ein Bus fuhr dann tatsächlich mit uns los, wohin, keine Ahnung. Ich hatte kein gutes Gefühl, am nächsten Stadion ging es dann mal zur Sicherheit raus, doch hier war nicht das erhoffte Ziel. Was nun, ich hatte keine Ahnung, keinen Plan, weder im Kopf, noch ausgedruckt. Also wieder rein in den Bus, der jetzt mit tausenden Schülern gefüllt war. Aber wir durften zum Glück noch mit und es ging tatsächlich zum ersehnten Zielort. Ein Schild mit Stadio wurde gesichtet, schnell raus aus der Hölle und verschnaufen. Dann ging es die letzten Meter zu Fuß und der Ground wurde nach etwa zwanzig Minuten erreicht. Mehr Glück als Verstand war das heute, muss man ehrlich so zugeben. Aber irgendwie musste das ja alles passen, es wartete schließlich ein neues Land auf uns. Bis zum Spiel waren noch zwei Stunden Zeit, die irgendwie totgeschlagen wurde. Dann begann das Vergnügen auf dem schönen Kunstrasen, der hier scheinbar überall im Land herumliegt. Aber da sah ich heute drüber hinweg, der Rest war viel wichtiger. Es wurde uns sogar ein interessantes Spiel geboten, das leicht hätte zweistellig ausgehen können. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich zwar nicht, wer hier spielte und wer führte, aber auch das war mir völlig egal. Nach den neunzig Minuten ging es flugs wieder ab ins Zentrum, dort wurde allerdings vergeblich auf den Bus gewartet, der einfach nicht kam. Es gab somit nur noch eine Möglichkeit, wieder nach San Marino zu kommen. Der letzte Bus um kurz nach sechs kam dann auch zum Glück und nahm uns wieder mit zurück. Ansonsten wäre das unschön geendet hier. So war alles gut und der Reisebus nahm uns wieder mit nach Rimini. Ich war platt ohne Ende, es war kalt, ich war durchgefroren. Ich stellte mir heute öfters mal die Frage nach dem Warum, doch am Ende war ich doch wieder überzeugt von der Sache. In Rimini ging es dann noch zu Fuß einmal rund um den Bahnhof herum zum Hotel. Die Gegend war mir schon recht unsympathisch, das Hotel wurde es dann auch. Was für ein Schuppen, einfach nur schlimm. Duschen konnte ich mich hier nicht, wenigstens waren die Toilette und das Bett zu gebrauchen. Im TV kam allerhand Quatsch, unerträglich. Total fertig ging es dann schnell ins Bett, schlafen und einfach nur abschalten.
Sonntag, 21. November 2010
Rheydter Spielverein - HSV Langenfeld 4:2
Wir kamen gut aus Grevenbroich raus, klappte soweit sehr gut. Auf der Autobahn dann allerdings ein kleiner Schnitzer, denn die Ausfahrt in Richtung Mönchengladbach und Venlo wurde verpasst. Also eine kleine Ehrenrunde drehen, die etwa drei Minuten Zeit kostete. Das war aber zu verschmerzen, denn die Ankunft laut Navi zeigte noch zehn Minuten Puffer an. So war es dann letztlich auch, pünktlich parkten wir das Auto am Stadion, welches in der Dunkelheit hell in gelben Farben leuchtete. Wo ist denn bloß der Eingang hier, da war zu, dort auch, dann lasst es halt bleiben. Durch das Lokal unterhalb der Tribüne ging es dann doch rein, schön geordnet lagen Karten und Programmhefte für uns bereit. Also auch beim zweiten Kick alles in Ordnung. Doch es wurde noch besser. Ich kannte den Ground ja bereits, war damals kurz drin, als ich das Grenzlandstadion nebenan gemacht hatte. Aber heute hatte das hier ein wahnsinnig geiles Flair, das allerdings auch nur knappe 80 andere Zuschauer haben wollten. Aber egal, für uns hatte es eh einen anderen Stellenwert. Das Flutlicht tauchte die Stufen und den Platz in einen grellen Gelbschimmer, sagenhaft. Dazu wurde es sackdunkel und richtig kalt, ein herrlicher Abend. Wir machten beide an die hundert Fotos, verpassten so sogar die ersten beiden Tore der Hausherren. Eine gute halbe Stunde waren wir nur am Knipsen, ohne Worte. Aber was sollten wir auch machen, der Ground zog uns an wie ein Magnet. Eine Perle im deutschen Fußball-Land, kann man nicht anders beschreiben. Auf der linken Hintertorseite gibt es 31 Stufen, auf der Gegenseite 19. Ein riesiges Ding hier, das schätzungsweise 20.000 Plätze hat. Wir genossen jede Minute, gingen dann noch eine zweite Runde und waren bissel traurig, als der Schlusspfiff ertönte. Jetzt mussten wir uns leider schon wieder verabschieden. Ein erfolgreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen, bei Köln gab es dann allerdings einen ekligen Stau, der gut eine halbe Stunde kostete. Also war man erst gegen elf Uhr zu Hause. Das machte aber nichts, denn der Tag war mal wieder absolut erfolgreich gewesen. Hoffentlich bleibt Rheydt immer so, wie es ist. Nicht, dass einer noch auf die Gedanken kommt, dort Kunstrasen zu verlegen oder irgendetwas abzureißen. Aber ich denke nicht. Da habe ich ein gutes Gefühl...
