Schon vor Wochen war klar, dass es für mich heute mal wieder an die Noris gehen sollte, um das Urgestein der Liga zu unterstützen. Auch wenn mich der Fußball im deutschen Oberhaus nicht sonderlich interessiert, so reizt mich dieses Duell der Altmeister noch immer. Heute wurde die Partie somit schon zum sechsten Mal besucht. Da ich noch zwei Mitfahrer davon begeistern konnte, musste ich den Tag zumindest nicht alleine verbringen, sondern hatte ordentlich Abwechslung. Mit dem Kollegen von nebenan ging es gegen halb neun los, erste Station war Hanau, danach ging es wie gehabt die gewohnte Strecke über Aschaffenburg und Würzburg bis nach Nürnberg. Herrliches Wetter gab es heute zu bewundern, so machte der Reisebeginn schonmal viel Freude. Der Zug war anfangs noch schön leer, so konnte man es sich bequem machen. Bis Nürnberg passierte nicht viel, es wurden zwei kleine Gerstensäfte verdrückt, dazu noch bissel Frühstück. Nürnberg erreichten wir dann kurz nach der Mittagszeit. Auch hier super Wetter, allerdings richtig kalt. Wir irrten dann kurz am Handwerkerhof umher, der leider geschlossen war und erst im März wieder aufmacht. Schade, hatte ich mich doch fest auf einen Besuch dort eingestellt. Also mal weiter rumlaufen und schon bald wurde der Barfüßer betreten. Ich war sofort begeistert, ein geiler Schuppen mit Hausbrauerei, hier konnte man es sich nochmal richtig bequem machen. Während der Kollege was zu essen orderte, freute ich mich auf den hausgemachten Gerstensaft, der vollends überzeugte. Eine herrliche Sache, kann ich hier nur wärmstens weiterempfehlen. Wenn das Spiel nicht gewesen wäre, ich wäre hier wohl noch eine Weile geblieben. Aber bald musste es weiter gehen, zu dritt wurde jetzt zum Stadion gefahren. Wir quetschten uns in die bereits hoffnungslos überfüllte S-Bahn, es war unfassbar. Das war aber noch relativ harmlos zu dem, was uns bei der Abfahrt erwarten sollte. Am Frankenstadion, so wie ich es immer noch nenne, wurde dann noch ein letzter Drink eingenommen und dann ging es auch schon hinein in die Hütte. Es waren einige Gäste gekommen, die außer der Nürnberger Choreographie nicht sonderlich viel geboten bekamen. Die erste halbe Stunde wurde noch ganz ordentlicher Fußball gespielt, danach brachte man gar nichts mehr zu Stande, so dass die harmlosen Nürnberger völlig ungefährdet einen wichtigen Heimsieg einfuhren. Doch das war noch nicht genug, die schöne Rückfahrt stand uns ja noch bevor. Die Massen strömten zur S-Bahn Station, dort gab es das alljährliche Drama. Während nach Altdorf mehrere Bahnen fuhren, wurde der Hbf nur von den planmäßigen Zügen angesteuert, das ist eine echte Schande. Einfach unbegreiflich, wie das hier geplant ist bzw. nicht. Da sollten sich einige doch mal ein paar Gedanken machen. Es ging zum Glück gut aus und um kurz nach sechs konnte der Regionalexpress noch erreicht werden. Die Heimfahrt wurde noch bissel verquatscht und bald war man auch schon wieder in der Heimat angekommen. Eine herbe spielerische Enttäuschung, die dem schönen Ausflug aber nichts anhaben konnte.
Samstag, 29. Januar 2011
1. FC Nürnberg - Hamburger SV 2:0
Schon vor Wochen war klar, dass es für mich heute mal wieder an die Noris gehen sollte, um das Urgestein der Liga zu unterstützen. Auch wenn mich der Fußball im deutschen Oberhaus nicht sonderlich interessiert, so reizt mich dieses Duell der Altmeister noch immer. Heute wurde die Partie somit schon zum sechsten Mal besucht. Da ich noch zwei Mitfahrer davon begeistern konnte, musste ich den Tag zumindest nicht alleine verbringen, sondern hatte ordentlich Abwechslung. Mit dem Kollegen von nebenan ging es gegen halb neun los, erste Station war Hanau, danach ging es wie gehabt die gewohnte Strecke über Aschaffenburg und Würzburg bis nach Nürnberg. Herrliches Wetter gab es heute zu bewundern, so machte der Reisebeginn schonmal viel Freude. Der Zug war anfangs noch schön leer, so konnte man es sich bequem machen. Bis Nürnberg passierte nicht viel, es wurden zwei kleine Gerstensäfte verdrückt, dazu noch bissel Frühstück. Nürnberg erreichten wir dann kurz nach der Mittagszeit. Auch hier super Wetter, allerdings richtig kalt. Wir irrten dann kurz am Handwerkerhof umher, der leider geschlossen war und erst im März wieder aufmacht. Schade, hatte ich mich doch fest auf einen Besuch dort eingestellt. Also mal weiter rumlaufen und schon bald wurde der Barfüßer betreten. Ich war sofort begeistert, ein geiler Schuppen mit Hausbrauerei, hier konnte man es sich nochmal richtig bequem machen. Während der Kollege was zu essen orderte, freute ich mich auf den hausgemachten Gerstensaft, der vollends überzeugte. Eine herrliche Sache, kann ich hier nur wärmstens weiterempfehlen. Wenn das Spiel nicht gewesen wäre, ich wäre hier wohl noch eine Weile geblieben. Aber bald musste es weiter gehen, zu dritt wurde jetzt zum Stadion gefahren. Wir quetschten uns in die bereits hoffnungslos überfüllte S-Bahn, es war unfassbar. Das war aber noch relativ harmlos zu dem, was uns bei der Abfahrt erwarten sollte. Am Frankenstadion, so wie ich es immer noch nenne, wurde dann noch ein letzter Drink eingenommen und dann ging es auch schon hinein in die Hütte. Es waren einige Gäste gekommen, die außer der Nürnberger Choreographie nicht sonderlich viel geboten bekamen. Die erste halbe Stunde wurde noch ganz ordentlicher Fußball gespielt, danach brachte man gar nichts mehr zu Stande, so dass die harmlosen Nürnberger völlig ungefährdet einen wichtigen Heimsieg einfuhren. Doch das war noch nicht genug, die schöne Rückfahrt stand uns ja noch bevor. Die Massen strömten zur S-Bahn Station, dort gab es das alljährliche Drama. Während nach Altdorf mehrere Bahnen fuhren, wurde der Hbf nur von den planmäßigen Zügen angesteuert, das ist eine echte Schande. Einfach unbegreiflich, wie das hier geplant ist bzw. nicht. Da sollten sich einige doch mal ein paar Gedanken machen. Es ging zum Glück gut aus und um kurz nach sechs konnte der Regionalexpress noch erreicht werden. Die Heimfahrt wurde noch bissel verquatscht und bald war man auch schon wieder in der Heimat angekommen. Eine herbe spielerische Enttäuschung, die dem schönen Ausflug aber nichts anhaben konnte.
