Montag, 14. Juni 2010

FC Spandau 06 - NSCC Trabzonspor 4:4


Von Lichterfelde ging es anschließend mit dem Regionalexpress einmal durch die Stadt bis zum Bahnhof Spandau, wo das stinkende Gefährt wieder verlassen wurde. Viel Zeit hatten wir nicht, deswegen ging es zügig weiter in Richtung Ground. Wiederum nach einer knappen Viertelstunde war man bereits am Ziel, kurz noch durch eine kleine Parkanlage und schon konnte man den Ziegelhof betreten. Zum Abschluss gab es noch eine Kinokarte mit Vereinsnamen, gerade noch akzeptabel. Kurz ein Bild von der Anlage gemacht, dann ertönte auch schon der Anpfiff. Zeitlich hatte das also auch wunderbar und ohne Probleme geklappt. Auch hier bekamen wir wieder einiges geboten, die Anlage ist jetzt nicht der Brüller, aber immerhin gibt es Stufen sowie eine kleine aufgestellte Tribüne mit einer Handvoll Sitzplätzen. Akzeptabel. Das war auch das Match, es fielen Tore wie reife Früchte, nach klarer Führung der Gäste holten die Hausherren am Ende noch ein verdientes Remis. Ganz zur Freude der Einheimischen, die doch ganz gut Stimmung machten, einerseits von ein paar Leuten der zweiten Mannschaft, andererseits von einem Haufen älterer Herrschaften. Machte Spaß heute, auf jeden Fall. Für die zahlenden Zuschauer gab es ein Freigetränk, was ich natürlich in Form eines Gerstensafts einlöste. Zum Nachtisch dann noch eine pikante Currywurst, ganz ordentlich. Die restliche Spielzeit verbrachte man dann mit dem üblichen Gequatsche über Gott und die Welt, man war heute auf jeden Fall sehr zufrieden. Nach den neunzig Minuten verlies man dann aber leider den Ground wieder, in bequemen Schritten ging es an der Havel entlang zurück zum Bahnhof. Dort noch kurz umhergeirrt, dann der traditionelle Besuch im gelben Schnellrestaurant, bevor es dann letztlich zum Bahnsteig ging. Dort begann dann allmählich die Phase, in der wieder etwas gepöbelt wurde gegen winkende Leute, Trolleyfahrer und stehende Züge. Vor allem die elektronischen Ansagen nervten wie Sau, warum kann man diesen Mist nicht einfach wieder abschalten? Es reicht völlig, wenn man die Ansage ein bis zweimal vor Ankunft des Zuges hört, man muss einen doch nicht pausenlos beschallen. Bitte sofort ändern! Als der Zug dann endlich mal einfahren konnte, hatte man schon eine gute Verspätung herausgeholt. Doch da ging noch mehr, hier mal kurz halten, dort mal stehenbleiben, so konnte ich wenigstens meinen Anschluss in Hanau verpassen. Fein gemacht, Hauptsache die Tore der deutschen Mannschaft wurden durchgesagt. Da freute sich das Volk. Bevor ich am Hbf diesen Quatsch noch anschauen musste, verweilte ich lieber einsam auf Gleis sieben. Eine halbe Stunde später traf ich dann wieder zu Hause ein. Eine nette Tour ging mal wieder zu Ende.