TuS Grevenbroich - VfB Solingen 2:1
Ein schöner Samstag im November, recht trübe und frisch. Was kann man da schöneres machen, als zum Fußball zu fahren? Eine kleine Tour stand bevor, schmackhaft wurde diese gemacht mit zwei Spielen im Westen der Republik. Um kurz nach zehn ging es los, kurz noch beim Bäcker vorbeischauen, abgelaufenes Bier war auch mit von der Partie, dazu das übliche Zeugs. Pünktlich war ich am Treffpunkt, der Fahrer traf dann auch bald ein und los ging es über die A45 in Richtung Westen. Eine entspannte Fahrt ohne große Ereignisse, entspanntes Reisen war angesagt. Bei Olpe dann wie üblich auf die A4, dann kurze Irritationen rund um Köln, aber ohne weitere Probleme kam man dann in Grevenbroich an. Und das sehr zeitig, so muss das sein. Wir stellten das Auto am Ground ab, holten uns kurz die Spielbestätigung und gingen dann planlos nochmal in die Innenstadt, die Zeit musste ja irgendwie rumgehen. Hier mal geschaut, dort mal geschaut, aber alles in allem recht unspektakulär. Auch die Versuche, Markus die Dönerbuden schmackhaft zu machen, scheiterten. Dann lass es halt bleiben, ich war ja bereits gut gesättigt. Also rein ins Stadion, nette Karte am Eingang geholt und diese gerade noch vor dem Durchreißen bewahrt. Schnell wurde die Beute im Geldbeutel versteckt, da kommt keiner mehr dran. Eine nette Anlage wartete auf uns, große überdachte Tribüne, dazu noch ein paar Stufen auf der Gegenseite, ein guter Start in den heutigen Fußball-Nachmittag. Kaum hatten wir auf der Tribüne Platz genommen, klingelte es auch schon im Kasten der Gäste. War wohl ein Rekord-Tor, nach meinem Gefühl waren gerade mal 10 Sekunden gespielt. Fehlpass zum Torwart, dieser wurde ausgespielt und dann aus spitzem Winkel gegen den Innenpfosten eingenetzt. Danach versuchten beide Teams, geordneten Fußball zu spielen. Aufgrund des tiefen Rasens war das aber sehr schwer, aber man konnte doch insgesamt gut zuschauen. Ein lustiges Match, denn direkt nach der Pause fiel das zweite Tor für die Hausherren. Danach ging das Geheule und Gemotze auf dem Platz los. Die Gäste kamen noch zum Anschlusstreffer, mehr erreichten sie aber nicht. Wir harrten die letzten Minuten am Ausgang, doch der Schiedsrichter ließ ordentlich nachspielen. Dann endlich der Abpfiff, kleiner Spurt zum Auto und weiter nach Mönchengladbach. Grevenbroich ist jetzt auch in der Tasche, allerdings ohne Horst Schlämmer, der trotz vielen Blicken nicht gesichtet wurde. Wohl doch nur ein Phantom?
Sonntag, 14. November 2010
FC Kleinwallstadt - TSV Krausenbach 0:3
Bei herrlichem Wetter wurde am heutigen Sonntag noch ein Kick mitgenommen, ohne viel Motivation und Reiselust ging es dann halt endlich mal nach Kleinwallstadt, um dort dem Toni-Degen-Stadion mal einen Besuch abzustatten. Nachdem das Frühstück in der Mittagszeit beendet wurde, ging es langsam los. Das Navi wurde im Prinzip nur für die letzten Kilometer gebraucht, den Rest kenne ich mittlerweile schon auswendig. Etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff fuhr ich auch schon am Ground ein, konnte dort allerdings nicht parken, da nur für zehn Autos Platz ist. Also wurde die Karre irgendwo auf die Wiese gestellt und ab ging es. Das Kassenhäuschen war verwaist, hatte scheinbar keiner Lust, zu kassieren. Auch recht, dann lasst es halt bleiben. Der Ground war in etwa so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Auf der Hauptseite gibt es eine Art halbe Tribüne mit sieben großen Stufen, die allerdings nur auf der letzten überdacht sind. Als richtige Tribüne ist das jetzt wohl nicht zu werten. Aber ganz ordentlich, sieht man mal von dem Rest der Anlage ab. Vollgestopfte Mülleimer an den Wegen, alte marode Tornetze, unebenes Gras hinter den Toren, nicht sehr einladend. Aber was solls, der Rest passte ja und das Spiel konnte kommen. Die Gäste waren dabei am Ende der klare und verdiente Sieger, die Hauseherren brachten kaum etwas zu Stande. Sportlich gesehen war das nicht unbedingt hochklassig, aber was solls, wenn man neunzig Minuten sehen kann, dann nimmt man das gerne an. Ansonsten gibt es nicht wirklich was zu erzählen. Der Kassierer kam dann tatsächlich nochmal rum, kassierte 2,50 Euro und gab mir dann auf Nachfrage eine brauchbare Karte mit Vereinsaufdruck. Immerhin, ging ich heute nicht ganz so leer aus wie gestern. Die Heimfahrt wurde zügig bewältigt, bereits um 16:40 Uhr war ich schon wieder zu Hause. Kommt wohl auch nur im Winter vor. Im Sommer sind die Spiele da noch voll im Gange. Vom Wetter her hätte es heute fast Sommer sein können...