Samstag, 22. Januar 2011
Heracles Almelo - AZ Alkmaar 0:0
Hardenberg wurde schnell wieder hinter uns gelassen und es ging zügig weiter nach Almelo, wo das Erstliga-Match gegen AZ auf dem Programm stand. Wir waren doch sehr früh da, noch nicht viel los, also konnten wir erstmal ohne Probleme das Auto abstellen. Dann ging es die paar Meter erstmals zum Ground, die Kassen hatten schon offen und ohne Probleme konnten wir ein Ticket kaufen. Von der unsäglichen Klubkarte war hier nix zu sehen. Glücklich ging es wieder zurück, mal in der angrenzenden Turnhalle vorbeischauen, ob es dort im Warmen noch etwas Gutes zu bewundern gab. Aber lassen wir das, Mutter-Kind-Turnen war dann doch nicht das Schmankerl, was wir uns erhofft hatten. Also wieder raus und noch mal einen Versuch beim gelben Fastfood starten, diesmal war das auch etwas besser. Aber wirklich gebraucht hätte ich das nicht, aber was will man machen, wenn man Hunger hat. Man musste schließlich irgendwie auch der Kälte trotzen, die da schon wieder um die Ecke kam. Runtergeschluckt, verdaut und schon mussten wir uns spurten, um den Anpfiff nicht zu verpassen. Gerade so schaffte man das auch noch, denn erst ging es rechts rum und dann wieder zurück, bis wir einen gescheiten Eingang fanden. Dann begann der Dreck, ekliger grüner Kunstrasen wurde hier auf den Boden gelegt, mir wurde ganz schlecht. Ja geht es denn überhaupt nicht mehr ohne? Was versprecht ihr euch denn von dieser grünen Grütze? Ich kanns nicht verstehen. Ich werde es auch nie verstehen. Wie kann man diesen Sport nur so mit Füßen treten, das hat nichts mehr mit Fußball zu tun. Wenn in Grönland einer Kunstrasen verlegt, habe ich vielleicht noch Verständnis, aber hier in Zentraleuropa? Aber die merken ja gar nix mehr, mal davon abgesehen, dass man da drauf überhaupt nicht kicken kann. Der Ball springt nur hin und her, ist kaum noch zu kontrollieren, sieht auf jeden Fall immer wieder richtig scheiße aus. Das Spiel war genau so wie der Untergrund, unfassbar schlecht. Plastikfußball vom Feinsten, da dreht sich mir der Magen rum. Gut, dass es doch recht schnell vorbei war, nichts wie raus, ein paar Bilder noch von der kleinen Hütte und nichts wie weg. Die Rückfahrt zog sich teilweise wie Kaugummi, was wohl daran lag, dass ich einfach nur total platt war. Am Ende standen zwei neue Grounds, immerhin. Aber so was wie in Almelo will ich eigentlich gar nicht mehr sehen...
HHC Hardenberg - Excelsior 31 Rijssen 0:2
Nach dem letzten Schauspiel am Bieberer Berg ging es für mich am heutigen Samstag hinein in das neue Jahr. Ich schloss mich heute mal wieder dem zuverlässigen Reisedienst aus Langenselbold an, geplant war ein ganztäglicher Ausflug in die Niederlande. Bei schönem Winterwetter ging es früh los, um neun Uhr war Treffpunkt am bekannten Ort. Der Reisebus traf auch kurze Zeit später ein und los ging es in Richtung Ruhrgebiet. Im Sauerland wurde es dann ziemlich weiß, dann zog Nebel auf, dann fing es tatsächlich auch an zu schneien. Aber das Reisemobil fuhr sicher und es gab keine größeren Probleme, wenn man mal von den Scheibenwischern absieht. Ob die jemals erneuert werden, ich weiß es nicht. Es ging quer durch den Pott, links, rechts, gerade aus und dann endlich in Richtung Norden. Ich war jetzt schon wieder total platt und müde. Aber jetzt musste man da durch. Dann kam endlich Gronau, von dort ging es rüber nach Enschede, dann waren es noch paar Kilometer bis zum Zielort Hardenberg. Kurz vor dem Ort erblickten meine müden Augen dann auch den Ground, siehe da, mit schöner Tribüne auf der Seite versehen. Auf dem Rasen liefen auch ein paar Zeitgenossen rum, also war alles gut. Da noch genug Zeit war, ging es nochmal zum Speisen in das nahegelegene Fastfood-Restaurant. Pfui Teufel, bei dem Scheiß krieg ich jetzt schon wieder Bauchweh. Ein elender Hamburger wurde dort präsentiert, lieblos zusammengeklebt mit einer Scheibe Fleisch, ansonsten nichts dran. Kann man auf keinen Fall weiterempfehlen. Finger weg davon! Das Stadion konnte sich allerdings sehen lassen. Ein schöner Ort zum Verweilen, nette Tribüne, Stufen auf beiden Seiten und man kann überall schön herumlaufen. Wunderbar, ich weiß das jedes Mal wieder aufs Neue zu schätzen. Hier fiel also der erste Ground in diesem Jahr. Das Match war nicht schön anzusehen, die Gäste trafen zwei mal ins Schwarze, doch nach der Pause hatten die Hausherren etliche gute Möglichkeiten, die alle vergeben wurden. Es wäre sicherlich nochmal richtig spannend geworden. Aber so strömten die Massen bereits kurz vor Abpfiff nach draußen, was uns natürlich gar nicht entgegen kam, wollten wir doch zeitig hier weg und weiter nach Almelo. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir uns vom Parkplatz trennen und ab ging es wieder in Richtung Süden zum nächsten Kick.