Sonntag, 13. Juni 2010

BFC Preussen Berlin - VfB Hermsdorf 1:1


Nach dem guten Einstieg gestern standen heute zwei Spiele in der Hauptstadt auf dem Programm. Da man ein Hotel direkt in der Stadt bezogen hatte, musste man nicht zu früh raus. Wäre aber wohl besser gewesen, denn mit jeder Minute länger im Bett wuchsen auch die Rückenschmerzen. Was für Betten, kein Kommentar. Aber für den Preis will ich mal nichts sagen, der Rest war ja wirklich ordentlich. Kurz nach neun ging es dann los, zuerst zur S-Bahn-Station, um von dort in den Süden der City zu kommen. Die Fahrpreise sind hier ganz ok, für wenig Geld kam man ganz in den Süden nach Lankwitz. Dort musste man sich kurz orientieren und schon ging es per Pedes auch schon weiter. Nach einer geschätzten Viertelstunde war man dann auch schon angekommen, kurz an der Kasse das Ticket gelöst und rein ging es ins Vergnügen. Was man hier wieder geboten bekam, erfreute das Hopper-Herz. Ein richtig geiles Teil, zwar ohne echte Tribüne, dafür aber mit alten Stufen rundherum ausgestattet, richtig klasse! So macht das Spaß. Da noch keine Zuschauer anwesend waren, ging es wie immer zuerst zum Fotoshooting ins weite Rund. Was brauch ich WM-Rotz in sinnlosen Neubauten, wenn ich sowas haben kann? Mit den Händen im Sand wühlen, während man sechste Liga schaut, einfach herrlich. Nach der Knipserei wurde im schönen Vereinsheim erst einmal ein Kaffee konsumiert, der allerdings nicht so doll war. Allerdings änderte das nichts an der guten Laune. Das anschließende Match fand auf sattem und geradem Grün statt, hallo Seppl, hier solltest Du mal vorbei schauen. Auch im Amateurbereich kann man sowas auf die Beine stellen, Kompliment dafür an dieser Stelle. Kann man nur hoffen, dass der angrenzende Kunstrasenplatz nur zum Training benutzt wird. Das Spiel war indes nicht besonders aufregend, immerhin wurden zwei Tore erzielt. Ist ja für manche Leute auch ganz wichtig. Am Ende wurde es nochmal richtig knapp mit der Zeit, der Schiri und seine Assistenten ließen sich sehr viel Zeit, scheinbar hatten auch sie Gefallen gefunden an diesem schönen Ort. Dann endlich doch der Schlusspfiff und ab ging es. Es waren nur etwa zwölf Minuten Zeit bis zur nächsten S-Bahn, die unbedingt erreicht werden musste. Unter höllischen Schmerzen in den Schienbeinen gelang das dann auch, mit letzter Kraft die Stufen hoch und schon fuhr die Bahn auch ein. Nächste Station war der Bahnhof Lichterfelde-Ost. Schon war der Preussen-Ground wieder Geschichte, aber die Gedanken sind noch da. Sollte man unbedingt gesehen haben, ist nur zu empfehlen.