Samstag, 13. November 2010
FV Neuthard - FC Germania Karlsdorf 2:1
Ein Samstag ohne Fußball ist schon schwer zu ertragen. Nach einer sehr langen Arbeitswoche hatte ich noch keinen blassen Schimmer, ob und was ich heute mir anschauen sollte. Ich musste raus, zuerst raus aus dem Bett und dann auf irgendeinen Sportplatz, völlig egal, wohin. Aber vorher wurden die Spielpläne nochmal sorgfältig durchgesehen und siehe da, das Derby Neuthard gegen Karlsdorf stand auch darauf. Ich hatte das bereits letzte Woche in Kronau gesehen, na gut, dann werden wir heute mal da hin fahren. Im Südwesten war zwar stürmisches, aber recht gutes Wetter vorhergesagt, das passte dann auch schonmal ganz gut. Es ging zeitig los, man will ja sicher und nicht zu spät ankommen. Die Fahrt verlief fast ohne Probleme, nur kurz vor der heimischen Autobahn wäre mir fast eine Studentin voll in die Seite gefahren, zum Glück kam es dann aber doch nicht so weit. Die Ausfahrt Bruchsal war bald erreicht, es ging gleich nach Neuthard, um die Lage zu peilen. Gut, es wurde auf dem Hauptplatz gespielt, leider war dies aber nicht der Platz mit der Überdachung, der weiter hinten im Sportzentrum angesiedelt ist. Dies war gleich gut zu erkennen, da dort gar nichts sonst ist. Aber das war mir dann egal, ich wollte auf jeden Fall das Derby schauen und blieb somit. Vorher wurde ich allerdings noch gratis zu einer Mathestunde im angrenzenden Rewe-Markt eingeladen. Drei Berliner kosten im Angebot 2,20 Euro, einer kostet 85 Cent. Das war schon zu viel, denn die Familienmutter meinte zur Bedienung, dass das Angebot ja insgesamt viel teurer wäre, was wohl an den 5 Cent am Ende liegen musste. Damit könnte man nicht so gut rechnen und das würde die Kunden nur verwirren. Ich war irgendwann so durcheinander, dass ich an meinen Rechenkünsten zweifelte. Aber das nur am Rande. Das Spiel wurde gleich angepfiffen und es ging wieder zum Platz zurück, hier war noch keine Sau da. Gut, ich rege mich ja immer wieder darüber auf, doch ich werde es auch jetzt tun. Die beiden Orte liegen ja kaum zwei Kilometer auseinander und an einem so herrlichen Tag (trocken, 17 Grad Mitte November) kommt keine Sau zum Sportplatz? Ja was wollt ihr denn noch? Ach so, es windete ja etwas, da kann man schon mal mit dem Hintern zu Hause bleiben, es kommt ja Bundesliga im Fernsehen. Dazu die lange Anreise, ich versteh schon. Die anwesenden Zuschauer bekamen jedenfalls einiges geboten, war richtig lustig heute. Es ging doch gut zur Sache, das merkte man gleich in den ersten Minuten. Es wurde sich nichts geschenkt, im Gegenteil, es wurde gefoult und provoziert, wo es nur ging. Dazu gingen die Zuschauer richtig mit, es gab sogar ein paar Tumulte. Ein sehr unterhaltsamer Tag war das letztlich doch für mich. Unterhaltsam war auch die Schlusskonferenz, die traditionell im Radio auf der Rückfahrt gehört wurde. Immer wieder schön, wenn nur nicht immer die gleichen Reporter zu hören wären. Einige gehen mir mittlerweile so richtig auf den Sack.
Samstag, 6. November 2010
VfR Olympia Kronau - VfB Bretten 4:1
Für den heutigen Samstag hatte ich mir mehrere Spiele ausgesucht, die irgendwie in die richtige geographische Reihenfolge gebracht werden mussten, sollte etwas schief gehen. Das erste Ziel sollte der Mannheimer Alsenweg werden, wo die zweite Mannschaft der Waldhof-Buben gegen die Zweitvertretung aus Sandhausen antreten sollte. Ich rechnete allerdings damit, dass das nicht klappen sollte, hatte ich vernommen, dass dort meist auf einem der tausend Nebenplätze gespielt wird. Aber man kann es ja mal versuchen. Durch den Starkregen ging es die gewohnte Strecke gen Südwesten, Mannheim war schon nach kurzer Zeit erreicht. Der Alsenweg wurde dank Navi auch ohne Probleme gefunden, mit Schlappen ging es dort aus dem Auto raus, um die Lage zu prüfen. Im Stadion wurde gebolzt, allerdings war das nur die B-Jugend. Na wenn die schon da spielt, könnte es die Zweite ja auch tun, oder? Aber nix da, mir wurde bestätigt, dass "dort hinten" gespielt wird. Ok, dann viel Spaß dabei, für mich hieß es schnell weg hier. Die zweite Station wurde angesteuert, das Sportzentrum in Kronau. Dort kam ich nach weiteren 45 km an und wurde dann auch belohnt. Es wurde dort nämlich brav im Stadion gespielt. Sehr schön, ich konnte mich jetzt zurücklehnen. Nochmal schnell in den Ort zurück, bei Kemal wurde noch ein mittelprächtiger Döner reingezogen, sollte aber die richtige Entscheidung gewesen sein, da es am Sportzentrum nur "Heiße" gab. Nix für mich. Karten und Hefte waren ebenfalls Fehlanzeige, immerhin gab es Kaffee und allerlei sinnlose Getränke in Form von Wein und anderem ekligen Zeug. Zu meiner Überraschung liefen dann sogar Linienrichter mit ein, so konnte also richtiger Fußball geschaut werden. Das hob meine Stimmung. Auch das Match stimmte einen fröhlich, bei besserer Chancenauswertung hätten die Hausherren locker zehn oder mehr Tore schießen können. Es war richtig abwechslungsreich beim Spiel des Ersten gegen den Zweiten. Am Ende aber eine klare Sache im Sportzentrum, das über eine überdachte Stehtribüne verfügt, ansonsten viel Gras im weiten Rund. Diese Anlage wurde gerne mitgenommen, wenigstens etwas. Sehr bald ging es dann auch schon wieder auf den Heimweg, jetzt fing es wieder sehr kräftig an zu regnen. Erst der Regen, dann die Meldung über einen Falschfahrer, der mir auf der A5 entgegenkam. Ich verließ kurz davor allerdings sicherheitshalber die Autobahn und fuhr bei Worms auf die A67. Muss ja nicht sein, dass mir da einer noch vorne drauf fährt. Die Schlusskonferenz konnte noch schön im Radio verfolgt werden, kurze Zeit später war ich dann auch schon wieder zu Hause.