Mittwoch, 19. Januar 2011
Kickers Offenbach - 1. FC Nürnberg 0:2
Dann wollen wir mal. Noch einmal sollte es für mich nach Offenbach gehen, dort hin, wo ich vor vielen Jahren alle zwei Wochen vor Ort war, um Fußball zu schauen. Hier, wo ich groß wurde, wo man mitfieberte und sich identifizieren konnte. Doch davon war in den vergangenen Jahren schon nicht mehr viel zu spüren, die Liebe von einst hatte schon einige Risse bekommen. Doch heute musste und wollte ich noch einmal hier hin, mir den Ort anschauen, den ich bis heute immer noch einzigartig finde. Am Rande der Stadt liegt der Bieberer Berg, treu und schön. Doch hier wird es nicht mehr lange so bleiben, die Leute haben sich vom Kommerz der Fußballwelt anstecken lassen und werden den Berg plattmachen, ihn niederreißen, um ihn an gleicher Stelle mit viel Glas, Beton und Plastik wieder neu aufzubauen. Es wird herrliche Vip-Logen geben, Einheitsbrei auf der Tribüne und um das Stadion herum, also all das, was sich der gemeine Fan wünscht. Hoffenlich wird auch bald mit Karte bezahlt, es gibt Bratwurst für vier Euro und alkoholfreies Bier für fünf. Ach wie schön, hoffentlich steigt man noch auf, dann wird das Ganze noch etwas teurer. Vorbei ist hier die schöne Fußballzeit, wo man bei Wind und Wetter seinen Verein unterstützt hat, egal ob zwei- oder dreitausend Zuschauer vor Ort waren. Das war eine herrliche Zeit, davon ist nichts mehr geblieben. Aber ich will nicht klagen, ich bin eher dankbar, dies miterlebt zu haben. Eine unvergessliche Zeit. Obwohl ich mich schon seit längerer Zeit abgewandt habe, tat es heute doch ziemlich weh, das Stadion noch einmal richtig voll erleben zu dürfen. Ein letztes Mal. In der zweiten Halbzeit gab es dann einen bemerkenswerten Punkt, nämlich als die Nürnberger den Innenpfosten trafen und der Ball von dort wieder ins Feld sprang. Jetzt tobte der Berg, das war jene Stimmung, die hier jahrelang fantastisch war. Ein großer Dank an alle, die da mitgemacht haben. Machs gut, alte Heimat! Nichts wird wieder so sein, wie es einmal war...
Sonntag, 12. Dezember 2010
Bologna FC 1909 - AC Milan 0:3
Zum Glück konnte ich gut schlafen, trotz der widrigen Umstände. Wir konnten heute im Prinzip ausschlafen, denn es ging erst um halb sieben raus. Schnell noch ein ungenießbares Frühstück einwerfen und dann nichts wie weg hier. Ist das hier nicht ein Badeort? Wieso gibt es dann solche Hotels hier? Es war noch ziemlich kalt an diesem Morgen, das änderte sich auch nur langsam. Am Bahnhof wurde dann das erste Ticket gezogen und es ging auf die Reise nach Bolgona, wo heute das Match gegen Milan auf dem Programm stand. Die Züge hier sind schon kult, alt und verwatzt, die Sitze sehr fraglich, aber immerhin sind die Preise mehr als ok. Die Fahrt zog sich sehr hin, ich war bereits jetzt schon wieder total platt, konnte mir kaum vorstellen, wie ich den Tag überleben sollte. Kämpfen, nicht aufgeben. Als weiter, irgendwie wird es schon gehen. In Bologna tummelten sich die Massen, der Busbahnhof wurde zügig aufgesucht und dann mit dem erstbesten Bus zum Stadion gefahren. War alles recht überschaubar hier, an den alten Kassen wurde dann ein Ticket geholt, nach Vorlage des Persos war das kein Problem. Dann ging es bissel zu Fuß ums Stadion, das von außen schon sehr interessant aussieht. Von Kommerz war hier überhaupt nichts zu sehen, das sollte sich dann auch so fortsetzen. Es ging dann auch bald hinein in die Schüssel, die zu gefallen weiß. Keinerlei Wellenbrecher, einfach mal Sitzschalen hingeklebt, bis oben hin, dazu auf der Gegenseite der herausragende Turmbau, sehr interessant. Es zog allerdings ziemlich hier, trotz Sonnenschein ein sehr kaltes Vergnügen. Durchhalten war angesagt. Das Match begann dann irgendwann, Bologna spielte einfach unterirdisch, Milan siegte ohne große Anstrengung ganz locker drei zu null. Doch der Spaß in der Kurve war weiterhin vorhanden, es wurde fast pausenlos gesungen und Stimmung gemacht. Die kam ganz oben zwar nicht so an, doch als wir zum Schluss unten waren, war es doch schon sehr laut. Das Match war aus, es ging wieder zurück in die Stadt, natürlich mit dem Bus, was auch sonst. Dann wurde das erste warme Essen an diesem Wochenende am Bahnhof eingenommen, das tat richtig gut. Dann ging es weiter nach Venedig mit der Bahn, über Ferrara und Padova. Mit mir war nicht mehr viel los, völlig entkräftet erreichte ich dann den Flughafen in Treviso. Ich sehnte mich nach dem eigenen Bett, doch noch waren einige Stunden zu überwinden. Der Flieger hob dann endlich ab und nach etwa einer Stunde war Hahn auch schon wieder erreicht. Hier herrschte eisige Kälte, unglaublich war das. Die Heimfahrt erwies sich nochmal als Herausforderung, erst das Auto freikratzen, dann weiter auf die Autobahn, wo erstmal die Scheibe nach unten fiel. In Sekunden wurde es eisekalt im Auto, was nun? Die nächste Abfahrt ging es runter und das Fenster konnte wieder gerichtet werden. Ansonsten wären wir wohl erfroren. Danach gab es allerdings keine Hindernisse mehr, die Heimat wurde um viertel nach eins erreicht und die Tour war Geschichte. Das Jahr ging somit erfolgreich zu Ende. Jetzt lassen wir das ruhig angehen, mal schauen, was das nächste Jahr so bringt. Erstmal kommen die Lidl-Tickets zum Einsatz und dann wird sich alles andere schon zeigen. In diesem Sinne, schöne Weihnachten und bis bald!