Samstag, 12. Juni 2010

FV Motor Eberswalde - FSV Union Fürstenwalde 3:3


Nach einer geschätzten Fünfzig-Stunden-Woche war am heutigen Samstag mal etwas Erholung angesagt, wenn man das so nennen kann. Da die Amateure noch immer fleißig kickten, konnte ein schöner Dreier in Brandenburg und Berlin mitgenommen werden. Fusionsgerüchte aus Eberswalde ließen uns letztlich keinen Zweifel an der Tour, der Verein und der Ground mussten unbedingt noch fallen. Am Morgen ging es bereits um sechs Uhr aus der Koje, schnell das übliche Prozedere und dann zur ersten Zwischenstation nach Hanau. Dort wartete ich auf meinen Mitfahrer und um halb acht ging es in den ICE nach Berlin. Die Hinfahrt verlief noch ganz gut, keine besonderen Vorkommnisse. Dazu wurde noch ein Ruheabteil bezogen, so konnte man zur Abwechslung mal ganz entspannt reisen. Kein Kinderkrach, keine Handy-Rabauken, einfach nur schön. Die Stöpsel ins Ohr und zurücklehnen. Leider hatte ich mich bei der Wahl der Klamotten völlig vertan, eine kurze Hose sowie ein dünnes T-Shirt, mehr war nicht mit an Bord. Je länger die Reise ging, umso kälter wurde es. Warum müssen die denn die Sechserabteile immer in Kühlschränke verwandeln, ist etwa schon Stromsparen angesagt? Wahrscheinlich müssen demnächst wieder die Preise erhöht werden. In Berlin angekommen ging es erstmal auf Erkundungstour durch den pompösen Bahnhof, kann sich wirklich sehen lassen. Nur hinaus gehen sollte man nicht, dort gibt es nämlich nichts zu sehen als Doppelstöcker-Busse. Ein seltsames Treiben hier. Kaum vorstellbar, dass das die Hauptstadt ist. Mit dem IC ging es dann noch eine gute halbe Stunde weiter nach Eberswalde, dort war es jetzt richtig kühl. Vom Bahnhof waren es zu Fuß etwa zwanzig Minuten zum Ground. Ein richtig schönes Ding mit einigen Stufen, kleiner zweigeteilter Tribüne und einem richtig kultigen Sprecherturm. Das alles gefiel sehr gut, nette Karte gab es außerdem, das Match konnte also in aller Ruhe beginnen. Auf Heimseite gab es sogar eine Fanszene, die große Unterstützung von Anhängern von Blau-Weiß 90 hatte. Am Anfang wurde gegen die drohende Fusion mit Bernau protestiert. In der ersten Halbzeit ging es nur schleppend hin und her, aber trotzdem stand es irgendwann mal null zu drei. Das Spiel war wohl gelaufen, so dachte man zumindest. Aber geirrt. Nach der üblichen Platzbegeherei wurde die zweite Hälfte angeschaut, dort kamen die Hausherren tatsächlich noch zum Ausgleich. Insgesamt ein recht ordentliches letztes Heimspiel im Westendstadion, die Anreise hatte sich gelohnt. Sogar einen Flitzer bekam man hier heute geboten. Der ältere Herr aus Berlin wurde nach ein bis zwei Minuten dann vom Platz befördert und dann auch des Stadions verwiesen. Man muss es ja nicht gleich wieder übertreiben, ohne Worte. Nach dem Abpfiff ging es gemächlich wieder zum Bahnhof zurück, für fünf Euro wurde ein Ticket zurück in die Metropole gelöst. Ohne größere Ereignisse ging dann der Tag langsam zu Ende.

Sonntag, 6. Juni 2010

FSV Geislitz - VfB Oberndorf II 3:2

Bis wir am Auto waren und dann in Geislitz wieder einen Parkplatz gefunden hatten, vergingen schon ein paar wertvolle Minuten, so dass der Anpfiff leider nur von außen verfolgt werden konnte. Aber das war heute wohl eher nebensächlich. Was mache ich hier eigentlich, fragte ich mich mehrmals. In der Hitze war es kaum zum Aushalten, aber es musste natürlich jetzt durchgezogen werden. Das Match ist schnell erzählt, nach dem deutlichen Erfolg im Hinspiel waren die Hausherren im Prinzip schon durch, aber auch nach drei weiteren Toren wurde von außen immer noch stark hereingepoltert. Muss man aber nicht verstehen. Die Hopper-Horde versammelte sich an der Eckfahne im Schatten und unterhielt sich mehr, als auf das Match zu achten. Wie immer halt. Zu erwähnen sei aber noch die gute Käsebratwurst, die hier auf einem winzigen Grill gebruzzelt wurde. Wirklich mal was anderes. Kurz vor Schluss ging es dann für mich noch auf Platzrunde und dann schnellstens nach Hause ins Kühle. Was ein Tag, wie kann man nur so platt sein? Könnte wohl an fünf Spielen in fünf Tagen liegen, dazu noch anderthalb Tage gearbeitet, während andere sich entspannten. Ja, daran könnte es gelegen haben...