Sonntag, 31. Oktober 2010
TV Nieder-Klingen - KSV Reichelsheim 4:0
Wo war nur die Motivation geblieben? Da hatte ich zwar eine relativ kurze Arbeitswoche, war aber aufgrund der verschleppten Erkältung immer noch nicht ganz fit, also musste letztlich der Nahverkehr herhalten. Ein Spiel wäre schon genug, also wurde am späten Samstagabend nochmal das Internet durchforstet. Nieder-Klingen hatte ich irgendwie noch im Hinterkopf und somit stand das Ziel auch recht zügig fest. Markus wurde noch überredet mitzukommen, somit war die Besatzung komplett. Aufgrund der Zeitumstellung durfte man sich noch eine Stunde länger ausruhen, was heute nicht verkehrt war. So dauerte es eine Ewigkeit, bis es endlich los ging. Noch schnell tanken, dann auf nach Langenselbold, den Gleichgesinnten eingesammelt und in einer knappen halben Stunde war die Fahrt auch schon vorbei. In dem kleinen Ort war heute alles in Ordnung, es gab Fußball zu sehen, dazu auf einer netten, kleinen Anlage mit Tribüne in der Mitte, dazu noch ein paar Stufen plus Überdachung in der Ecke. Sorgen musste ich mir heute also keine mehr machen. Das Match wurde beharrlich verfolgt, in der ersten Halbzeit wurde auch einiges geboten, insgesamt vier Tore inklusive Treffer per Fallrückzieher, feine Sache. In Halbzeit zwei dann wie befürchtet das Gegenteil, langweiliges Gekicke, zwar noch ein paar Torchancen, doch diese wurden alle vergeben. Also blieb es bei den vier Toren, auch gut. Die Anlage ist wirklich ganz in Ordnung, ganz einfach gebaut aber doch mit einem gewissen Charme. Von Kunstrasen-Quatsch ist hier zum Glück noch nichts zu sehen. Dieses künstliche Dreckszeug macht sich ja immer mehr in der Republik breit, jeder ist besessen nach diesem Kunstteppich. Wenn überall dann mal der gleiche sterile Scheißdreck rumliegt, fällt es vielleicht jemandem auf. Ich könnte mich da jetzt wieder reinsteigern, aber ich glaube ich lasse es bleiben. Die Heimfahrt dauerte nur knapp vierzig Minuten, sehr vorteilhaft. So kann man den Abend noch in Ruhe ausklingen lassen, Fenster und Türen schließen und die Süßigkeiten verteidigen. Ihr kommt hier net rein...
Montag, 25. Oktober 2010
TJ Spartak Chodov - Loko Karlovy Vary 3:0
Admira Praha war Geschichte, leider. Aber es half ja alles nichts, das letzte Match des Wochenendes wartete auf uns. Zeitlich war das anfänglich nicht ganz einzuschätzen, doch es sollte auch hier alles gut gehen. Irgendwie mussten wir erstmal aus Prag rauskommen, nach einer endlosen Zeit gelang uns das dann auch. Bayreuth war hier schon ausgeschildert, auch nicht schlecht. So war die Richtung klar, es ging als weiter, schön die letzten Kilometer über die Autobahn und dann auf die Landstraße in Richtung Karlovy Vary. Es zog sich etwas, verlassene Dörfer wurden passiert, teilweise mit schlimmen Bauten, die kurz vor dem Zusammenbruch standen, teilweise aber noch bewohnt sind. Sehr bedenklich, scheint aber zu gehen. Hier wird man das ein oder andere Mal noch zum Nachdenken bewegt, für mich immer wieder faszinierend. Zeitig wurde das Ziel erreicht, es war sogar noch eine Dreiviertelstunde Zeit bis zum Anstoß. Ganz langsam machen, der Wind hatte nochmal zugenommen, es war jetzt richtig eisig. Aber die Tribüne lockte uns letztlich doch aus dem Auto, der Ground wurde aufgesucht. Schön weitläufig hier, entspannend und locker ist das hier. Wir holten uns brav noch eine schöne Karte beim kassierenden Paar ab, die freuten sich über unseren Besuch und bedankten sich dann auch schön auf Deutsch. Sehr nett. Da wollten wir uns nicht lumpen lassen, gingen noch kurz ins Vereinsheim und spendeten noch ein paar Kronen für Kaffee und Bier. War allerdings das letzte jetzt für mich, musste Abends schließlich noch paar Meter nach Hause fahren. Es schmeckte nochmal richtig gut, doch dann war es leider vorbei damit. Mit dem Spiel war es allerdings noch nicht vorbei, in der Kälte mussten noch einmal satte neunzig Minuten verfolgt werden. Fußball-Herz, was willst Du mehr? Die erste Halbzeit verlief im Sande, nichts los auf dem Grün. Sollte es womöglich noch mal ein null zu null geben? Ach woher, nach der ausgiebigen Stadionrunde wurden uns dann noch Tore geboten, gleich direkt nach der Pause ging es los. So wurde es zum