Samstag, 11. Dezember 2010
SS Folgore/Falciano - AC Juvenes/Dogana 1:5
An diesem Wochenende sollte die letzte Tour des Jahres stattfinden. Dabei wurde mit San Marino sogar ein neuer Länderpunkt in Angriff genommen. Da ließ ich mich sogar zum Fliegen überreden, ist ja eher nicht mein Fall. So ging es sportlich um viertel vor fünf am Samstag raus aus dem Bett, ein handlicher Rucksack wurde gepackt und ab ging es nach Hahn zu den Freunden von Ryanair. Kurz vor dem Abflug wurde es dann endlich hell, in der Luft ging dann alles ganz schnell. Raus aus den Wolken und hinein ins Sonnenlicht, ein herrliches Panorama war dann bald von oben zu sehen, die Alpen leuchteten hinauf. Auch der Anflug auf Rimini war ok, so dass ich das zumindest gut überstanden hatte. Auch wenn man im Flugzeug ab und zu schon sehr genervt wird, kommt man sich doch mehrfach vor wie in einem Werbefilm. Das schlechte Wetter war nun hinter uns, schöne 15 Grad und purer Sonnenschein warteten hier auf uns. Nach kurzer Zeit bekam man dann schon das italienische Temperament vorgeführt, ein netter Zeitgenosse sprach uns an, ob wir auch auf den Bus warteten. Zusammen ging es dann in die Innenstadt nach Rimini, wo der Bus nach San Marino genommen werden sollte. Nach ein paar Metern war mir bereits schlecht, es ging ruckelnd und ohne Geduld durch die Gassen, hier ein bisschen Hupen, hier ein bisschen Pöbeln, Italien halt. Wunderbar! Für günstige acht Euro konnten wir dann die Fahrkarten nach San Marino lösen, für etwa zwei Stunden Fahrtzeit sehr preiswert. Der Bus brauchte einige Zeit, um aus der Stadt hinaus zu kommen, es ging doch recht schleppend. Doch dann rauschte er die Berge nach San Marino hinauf, das war wie Achterbahnfahren. Das Nationalstadion wurde passiert und es ging immer höher hinauf, eine sagenhafte Landschaft hier. Kann man nicht anders sagen. Die Hauptstadt wurde erreicht, jetzt begann das Abenteuer erst richtig. Bus nach Fiorentino? Ja, gab es, man musste nur mit dem Fahrstuhl nach unten fahren und schon wurde der Busparkplatz erreicht. Auch hier wieder Gehupe und Gepöbel, ach war das schön. Ein Bus fuhr dann tatsächlich mit uns los, wohin, keine Ahnung. Ich hatte kein gutes Gefühl, am nächsten Stadion ging es dann mal zur Sicherheit raus, doch hier war nicht das erhoffte Ziel. Was nun, ich hatte keine Ahnung, keinen Plan, weder im Kopf, noch ausgedruckt. Also wieder rein in den Bus, der jetzt mit tausenden Schülern gefüllt war. Aber wir durften zum Glück noch mit und es ging tatsächlich zum ersehnten Zielort. Ein Schild mit Stadio wurde gesichtet, schnell raus aus der Hölle und verschnaufen. Dann ging es die letzten Meter zu Fuß und der Ground wurde nach etwa zwanzig Minuten erreicht. Mehr Glück als Verstand war das heute, muss man ehrlich so zugeben. Aber irgendwie musste das ja alles passen, es wartete schließlich ein neues Land auf uns. Bis zum Spiel waren noch zwei Stunden Zeit, die irgendwie totgeschlagen wurde. Dann begann das Vergnügen auf dem schönen Kunstrasen, der hier scheinbar überall im Land herumliegt. Aber da sah ich heute drüber hinweg, der Rest war viel wichtiger. Es wurde uns sogar ein interessantes Spiel geboten, das leicht hätte zweistellig ausgehen können. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich zwar nicht, wer hier spielte und wer führte, aber auch das war mir völlig egal. Nach den neunzig Minuten ging es flugs wieder ab ins Zentrum, dort wurde allerdings vergeblich auf den Bus gewartet, der einfach nicht kam. Es gab somit nur noch eine Möglichkeit, wieder nach San Marino zu kommen. Der letzte Bus um kurz nach sechs kam dann auch zum Glück und nahm uns wieder mit zurück. Ansonsten wäre das unschön geendet hier. So war alles gut und der Reisebus nahm uns wieder mit nach Rimini. Ich war platt ohne Ende, es war kalt, ich war durchgefroren. Ich stellte mir heute öfters mal die Frage nach dem Warum, doch am Ende war ich doch wieder überzeugt von der Sache. In Rimini ging es dann noch zu Fuß einmal rund um den Bahnhof herum zum Hotel. Die Gegend war mir schon recht unsympathisch, das Hotel wurde es dann auch. Was für ein Schuppen, einfach nur schlimm. Duschen konnte ich mich hier nicht, wenigstens waren die Toilette und das Bett zu gebrauchen. Im TV kam allerhand Quatsch, unerträglich. Total fertig ging es dann schnell ins Bett, schlafen und einfach nur abschalten.
Sonntag, 21. November 2010
Rheydter Spielverein - HSV Langenfeld 4:2
Wir kamen gut aus Grevenbroich raus, klappte soweit sehr gut. Auf der Autobahn dann allerdings ein kleiner Schnitzer, denn die Ausfahrt in Richtung Mönchengladbach und Venlo wurde verpasst. Also eine kleine Ehrenrunde drehen, die etwa drei Minuten Zeit kostete. Das war aber zu verschmerzen, denn die Ankunft laut Navi zeigte noch zehn Minuten Puffer an. So war es dann letztlich auch, pünktlich parkten wir das Auto am Stadion, welches in der Dunkelheit hell in gelben Farben leuchtete. Wo ist denn bloß der Eingang hier, da war zu, dort auch, dann lasst es halt bleiben. Durch das Lokal unterhalb der Tribüne ging es dann doch rein, schön geordnet lagen Karten und Programmhefte für uns bereit. Also auch beim zweiten Kick alles in Ordnung. Doch es wurde noch besser. Ich kannte den Ground ja bereits, war damals kurz drin, als ich das Grenzlandstadion nebenan gemacht hatte. Aber heute hatte das hier ein wahnsinnig geiles Flair, das allerdings auch nur knappe 80 andere Zuschauer haben wollten. Aber egal, für uns hatte es eh einen anderen Stellenwert. Das Flutlicht tauchte die Stufen und den Platz in einen grellen Gelbschimmer, sagenhaft. Dazu wurde es sackdunkel und richtig kalt, ein herrlicher Abend. Wir machten beide an die hundert Fotos, verpassten so sogar die ersten beiden Tore der Hausherren. Eine gute halbe Stunde waren wir nur am Knipsen, ohne Worte. Aber was sollten wir auch machen, der Ground zog uns an wie ein Magnet. Eine Perle im deutschen Fußball-Land, kann man nicht anders beschreiben. Auf der linken Hintertorseite gibt es 31 Stufen, auf der Gegenseite 19. Ein riesiges Ding hier, das schätzungsweise 20.000 Plätze hat. Wir genossen jede Minute, gingen dann noch eine zweite Runde und waren bissel traurig, als der Schlusspfiff ertönte. Jetzt mussten wir uns leider schon wieder verabschieden. Ein erfolgreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen, bei Köln gab es dann allerdings einen ekligen Stau, der gut eine halbe Stunde kostete. Also war man erst gegen elf Uhr zu Hause. Das machte aber nichts, denn der Tag war mal wieder absolut erfolgreich gewesen. Hoffentlich bleibt Rheydt immer so, wie es ist. Nicht, dass einer noch auf die Gedanken kommt, dort Kunstrasen zu verlegen oder irgendetwas abzureißen. Aber ich denke nicht. Da habe ich ein gutes Gefühl...