SG Altenhasslau/Eidengesäß - Genclerbirligi Nidda 2:0

Nach drei erfolgreichen aber auch harten Stunden im Büro ging es heute zum Doppler in der Relegation quasi direkt vor die eigene Haustüre. In Hanau wurde noch schnell ein weiterer Interessent eingesammelt, dann ging es kurze zwanzig Minuten über die Autobahn, schon war man vor Ort. Sehr warm heute, das machte es nicht unbedingt einfacher. Aber letztlich hatte ich es ja überlebt. Durch die Fusion der beiden Vereine FSV Altenhasslau und SKG Eidengesäß wird Jahreszeit abhängig entweder auf dem schönen Rasenplatz in Eidengesäß oder auf dem Kunstrasenplatz in Altenhasslau gekickt. Heute wurde die Partie natürlich auf Naturgrün ausgetragen, was auch 350 andere erfreute. Ansonsten aber eher ein schwacher Besuch, schwach war auch das Spiel. Dennoch den Akteuren vollen Respekt für neunzig Minuten Fußball in dieser Hitze! Nach dem Führungstor wurden zwei bengalische Feuer gezündet, was zur ersten Unterbrechung führte. Feuer bitte ausmachen, hieß es von unten. Wieder mal maßlos übertrieben. Der DFB straft das sicher mit einem Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder mit Reiseverbot der Fans. Hallo Herr Zwanziger, wie wärs? Bitte schreiten Sie ein! Zwischendurch gab es sogar kurze Rangeleien zwischen Einheimischen und Gästen, auch etwas übertrieben wie ich fand. Danach folgte das Übliche, mehrere rote Karten und nur noch Motzerei. Komisch, dass dafür immer noch Luft da ist. Ich jedenfalls kann es nicht nachvollziehen. Letztlich gewannen die Hausherren verdient und erhalten sich somit die Chance auf einen möglichen Aufstieg. Direkt nach dem Abpfiff ging es die drei Kilometer weiter ins nächste Kaff, Relegation zur B-Liga.

Samstag, 5. Juni 2010

VfL Sindelfingen - SV Böblingen 6:3

Kaum zu glauben, dass es schon wieder fünf Spiele innerhalb von fünf Tagen wurden, dazu alles mit dem Auto gefahren, schon waren wieder knapp 1500 km zurückgelegt. Ob das alles noch Spaß ist oder doch schon wieder zu sinnlos? Aber was hilft es, wenn man süchtig ist. Ist halt schwer bis unmöglich, davon loszukommen. Aber genug der Vorrede. Nach dem Stadtderby in Donaueschingen stand heute ein weiteres Derby auf dem Programm. Dazu musste man nur südlich von Stuttgart fahren, die direkten Nachbarstädte Sindelfingen und Böblingen trafen aufeinander. Vom heimischen Hof ging es zu zweit weg, der Rest wurde in Aschaffenburg eingesammelt, voll war das Auto. Bei heißen Temperaturen musste spätestens nach Würzburg die Klimaanlage eingeschaltet werden, anders war es kaum zu ertragen. Heute ging es richtig früh weg, nach den zwei Blamagen in diesem Jahr hatte ich keine Lust auf einen erneuten Reinfall. Dann eier ich doch lieber mal ein bis zwei Stunden früher los. Die Zeit ging doch relativ schnell rum, im fahrbaren Untersatz wurde sich doch sehr kurzweilig über die gewohnten Themen unterhalten. Kurz noch um Stuttgart herum und schon war man in Sindelfingen vor Ort, kurz nach der Autobahnausfahrt dann der Derbybeweis, nach rechts einen Kilometer nach Böblingen, nach links einen Kilometer nach Sindelfingen. Nett. Der Ground wurde natürlich direkt angesteuert, war ganz gut ausgeschildert. Das saftige Grün war bestens vorbereitet, also alles in Ordnung. Da noch reichlich Zeit vorhanden war, begab man sich noch zum samstäglichen Mittagstisch in die angrenzende Innenstadt. Hier sah es auch schon recht gut aus und für wenig Geld wurde eine üppige aber leider auch mittelmäßige Mahlzeit verdrückt. Mit drei zu einer Stimme wurde dabei ein Schattenplatz bevorzugt. Zur Frustbewältigung leerte der Verlierer erst mal drei viertel der Ketchup- und Mayovorräte. Nach dem Speisen rückten wir dann aber wieder aus zum Ground, es ging einmal drum herum und schon begrüßte man uns am Eingang. Einmal durch das Gebäude und schon durfte man die schöne Kinokarte in Empfang nehmen. Dank meiner Erfahrung konnte diese allerdings in der Pause durch einen Haufen abgelaufener Saisonkarten ersetzt werden. Da es heute um nichts mehr ging, waren natürlich auch die erhofften tausend Zuschauer nicht mehr gekommen, gerade mal dreihundert mögen es gewesen sein. Ich sag dazu mal nichts, das kotzt einen einfach nur an. Wenigstens wurde uns spielerisch was geboten, obwohl dies anfangs nicht so aussah. Am Ende gab es neun Tore, mehr als wir je erhofft hatten. So konnte das Kapitel Sindelfingen/Böblingen doch noch sehr zufriedenstellend beendet werden. Nach insgesamt etwa 480 km erreichte man bereits wieder die Heimat. War quasi Nahverkehr heute.