Abschluss noch einmal versöhnlich, kein torloses Remis, das hatte doch auch etwas. Abschied nehmen hieß es dann für uns, mit dem Schlusspfiff war es aus und vorbei mit dem Fußball an diesem Wochenende. Schade, sehr schade. Ich hätte noch etwas ertragen können, konnte nicht genug bekommen. Doch das Auto wollte auch wieder bewegt werden, es ging gleich los, noch kurz präparieren für die lange Rückfahrt und ab ging es. Die Fahrt verlief zunächst schleppend, die Autobahn nach Cheb war hier und da gesperrt, so dass noch etliche Kilometer Landstraße folgten. So gab es zumindest noch viele Möglichkeiten, schöne Industrie- und Gleisanlagen zu bestaunen. Gerade hier bei Sokolov gibt es davon genug zu sehen. Immer wieder faszinierend, was hier mal geschaffen wurde und jetzt zum Großteil da brach herumliegt und verrottet. Die Grenze wurde bald erreicht, noch kurz volltanken und ab ins Fichtelgebirge. Hier muss man zwangsweise noch durch, bevor man Bayreuth endlich per Autobahn erreicht. Über Bamberg, Schweinfurt und Fulda ging es dann schließlich wieder in die heimischen Gefilde. Die Fahrt wurde zum Ende hin nochmal gut verquatscht, wir kamen zufrieden wieder zu Hause an. Die Tour war geschafft, alles hatte geklappt. Kann man sich wirklich nicht beklagen, was wir ja bekanntlich auch nie tun. Ein Dank nochmal an die Organisation, ich konnte mich so zurücklehnen und konnte einfach nur genießen...
Sonntag, 24. Oktober 2010
FK Admira Praha - SK Roudnice n.L. 1:0
Drei Spiele gestern, eines am Freitag und heute sollten die letzten beiden folgen. Der Sechser war somit kurz vor dem Abschluss, sechs Spiele an einem Wochenende, verteilt von der ersten bis zur sechsten Liga, was will man mehr. Da hatte der Kollege sehr gut geplant und ich konnte das alles entspannt mitnehmen. Es ging wieder zeitig raus aus der Koje, schön duschen und dann nochmal ausgiebig frühstücken. So ging es gut gestärkt in den Tag, kurz noch auschecken und gleich wieder auf Tour. Wieder den gewohnten Weg in die Stadt, an den eingesperrten Ampeln vorbei, über die Schlaglöcher und schon war man im Geschehen. Das Wetter hielt sich noch, es war kalt und bissel feucht, hatte scheinbar in der Nacht etwas geregnet. Doch das war alles kein Thema, schnell noch übers Kopfsteinpflaster rauschen, jedes Mal wieder unerträglich. Der Magen drehte sich paar Mal rum, doch es blieb alles drin. Links den Berg hoch, als weiter, wo sollte hier bloß der Admira-Ground sein? Ein kleine Seitenstraße und schon standen wir davor. Richtig schön gelegen, unscheinbar aber gewaltig. Schönes Ticket gelöst und dann war wieder Staunen angesagt. Die gute Laune wurde noch besser, ein richtig geniales Ding hier bei Admira, einfach unbeschreiblich. Geile Tribüne mit Sitzschalen, alt, groß, genial. Dazu die Stufen auf der Gegenseite, Betonwände hinter einem Tor, auf der anderen Seite das Vereinsheim, eine perfekte Ansammlung. Hier machte es einfach nur Spaß, kann man nicht anders sagen. Da wurde gleich noch einmal zugegriffen beim Bier, für nur zwanzig Kronen natürlich ein wahres Schnäppchen. Noch ein kurzer Blick durch das kleine Fenster hinter die Theke. Hier wurde wieder fein säuberlich das Kleingeld gestapelt und in diversen Behältern gesammelt. Die Zehner da, die Fünfer da usw. Hier ist man noch glücklich mit dem Geld, was man bekommt. Da kann man sich noch erfreuen, von unsinnen Plastikbezahlkarten ist man hier noch Lichtjahre entfernt. Gut so! Hier gilt noch echtes Handwerk und kein neumodisches Plastik. Die Gegenseite wurde dann aufgesucht, von dort die erste Halbzeit verfolgt. Gute Sicht, nicht nur auf den Platz sondern auch auf die umliegenden Hochhäuser, sehr schön. Wir fühlten uns rundum wohl, da konnte uns der Wind auch nichts anhaben. Es wurde bissel gequatscht und sich am Spiel erfreut, das doch recht ordentlich war. Ziemlich schnell, dazu ohne große Fouls, richtig gut anzuschauen. Admira gewann letztlich verdient, wenn auch knapp. Die zweite Hälfte wurde dann von der Tribüne aus beobachtet, so konnte man diese Sicht noch genießen. Die Zeit ging wieder sehr schnell rum, bald mussten wir auch schon wieder Abschied nehmen. Leider wieder viel zu früh. Aber damit muss man leben, es muss ja schließlich weitergehen.