TuS Grevenbroich - VfB Solingen 2:1
Ein schöner Samstag im November, recht trübe und frisch. Was kann man da schöneres machen, als zum Fußball zu fahren? Eine kleine Tour stand bevor, schmackhaft wurde diese gemacht mit zwei Spielen im Westen der Republik. Um kurz nach zehn ging es los, kurz noch beim Bäcker vorbeischauen, abgelaufenes Bier war auch mit von der Partie, dazu das übliche Zeugs. Pünktlich war ich am Treffpunkt, der Fahrer traf dann auch bald ein und los ging es über die A45 in Richtung Westen. Eine entspannte Fahrt ohne große Ereignisse, entspanntes Reisen war angesagt. Bei Olpe dann wie üblich auf die A4, dann kurze Irritationen rund um Köln, aber ohne weitere Probleme kam man dann in Grevenbroich an. Und das sehr zeitig, so muss das sein. Wir stellten das Auto am Ground ab, holten uns kurz die Spielbestätigung und gingen dann planlos nochmal in die Innenstadt, die Zeit musste ja irgendwie rumgehen. Hier mal geschaut, dort mal geschaut, aber alles in allem recht unspektakulär. Auch die Versuche, Markus die Dönerbuden schmackhaft zu machen, scheiterten. Dann lass es halt bleiben, ich war ja bereits gut gesättigt. Also rein ins Stadion, nette Karte am Eingang geholt und diese gerade noch vor dem Durchreißen bewahrt. Schnell wurde die Beute im Geldbeutel versteckt, da kommt keiner mehr dran. Eine nette Anlage wartete auf uns, große überdachte Tribüne, dazu noch ein paar Stufen auf der Gegenseite, ein guter Start in den heutigen Fußball-Nachmittag. Kaum hatten wir auf der Tribüne Platz genommen, klingelte es auch schon im Kasten der Gäste. War wohl ein Rekord-Tor, nach meinem Gefühl waren gerade mal 10 Sekunden gespielt. Fehlpass zum Torwart, dieser wurde ausgespielt und dann aus spitzem Winkel gegen den Innenpfosten eingenetzt. Danach versuchten beide Teams, geordneten Fußball zu spielen. Aufgrund des tiefen Rasens war das aber sehr schwer, aber man konnte doch insgesamt gut zuschauen. Ein lustiges Match, denn direkt nach der Pause fiel das zweite Tor für die Hausherren. Danach ging das Geheule und Gemotze auf dem Platz los. Die Gäste kamen noch zum Anschlusstreffer, mehr erreichten sie aber nicht. Wir harrten die letzten Minuten am Ausgang, doch der Schiedsrichter ließ ordentlich nachspielen. Dann endlich der Abpfiff, kleiner Spurt zum Auto und weiter nach Mönchengladbach. Grevenbroich ist jetzt auch in der Tasche, allerdings ohne Horst Schlämmer, der trotz vielen Blicken nicht gesichtet wurde. Wohl doch nur ein Phantom?
Sonntag, 14. November 2010
FC Kleinwallstadt - TSV Krausenbach 0:3
Bei herrlichem Wetter wurde am heutigen Sonntag noch ein Kick mitgenommen, ohne viel Motivation und Reiselust ging es dann halt endlich mal nach Kleinwallstadt, um dort dem Toni-Degen-Stadion mal einen Besuch abzustatten. Nachdem das Frühstück in der Mittagszeit beendet wurde, ging es langsam los. Das Navi wurde im Prinzip nur für die letzten Kilometer gebraucht, den Rest kenne ich mittlerweile schon auswendig. Etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff fuhr ich auch schon am Ground ein, konnte dort allerdings nicht parken, da nur für zehn Autos Platz ist. Also wurde die Karre irgendwo auf die Wiese gestellt und ab ging es. Das Kassenhäuschen war verwaist, hatte scheinbar keiner Lust, zu kassieren. Auch recht, dann lasst es halt bleiben. Der Ground war in etwa so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Auf der Hauptseite gibt es eine Art halbe Tribüne mit sieben großen Stufen, die allerdings nur auf der letzten überdacht sind. Als richtige Tribüne ist das jetzt wohl nicht zu werten. Aber ganz ordentlich, sieht man mal von dem Rest der Anlage ab. Vollgestopfte Mülleimer an den Wegen, alte marode Tornetze, unebenes Gras hinter den Toren, nicht sehr einladend. Aber was solls, der Rest passte ja und das Spiel konnte kommen. Die Gäste waren dabei am Ende der klare und verdiente Sieger, die Hauseherren brachten kaum etwas zu Stande. Sportlich gesehen war das nicht unbedingt hochklassig, aber was solls, wenn man neunzig Minuten sehen kann, dann nimmt man das gerne an. Ansonsten gibt es nicht wirklich was zu erzählen. Der Kassierer kam dann tatsächlich nochmal rum, kassierte 2,50 Euro und gab mir dann auf Nachfrage eine brauchbare Karte mit Vereinsaufdruck. Immerhin, ging ich heute nicht ganz so leer aus wie gestern. Die Heimfahrt wurde zügig bewältigt, bereits um 16:40 Uhr war ich schon wieder zu Hause. Kommt wohl auch nur im Winter vor. Im Sommer sind die Spiele da noch voll im Gange. Vom Wetter her hätte es heute fast Sommer sein können...