Donnerstag, 3. Juni 2010

SV Brachttal - VfR Meerholz II 0:2

Endlich konnte ich heute auch mal in die Relegation einsteigen. Dabei hatte ich letztes Jahr ebenfalls genau am gleichen Tag das erste Entscheidungsspiel gesehen. Der Weg war heute nicht ganz so weit, so dass ich erst eine Stunde vor Kickoff los musste. Feines Wetter, dazu die Aussicht auf drei schöne Hefeweizen am Abend, so lässt es sich doch gut leben. In gemächlichem Tempo ging es nach Schlierbach, wo der SV beheimatet ist. Platz eher schlecht als recht, ohne Eingang und Zäune, einfach irgendwo eine Wiese hingestellt. Aber so ist das halt auf dem Lande und man muss es akzeptieren. Wenigstens zeigt die angrenzende Wächtersbacher Keramik noch etwas vom alten Flair. Das Match war eher schlecht als recht, vom Heimteam außer ein paar Weitschüssen in der ersten Halbzeit im Prinzip nichts zu sehen, das sieht doch stark nach Abstieg aus. Leider. Die Reserve aus Meerholz war auch nicht der Renner, die schwache Leistung reichte aber noch aus für einen klaren Erfolg. Am Ende waren immerhin etwa 250 Zuschauer gekommen, die sich dieses Spiel anschauen wollten. Nach dem Schlusspfiff wurde noch kurz auf der Wiese verweilt, dann ging es auch schon wieder in Richtung Heimat. Von den drei Weißbieren hatte ich allerdings nur zwei geschafft, das andere wird noch schön für morgen zurückgestellt.