FK Mlada Boleslav - FC Viktoria Plzen 4:3
Jetzt wurde es mal wieder spannend. Jede Minute zählte, zögerte sich der Abpfiff in Kbely ziemlich hinaus. Ein kleiner Spurt zum Auto, schnell hinein und weg hier. Die Fahrt sollte etwa vierzig Minuten dauern bis nach Mlada Boleslav, fünfzig Minuten waren dafür Zeit. Nach Adam Riese zehn Minuten Puffer, sehr wenig also. Es war ja unser Ansporn, wie immer alle Spiele über die kompletten neunzig Minuten zu sehen. Also schnell auf die Autobahn, nach einigen Kilometern war diese erreicht. Jetzt wurde zügig Kilometer um Kilometer zurückgelegt, der Zielort wurde bald erreicht. Zum Glück gab es keinerlei Staus, auch in der Stadt war nicht viel los. So konnten wir problemlos noch einen Parkplatz im Gehege ergattern, ich ging dann auch schonmal gleich los. Wohin nur, links oder rechts herum? Also einfach mal den Leuten hinterher, wird schon klappen. Schnell war ich jetzt, wurde immer schneller, noch knapp zehn Minuten bis zum Anstoß. An der Kasse war nichts mehr los, so konnte gleich ein Ticket für etwa vier Euro gekauft werden und schon war man drin. Schnell noch zur Tribüne, noch kein Anpfiff, wunderbar. Es war vollbracht. Es wurde mit ein paar Minuten Verspätung begonnen, von mir aus. Jetzt war mir alles recht. Gleich den nächsten Gerstensaft holen und ab auf die Tribüne. Aus Plzen waren erstaunlich viele Leute angereist, wo die bloß herkamen? Im letzten Jahr hatten die zu Hause ja kaum Leute, aber heute war der Gästekäfig doch ziemlich voll. Es wurde ordentlich Stimmung gemacht, sowohl bei den Gästen als auch bei den Heimfans. Aber natürlich alles recht überschaubar, gut, aber nichts weltbewegendes. Das erwarteten wir aber auch nicht. Die Spieler wollten uns aber einiges zeigen. Es war ein gutes Match mit vielen Toren, völlig unerwartet. Aber auch das Ergebnis täuscht etwas, ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Aber immerhin schlugen die Einheimischen den Tabellenführer, der bisher noch kein Match verloren hatte. In dem neuen, kleinen Stadion erfreute das natürlich die Zuschauer, die waren, genau wie wir, sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Ich war erleichtert, froh, gönnte mir sogar zwei Klobasi. Die gingen auch, waren ganz ok und nicht so extrem. Viel Brot und viel Senf und noch ein Bier, passt. Sehr angenehmer Abend, gute Luft und schöner Abschluss dieses Tages. Nach Spielende blieben wir noch etwas, während der Rest schon komplett zu Hause war. Die wollten alle schnell weg, sich das ganze womöglich nochmal im TV anschauen. Wir blieben gelassen, ruhig, zufrieden. Gemütlich ging es dann wieder zurück nach Prag und ins Hotel. Mehr als die Hälfte war somit auch schon wieder vorbei, geht am Ende dann doch immer rasend schnell. Schade eigentlich...
A.F.K. Spartak Kbely - SK Dolni Chabry 0:1
Bis zum zweiten Match war noch ausreichend Zeit, in lockerem Tempo ging es weiter. Es wurde die nächste Bank angepeilt, es musste etwas Bargeld her, der Kollege wollte etwas in seine Gesundheit investieren. Die Bank wurde dann auch gefunden, doch einfach reinkommen war die andere Sache. Aha, die Karte musste noch eingeführt werden, ich machte dies in allen möglichen Richtungen und siehe da, es klappte. Geld abheben verlief ohne Probleme, doch wie hier wieder rauskommen? Es war nichts zu sehen, aber die Tür war zu. Nichts, es bewegte sich nichts. Aber was war das? Ein winziger Knopf befand sich an der Tür, diesen nahm ich halt mal in Angriff, vielleicht noch gleichzeitig die Klinke drücken? Siehe da, die Frischluft konnte wieder inhaliert werden, was ein Glück. Schnell weg hier, auf zum nächsten Ground. Es ging schön durch die Stadt, herrliche Fahrt, entspannend da noch genügend Puffer vorhanden war. Nach etwa einer halben Stunde wurde Kbely erreicht. Hier war es schon wieder wie in der Provinz. Kaum etwas los, Stille beherrschte die Szenerie. Doch auch nur kurz, denn an einer Tour fuhren dann sinnlos die Feuerwehrautos hier durch die Straßen, was ein Terror. Haben die nichts besseres zu tun? Da kriegt man es ja mit der Angst zu tun, erst wird man fast über den Haufen gefahren, dann pausenlos mit dem Lärm belästigt. Löscht dann, wenns nötig ist! Muss man euch denn alles erklären? Ich sauge ja auch nicht, wenns gerade gemacht ist. Nach einem kleinen Stadtrundgang ging es dann wieder zurück zum Sportzentrum. Das übliche Gepäck wurde noch aus dem Auto geholt und dann ging es gut gelaunt zum Eingang. Markus zahlte brav, der Kassierer brummelte. Ich holte mein Geld hervor, jetzt motzte er. Was will der Mensch von mir? Mein Geld auf jeden Fall nicht, er schlug es mir fast aus der Hand. Dann halt nicht, lass es bleiben. Ein Stadionheft nahm ich mir aber dann doch noch mit, obwohl er mir jetzt fast schon die Pistole auf die Brust gesetzt hatte. Schnell weg hier, hinter das Vereinsheim, Fotos machen, entspannen, niemanden sehen wollen. Das alles gelang, recht schön hier, irgendwie kultig, klein aber fein. Auch das Vereinsheim sehr, sehr nett. Überall hängen Schals von europäischen Vereinen herum, es riecht nach Rauch und Bier. Fein. Da bekam ich dann Lust auf den ersten Gerstensaft, schmeckte hier in dieser Umgebung wunderbar. Draußen pfiff der Wind, aber wir mussten raus um uns das Gekicke anzuschauen. Es wurde nicht viel geboten, um ehrlich zu sein, gar nichts. Dazu gab es ein ganz lahmes und verpeiltes Schiedsrichtergespann, die haben vielleicht Zeit gehabt. Nur wir nicht, wir mussten schnellstens los nach Mlada Boleslav zum dritten Spiel an diesem Tag. Am Ende wurden etwa sieben Minten verloren, das war schon ganz ordentlich. Doch dann endlich die Erlösung, der Abpfiff ertönte. Raus, weg, aus und vorbei.