Samstag, 13. November 2010
FV Neuthard - FC Germania Karlsdorf 2:1
Ein Samstag ohne Fußball ist schon schwer zu ertragen. Nach einer sehr langen Arbeitswoche hatte ich noch keinen blassen Schimmer, ob und was ich heute mir anschauen sollte. Ich musste raus, zuerst raus aus dem Bett und dann auf irgendeinen Sportplatz, völlig egal, wohin. Aber vorher wurden die Spielpläne nochmal sorgfältig durchgesehen und siehe da, das Derby Neuthard gegen Karlsdorf stand auch darauf. Ich hatte das bereits letzte Woche in Kronau gesehen, na gut, dann werden wir heute mal da hin fahren. Im Südwesten war zwar stürmisches, aber recht gutes Wetter vorhergesagt, das passte dann auch schonmal ganz gut. Es ging zeitig los, man will ja sicher und nicht zu spät ankommen. Die Fahrt verlief fast ohne Probleme, nur kurz vor der heimischen Autobahn wäre mir fast eine Studentin voll in die Seite gefahren, zum Glück kam es dann aber doch nicht so weit. Die Ausfahrt Bruchsal war bald erreicht, es ging gleich nach Neuthard, um die Lage zu peilen. Gut, es wurde auf dem Hauptplatz gespielt, leider war dies aber nicht der Platz mit der Überdachung, der weiter hinten im Sportzentrum angesiedelt ist. Dies war gleich gut zu erkennen, da dort gar nichts sonst ist. Aber das war mir dann egal, ich wollte auf jeden Fall das Derby schauen und blieb somit. Vorher wurde ich allerdings noch gratis zu einer Mathestunde im angrenzenden Rewe-Markt eingeladen. Drei Berliner kosten im Angebot 2,20 Euro, einer kostet 85 Cent. Das war schon zu viel, denn die Familienmutter meinte zur Bedienung, dass das Angebot ja insgesamt viel teurer wäre, was wohl an den 5 Cent am Ende liegen musste. Damit könnte man nicht so gut rechnen und das würde die Kunden nur verwirren. Ich war irgendwann so durcheinander, dass ich an meinen Rechenkünsten zweifelte. Aber das nur am Rande. Das Spiel wurde gleich angepfiffen und es ging wieder zum Platz zurück, hier war noch keine Sau da. Gut, ich rege mich ja immer wieder darüber auf, doch ich werde es auch jetzt tun. Die beiden Orte liegen ja kaum zwei Kilometer auseinander und an einem so herrlichen Tag (trocken, 17 Grad Mitte November) kommt keine Sau zum Sportplatz? Ja was wollt ihr denn noch? Ach so, es windete ja etwas, da kann man schon mal mit dem Hintern zu Hause bleiben, es kommt ja Bundesliga im Fernsehen. Dazu die lange Anreise, ich versteh schon. Die anwesenden Zuschauer bekamen jedenfalls einiges geboten, war richtig lustig heute. Es ging doch gut zur Sache, das merkte man gleich in den ersten Minuten. Es wurde sich nichts geschenkt, im Gegenteil, es wurde gefoult und provoziert, wo es nur ging. Dazu gingen die Zuschauer richtig mit, es gab sogar ein paar Tumulte. Ein sehr unterhaltsamer Tag war das letztlich doch für mich. Unterhaltsam war auch die Schlusskonferenz, die traditionell im Radio auf der Rückfahrt gehört wurde. Immer wieder schön, wenn nur nicht immer die gleichen Reporter zu hören wären. Einige gehen mir mittlerweile so richtig auf den Sack.
Samstag, 6. November 2010
VfR Olympia Kronau - VfB Bretten 4:1
Für den heutigen Samstag hatte ich mir mehrere Spiele ausgesucht, die irgendwie in die richtige geographische Reihenfolge gebracht werden mussten, sollte etwas schief gehen. Das erste Ziel sollte der Mannheimer Alsenweg werden, wo die zweite Mannschaft der Waldhof-Buben gegen die Zweitvertretung aus Sandhausen antreten sollte. Ich rechnete allerdings damit, dass das nicht klappen sollte, hatte ich vernommen, dass dort meist auf einem der tausend Nebenplätze gespielt wird. Aber man kann es ja mal versuchen. Durch den Starkregen ging es die gewohnte Strecke gen Südwesten, Mannheim war schon nach kurzer Zeit erreicht. Der Alsenweg wurde dank Navi auch ohne Probleme gefunden, mit Schlappen ging es dort aus dem Auto raus, um die Lage zu prüfen. Im Stadion wurde gebolzt, allerdings war das nur die B-Jugend. Na wenn die schon da spielt, könnte es die Zweite ja auch tun, oder? Aber nix da, mir wurde bestätigt, dass "dort hinten" gespielt wird. Ok, dann viel Spaß dabei, für mich hieß es schnell weg hier. Die zweite Station wurde angesteuert, das Sportzentrum in Kronau. Dort kam ich nach weiteren 45 km an und wurde dann auch belohnt. Es wurde dort nämlich brav im Stadion gespielt. Sehr schön, ich konnte mich jetzt zurücklehnen. Nochmal schnell in den Ort zurück, bei Kemal wurde noch ein mittelprächtiger Döner reingezogen, sollte aber die richtige Entscheidung gewesen sein, da es am Sportzentrum nur "Heiße" gab. Nix für mich. Karten und Hefte waren ebenfalls Fehlanzeige, immerhin gab es Kaffee und allerlei sinnlose Getränke in Form von Wein und anderem ekligen Zeug. Zu meiner Überraschung liefen dann sogar Linienrichter mit ein, so konnte also richtiger Fußball geschaut werden. Das hob meine Stimmung. Auch das Match stimmte einen fröhlich, bei besserer Chancenauswertung hätten die Hausherren locker zehn oder mehr Tore schießen können. Es war richtig abwechslungsreich beim Spiel des Ersten gegen den Zweiten. Am Ende aber eine klare Sache im Sportzentrum, das über eine überdachte Stehtribüne verfügt, ansonsten viel Gras im weiten Rund. Diese Anlage wurde gerne mitgenommen, wenigstens etwas. Sehr bald ging es dann auch schon wieder auf den Heimweg, jetzt fing es wieder sehr kräftig an zu regnen. Erst der Regen, dann die Meldung über einen Falschfahrer, der mir auf der A5 entgegenkam. Ich verließ kurz davor allerdings sicherheitshalber die Autobahn und fuhr bei Worms auf die A67. Muss ja nicht sein, dass mir da einer noch vorne drauf fährt. Die Schlusskonferenz konnte noch schön im Radio verfolgt werden, kurze Zeit später war ich dann auch schon wieder zu Hause.