Samstag, 23. Oktober 2010
Loko Vltavin a.s. - FK Kunice 2:1
Heute ging es fröhlich weiter in Sachen Fußball, nach einem klasse Frühstück konnte es losgehen. Das erste Spiel sollte um viertel nach zehn beginnen, also durfte man nicht zu viel Zeit verlieren. Das taten wir auch nicht. Um kurz nach neun ging es los, mal wieder aus der Tiefgarage raus und dann runter in Richtung Stadt. So langsam gewöhnte ich mich an die Fahrerei hier, war alles recht nett. Ich konnte das ja auf dem Beifahrersitz genießen und musste nichts tun, außer hin und wieder mal kleine Tipps zu geben. Es war schon allerhand Verkehr, wunderbar. Doch ich musste mir keine Sorgen machen, wir kamen rechtzeitig am Ziel an. Wieder mitten in der Stadt, vorher kaum zu erahnen, aber plötzlich stand man schon davor. Schöner Eingang, schöne Karte und schon stand man vor dem saftigen Grün. Der Platz lag schön in der Sonne, so war er auch gut bespielbar. Ein schönes Gelände, unüberdachte Sitze gibt es hier zu bewundern, schöne alte Stufen dazu noch auf der Gegenseite. Was mich hier aber am meisten faszinierte, war der Volleyball-Platz hinter der Tribüne. Sensationell gut, vier schräge Flutlichtmasten, verkommene Stehplätze rundherum, alles ziemlich heruntergekommen, sehr geil. Wann hier wohl das letzte richtige Match stattgefunden hat? Muss wohl schon ein paar Jährchen her sein. Ich machte ein paar Fotos hiervon, musste dann allerdings wieder rüber, die ersten neunzig Minuten an diesem Tag warteten schließlich. Wir gingen auf die Gegenseite, dort konnte man etwas erhöht stehen und alles gut beobachten. Es entwickelte sich ein ganz netter Kick, schnell, gutes Passspiel und auch einige Möglichkeiten. Die Gäste hatten die Möglichkeit, mit einem Elfmeter auf zwei zu null zu erhöhen, doch der Keeper der Einheimischen parierte diesen. Danach war irgendwie klar, dass die Hausherren das Ding noch drehen sollten, mit einem kuriosen Weitschuss gelang dies auch schließlich. Schön, schön, es ging also ordentlich los an diesem frühen Samstag Morgen. Auf das erste Bierchen wurde allerdings brav noch verzichtet. In der Halbzeit ging es auf die gewohnte Stadionrunde und nochmal zum Volleyball-Platz, dort war wohl ein Magnet versteckt. Nach dem Schlusspfiff konnten wir gelassen noch etwas im Ground verharren, bissel die Sonne genießen und dann ganz langsam nach den letzten Fotos von dannen ziehen.
FK Dukla Praha - FK Sezimovo Usti 1:1
Für dieses Wochenende war mal wieder ein Trip in das benachbarte Tschechien geplant. Der Freitag konnte ohne Probleme frei genommen werden, der Fahrt stand also nichts mehr im Wege. Herrliche minus ein Grad gab es an diesem Morgen, da freut man sich doch gleich wieder auf den Winter. Endlich wieder frieren, was will man mehr. Hallo Politiker, hat das Gesülze von der Klimaerwärmung wohl nichts genutzt, was? Mal besser informieren und sinnvolle Dokumentationen schauen, als immer nur alles nachplabbern. Sehr gut, weiter so. Vom Autobahndreieck ging es dann los über Aschaffenburg, Nürnberg und Amberg in Richtung Pilsen und Prag. Das Wetter war jetzt ok, es wurde wärmer und die Sonne schien den ganzen Tag. Die Fahrt zog sich gegen Ende allerdings etwas hin, aber nach fünf Stunden etwa wurde Prag erreicht. Zuerst wurde das Hotel aufgesucht, was nicht unbedingt einfach war. Aber nach ein paar Metern Umweg war auch das geschafft. Schnell einchecken und sich ins Zimmer verziehen, mal kurz entspannen. Während ich das auch tat, machte der Kollege schon mal die Jahresinventur und notierte fleißig die Bestände der Minibar. Alles da, bis auf die ominösen Chips. Ob das wohl gut geht? Wo sind die nur geblieben? Es wurde alles abgesucht, doch sie tauchten nicht mehr auf. Auch gut, kein Stress machen. Bald darauf ging es auch schon los. Das Problem mit der Tiefgarage hatten wir auch gelöst, prima, dann konnte es los gehen in Richtung Dukla-Ground. Der wurde auch bald erreicht, liegt herrlich in einer Senke mitten in der Stadt. Es war noch genügend Zeit, also wurden nochmal die Füße etwas vertreten. In einem Eckshop wurden die ersten Pivo eingekauft, schön in großen Flaschen und zu niedrigen Preisen. Das sollte sich das ganze Wochenende so fortsetzen. Kurze Zeit später ging es wieder zurück, es wurde schon wieder anstrengend, schön den Berg wieder hoch. Doch das zahlte sich aus, nach wenigen Minuten enterten wir den Ground. Was sich dann bot, war sensationell. Gut, das Bild davon kannte ich ja bereits, aber so ein geiles Teil, sagenhaft. Riesige Tribüne, krass steil, mit Schriftzug, gefühlten tausend Stufen nach unten, das gefiel. Ich war stark begeistert. Auch vom Rest, mal vom Spiel an sich abgesehen, das war eher langweilig. Aber alles andere passte heute wie die Faust aufs Auge. Etliche Fotos wurden geschossen, drei große Bierchen getrunken und nett die Zeit verquatscht, herrlich. Da konnte ich selbst die Kälte ertragen. Es war für mich nicht einfach, den Ground wieder zu verlassen, doch das taten wir natürlich kurz nach Spielende wie gewohnt. Der erste Tag neigte sich somit dem Ende entgegen, aber es sollten ja noch ganze fünf Spiele folgen. Der Einstieg war schon mal perfekt.
Samstag, 16. Oktober 2010
SC Wiedenbrück - SC Preußen Münster 0:2
Da sollte es doch heute tatsächlich mal nach Wiedenbrück gehen, ein Regionalligist, der mir noch fehlte. In den Regionalligen tümmelt sich ja mittlerweile allerlei Mist (in diesem Sinne Pro Regionalliga-Reform), da ist Wiedenbrück schon ein echter Kracher. Gesundheitlich bin ich immer noch nicht auf der Höhe, doch den samstäglichen Ausflug lasse ich mir nicht nehmen. Da konnte auch die gefühlte 50h-Woche nichts dran ändern. Bei kühlen Temperaturen ging es leicht verspätet los, in Selbold wurde sich wie fast immer an der Tankstelle getroffen. Sprit war hier recht billig, also nochmal volltanken, wenn die Herrschaften die Säulen mal frei machen würden. Beim Bezahlen natürlich wieder einige nervende Ausflügler unterwegs, die stundenlang nach dem geeigneten Kaffeegetränk fragten. Bleibt doch einfach zu Hause, da könnt ihr so viel Kaffee saufen wie ihr wollt, aber haltet hier nicht den Verkehr auf! Zügig ging es dann endlich weiter, erst an Gießen vorbei, dann die gewohnte Route über Marburg, Korbach und Bad Arolsen bis zur nächsten Autobahn, schnell noch Paderborn passieren und schon wieder runter in Richtung Rheda-Wiedenbrück. Ein ekelhaftes Wetter, pausenloser Regen, teilweise sehr stark, aber kurz vor Wiedenbrück kam dann Hoffnung auf. Und tatsächlich, es sollte während der gesamten neunzig Minuten trocken bleiben. Das wohl kleinste Regionalliga-Stadion lag dann direkt auf dem Weg, schnell parken und hinein ins Vergnügen. Immerhin gibt es hier eine Kasse, darin machte es sich der Kassierer gemütlich. Es ging aber alles recht zügig voran, schon war man auch drin, etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff. Ein kleiner Käfig, nicht unbedingt schön, aber immerhin mit Tribüne ausgestattet, die allerdings komplett ausverkauft war. Wie erhofft waren viele Gäste angereist, die durchaus Stimmung machten, allerdings durch den internen Wettstreit bei den Gruppierungen nicht unbedingt top. Bei gefühlten Minusgraden verfolgten wir dann das langweilige Spiel durch die Gitterstäbe vor unserer Nase, kein schöner Platz zum Verweilen. Aber auch das ging durchaus schnell rum, wie immer über dies und das diskutiert, schon war das Match auch wieder vorüber. So kanns immer gehen. Kurz vor dem Abpfiff wurde noch kurz mit einem weiteren Kollegen gequatscht, kurze Zeit später war der Event auch schon wieder Geschichte. Endlich ist Wiedenbrück in der Tasche, mental ganz wichtig. Die Heimfahrt wurde angetreten, natürlich fing es bald wieder an zu regnen. Aber es ging, als weiter, wieder zurück bis zur Ausfahrt Diemelstadt und wieder in Richtung Süden. Ein Traktor trübte zunächst die Fahrt, dann ging es bald wieder voran. Teilweise etwas schnell, so dass ein schönes Foto nicht ausblieb. Hielt sich aber völlig im Rahmen. Gut gelaunt war man um 19h wieder zu Hause. Jetzt kann ich mich entspannen.
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