Sonntag, 31. Oktober 2010
TV Nieder-Klingen - KSV Reichelsheim 4:0
Wo war nur die Motivation geblieben? Da hatte ich zwar eine relativ kurze Arbeitswoche, war aber aufgrund der verschleppten Erkältung immer noch nicht ganz fit, also musste letztlich der Nahverkehr herhalten. Ein Spiel wäre schon genug, also wurde am späten Samstagabend nochmal das Internet durchforstet. Nieder-Klingen hatte ich irgendwie noch im Hinterkopf und somit stand das Ziel auch recht zügig fest. Markus wurde noch überredet mitzukommen, somit war die Besatzung komplett. Aufgrund der Zeitumstellung durfte man sich noch eine Stunde länger ausruhen, was heute nicht verkehrt war. So dauerte es eine Ewigkeit, bis es endlich los ging. Noch schnell tanken, dann auf nach Langenselbold, den Gleichgesinnten eingesammelt und in einer knappen halben Stunde war die Fahrt auch schon vorbei. In dem kleinen Ort war heute alles in Ordnung, es gab Fußball zu sehen, dazu auf einer netten, kleinen Anlage mit Tribüne in der Mitte, dazu noch ein paar Stufen plus Überdachung in der Ecke. Sorgen musste ich mir heute also keine mehr machen. Das Match wurde beharrlich verfolgt, in der ersten Halbzeit wurde auch einiges geboten, insgesamt vier Tore inklusive Treffer per Fallrückzieher, feine Sache. In Halbzeit zwei dann wie befürchtet das Gegenteil, langweiliges Gekicke, zwar noch ein paar Torchancen, doch diese wurden alle vergeben. Also blieb es bei den vier Toren, auch gut. Die Anlage ist wirklich ganz in Ordnung, ganz einfach gebaut aber doch mit einem gewissen Charme. Von Kunstrasen-Quatsch ist hier zum Glück noch nichts zu sehen. Dieses künstliche Dreckszeug macht sich ja immer mehr in der Republik breit, jeder ist besessen nach diesem Kunstteppich. Wenn überall dann mal der gleiche sterile Scheißdreck rumliegt, fällt es vielleicht jemandem auf. Ich könnte mich da jetzt wieder reinsteigern, aber ich glaube ich lasse es bleiben. Die Heimfahrt dauerte nur knapp vierzig Minuten, sehr vorteilhaft. So kann man den Abend noch in Ruhe ausklingen lassen, Fenster und Türen schließen und die Süßigkeiten verteidigen. Ihr kommt hier net rein...
Montag, 25. Oktober 2010
TJ Spartak Chodov - Loko Karlovy Vary 3:0
Admira Praha war Geschichte, leider. Aber es half ja alles nichts, das letzte Match des Wochenendes wartete auf uns. Zeitlich war das anfänglich nicht ganz einzuschätzen, doch es sollte auch hier alles gut gehen. Irgendwie mussten wir erstmal aus Prag rauskommen, nach einer endlosen Zeit gelang uns das dann auch. Bayreuth war hier schon ausgeschildert, auch nicht schlecht. So war die Richtung klar, es ging als weiter, schön die letzten Kilometer über die Autobahn und dann auf die Landstraße in Richtung Karlovy Vary. Es zog sich etwas, verlassene Dörfer wurden passiert, teilweise mit schlimmen Bauten, die kurz vor dem Zusammenbruch standen, teilweise aber noch bewohnt sind. Sehr bedenklich, scheint aber zu gehen. Hier wird man das ein oder andere Mal noch zum Nachdenken bewegt, für mich immer wieder faszinierend. Zeitig wurde das Ziel erreicht, es war sogar noch eine Dreiviertelstunde Zeit bis zum Anstoß. Ganz langsam machen, der Wind hatte nochmal zugenommen, es war jetzt richtig eisig. Aber die Tribüne lockte uns letztlich doch aus dem Auto, der Ground wurde aufgesucht. Schön weitläufig hier, entspannend und locker ist das hier. Wir holten uns brav noch eine schöne Karte beim kassierenden Paar ab, die freuten sich über unseren Besuch und bedankten sich dann auch schön auf Deutsch. Sehr nett. Da wollten wir uns nicht lumpen lassen, gingen noch kurz ins Vereinsheim und spendeten noch ein paar Kronen für Kaffee und Bier. War allerdings das letzte jetzt für mich, musste Abends schließlich noch paar Meter nach Hause fahren. Es schmeckte nochmal richtig gut, doch dann war es leider vorbei damit. Mit dem Spiel war es allerdings noch nicht vorbei, in der Kälte mussten noch einmal satte neunzig Minuten verfolgt werden. Fußball-Herz, was willst Du mehr? Die erste Halbzeit verlief im Sande, nichts los auf dem Grün. Sollte es womöglich noch mal ein null zu null geben? Ach woher, nach der ausgiebigen Stadionrunde wurden uns dann noch Tore geboten, gleich direkt nach der Pause ging es los. So wurde es zum Abschluss noch einmal versöhnlich, kein torloses Remis, das hatte doch auch etwas. Abschied nehmen hieß es dann für uns, mit dem Schlusspfiff war es aus und vorbei mit dem Fußball an diesem Wochenende. Schade, sehr schade. Ich hätte noch etwas ertragen können, konnte nicht genug bekommen. Doch das Auto wollte auch wieder bewegt werden, es ging gleich los, noch kurz präparieren für die lange Rückfahrt und ab ging es. Die Fahrt verlief zunächst schleppend, die Autobahn nach Cheb war hier und da gesperrt, so dass noch etliche Kilometer Landstraße folgten. So gab es zumindest noch viele Möglichkeiten, schöne Industrie- und Gleisanlagen zu bestaunen. Gerade hier bei Sokolov gibt es davon genug zu sehen. Immer wieder faszinierend, was hier mal geschaffen wurde und jetzt zum Großteil da brach herumliegt und verrottet. Die Grenze wurde bald erreicht, noch kurz volltanken und ab ins Fichtelgebirge. Hier muss man zwangsweise noch durch, bevor man Bayreuth endlich per Autobahn erreicht. Über Bamberg, Schweinfurt und Fulda ging es dann schließlich wieder in die heimischen Gefilde. Die Fahrt wurde zum Ende hin nochmal gut verquatscht, wir kamen zufrieden wieder zu Hause an. Die Tour war geschafft, alles hatte geklappt. Kann man sich wirklich nicht beklagen, was wir ja bekanntlich auch nie tun. Ein Dank nochmal an die Organisation, ich konnte mich so zurücklehnen und konnte einfach nur genießen...
Sonntag, 24. Oktober 2010
FK Admira Praha - SK Roudnice n.L. 1:0
Drei Spiele gestern, eines am Freitag und heute sollten die letzten beiden folgen. Der Sechser war somit kurz vor dem Abschluss, sechs Spiele an einem Wochenende, verteilt von der ersten bis zur sechsten Liga, was will man mehr. Da hatte der Kollege sehr gut geplant und ich konnte das alles entspannt mitnehmen. Es ging wieder zeitig raus aus der Koje, schön duschen und dann nochmal ausgiebig frühstücken. So ging es gut gestärkt in den Tag, kurz noch auschecken und gleich wieder auf Tour. Wieder den gewohnten Weg in die Stadt, an den eingesperrten Ampeln vorbei, über die Schlaglöcher und schon war man im Geschehen. Das Wetter hielt sich noch, es war kalt und bissel feucht, hatte scheinbar in der Nacht etwas geregnet. Doch das war alles kein Thema, schnell noch übers Kopfsteinpflaster rauschen, jedes Mal wieder unerträglich. Der Magen drehte sich paar Mal rum, doch es blieb alles drin. Links den Berg hoch, als weiter, wo sollte hier bloß der Admira-Ground sein? Ein kleine Seitenstraße und schon standen wir davor. Richtig schön gelegen, unscheinbar aber gewaltig. Schönes Ticket gelöst und dann war wieder Staunen angesagt. Die gute Laune wurde noch besser, ein richtig geniales Ding hier bei Admira, einfach unbeschreiblich. Geile Tribüne mit Sitzschalen, alt, groß, genial. Dazu die Stufen auf der Gegenseite, Betonwände hinter einem Tor, auf der anderen Seite das Vereinsheim, eine perfekte Ansammlung. Hier machte es einfach nur Spaß, kann man nicht anders sagen. Da wurde gleich noch einmal zugegriffen beim Bier, für nur zwanzig Kronen natürlich ein wahres Schnäppchen. Noch ein kurzer Blick durch das kleine Fenster hinter die Theke. Hier wurde wieder fein säuberlich das Kleingeld gestapelt und in diversen Behältern gesammelt. Die Zehner da, die Fünfer da usw. Hier ist man noch glücklich mit dem Geld, was man bekommt. Da kann man sich noch erfreuen, von unsinnen Plastikbezahlkarten ist man hier noch Lichtjahre entfernt. Gut so! Hier gilt noch echtes Handwerk und kein neumodisches Plastik. Die Gegenseite wurde dann aufgesucht, von dort die erste Halbzeit verfolgt. Gute Sicht, nicht nur auf den Platz sondern auch auf die umliegenden Hochhäuser, sehr schön. Wir fühlten uns rundum wohl, da konnte uns der Wind auch nichts anhaben. Es wurde bissel gequatscht und sich am Spiel erfreut, das doch recht ordentlich war. Ziemlich schnell, dazu ohne große Fouls, richtig gut anzuschauen. Admira gewann letztlich verdient, wenn auch knapp. Die zweite Hälfte wurde dann von der Tribüne aus beobachtet, so konnte man diese Sicht noch genießen. Die Zeit ging wieder sehr schnell rum, bald mussten wir auch schon wieder Abschied nehmen. Leider wieder viel zu früh. Aber damit muss man leben, es muss ja schließlich weitergehen.
FK Mlada Boleslav - FC Viktoria Plzen 4:3
Jetzt wurde es mal wieder spannend. Jede Minute zählte, zögerte sich der Abpfiff in Kbely ziemlich hinaus. Ein kleiner Spurt zum Auto, schnell hinein und weg hier. Die Fahrt sollte etwa vierzig Minuten dauern bis nach Mlada Boleslav, fünfzig Minuten waren dafür Zeit. Nach Adam Riese zehn Minuten Puffer, sehr wenig also. Es war ja unser Ansporn, wie immer alle Spiele über die kompletten neunzig Minuten zu sehen. Also schnell auf die Autobahn, nach einigen Kilometern war diese erreicht. Jetzt wurde zügig Kilometer um Kilometer zurückgelegt, der Zielort wurde bald erreicht. Zum Glück gab es keinerlei Staus, auch in der Stadt war nicht viel los. So konnten wir problemlos noch einen Parkplatz im Gehege ergattern, ich ging dann auch schonmal gleich los. Wohin nur, links oder rechts herum? Also einfach mal den Leuten hinterher, wird schon klappen. Schnell war ich jetzt, wurde immer schneller, noch knapp zehn Minuten bis zum Anstoß. An der Kasse war nichts mehr los, so konnte gleich ein Ticket für etwa vier Euro gekauft werden und schon war man drin. Schnell noch zur Tribüne, noch kein Anpfiff, wunderbar. Es war vollbracht. Es wurde mit ein paar Minuten Verspätung begonnen, von mir aus. Jetzt war mir alles recht. Gleich den nächsten Gerstensaft holen und ab auf die Tribüne. Aus Plzen waren erstaunlich viele Leute angereist, wo die bloß herkamen? Im letzten Jahr hatten die zu Hause ja kaum Leute, aber heute war der Gästekäfig doch ziemlich voll. Es wurde ordentlich Stimmung gemacht, sowohl bei den Gästen als auch bei den Heimfans. Aber natürlich alles recht überschaubar, gut, aber nichts weltbewegendes. Das erwarteten wir aber auch nicht. Die Spieler wollten uns aber einiges zeigen. Es war ein gutes Match mit vielen Toren, völlig unerwartet. Aber auch das Ergebnis täuscht etwas, ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Aber immerhin schlugen die Einheimischen den Tabellenführer, der bisher noch kein Match verloren hatte. In dem neuen, kleinen Stadion erfreute das natürlich die Zuschauer, die waren, genau wie wir, sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Ich war erleichtert, froh, gönnte mir sogar zwei Klobasi. Die gingen auch, waren ganz ok und nicht so extrem. Viel Brot und viel Senf und noch ein Bier, passt. Sehr angenehmer Abend, gute Luft und schöner Abschluss dieses Tages. Nach Spielende blieben wir noch etwas, während der Rest schon komplett zu Hause war. Die wollten alle schnell weg, sich das ganze womöglich nochmal im TV anschauen. Wir blieben gelassen, ruhig, zufrieden. Gemütlich ging es dann wieder zurück nach Prag und ins Hotel. Mehr als die Hälfte war somit auch schon wieder vorbei, geht am Ende dann doch immer rasend schnell. Schade eigentlich...
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