Mittwoch, 2. Juni 2010

DJK Donaueschingen - FV Donaueschingen 3:2

Heute stand eine etwas längere Fahrt auf dem Programm. Nach dem Aufstieg des FV Donaueschingen in die Verbandsliga wollte ich heute unbedingt noch die Chance wahren, mir das Derby noch einmal anschauen zu können. Gegen Mittag wurde die Firma verlassen, was heute zum Glück kein großes Problem darstellte. Gegen ein Uhr sollte dann der mitfahrende Kollege in Darmstadt eingesammelt werden, doch textilische Gründe, so will ich das mal nennen, brachten den Zeitplan erst mal gründlich durcheinander. Aber das ging noch, es war ja noch genügend Zeit und so kam zumindest bei mir keine Hektik auf. Irgendwann ging es dann los und da der Zug in Heidelberg nicht mehr wie geplant erreicht werden konnte, ging es halt mit dem Auto in den Schwarzwald. Was solls, heute war mir alles recht. Die Autobahn war noch frei und die Fahrt verlief ohne Probleme, als weiter in Richtung Süden, bis Offenburg endlich auftauchte. Dort dann runter vom Highway, die B33 wartete auf uns. Bis zum Ziel waren es noch knapp 100 km Landstraße, aber auch das machte heute riesigen Spaß. Donaueschingen wurde pünktlich erreicht, nach kurzer Prüfung der Gegebenheiten ging es noch auf einen Dönerteller in die Stadt. Zeit war nicht mehr viel, das Match stand kurz bevor, also runtergeschlungen und wieder zurück. Der Platz ist jetzt zwar nicht der tollste, aber der Rest stimmte heute einfach. Ein ganz lockerer und schöner Fußballabend im Südschwarzwald, am Ende doch einige hundert Besucher, obwohl es im Prinzip um nichts mehr ging. So verlief auch die erste Halbzeit, da passierte rein gar nichts. Aber in Hälfte zwei ging es dann rund, jetzt war es ein richtig gutes Derby. Der FV ging mit zwei Toren in Führung und wähnte sich schon als Sieger, doch die Hausherren schlugen zurück und drehten das Match noch. Beim Siegtreffer gab es sogar einen richtigen Amokjubel unter den Einheimischen, Spieler, Zuschauer und Betreuer auf einem Haufen. Das gefiel. Die Fahrt hatte sich auf jeden Fall gelohnt, das passte heute alles ganz gut. Direkt nach dem Schlusspfiff wurde das Gelände verlassen, es stand ja noch die Heimfahrt auf dem Programm. Kurzer Tank- und Rewestopp in St. Georgen, dann wieder nach Offenburg und nach Hause. Nach über 700 km war ich an diesem Mittwoch bzw. jetzt Donnerstag wieder zu Hause. Südbaden ist auf jeden Fall immer eine Reise Wert.

Sonntag, 30. Mai 2010

SpVgg Erlangen - ASV Fürth 1:2

Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen des traditonellen Fußballs. Endlich sollte der alte Ground in Erlangen angefahren werden, dort wo die Spielvereinigung von 1904 beheimatet ist. Da die Verbindung mal wieder ganz passabel war, wurde die Eisenbahn heute ohne weitere Gedanken bevorzugt. Der Sommer war keineswegs in Sicht, zur Sicherheit wurden wieder die Allwetterklamotten eingepackt. Um kurz nach zehn ging es von Kahl in Richtung Unterfranken, die Strecke führte wie immer über Aschaffenburg nach Würzburg, dort ging es nach kurzem Aufenthalt über Schweinfurt und Bamberg bis in die Universitätsstadt Erlangen. Wie so oft, fuhren auch diesmal wieder merkwürdige Menschen mit, einfach unbegreiflich was sich da so in den Zügen am Wochenende tummelt. Es ging dann endlich raus aus dem Zug, jetzt stand ein längerer Marsch zum Ground an, schätzungsweise 2,5 Kilometer. Kurz vor dem Ziel erwischte es uns dann, von oben gab es eine herrliche Dusche. Das Vordach von einem Studentencafe kam da gerade recht. Nach kurzer Wartezeit ging es dann erwartungsvoll weiter, nach wenigen Minuten ging es auch schon rein in das Ding. Auf Nachfrage gab es sogar brauchbare Karten. Das Spiel der zweiten Mannschaft lief noch und so ging es noch zum Weizenbiertest in das Vereinslokal. Der Test wurde bestanden, schmeckte heute sehr gut. Nachdem wir sämtliche interessante Zeitungen durch hatten, konnten wir uns allmählich ins Freie begeben. Der Ground hielt genau das, was er versprach. Sehr geile und alte Tribüne komplett aus Holz, dazu an den Seiten noch einige Stufen. Ein herrliches Ding, was brauch ich da den ganzen Arenen-Scheiß, wenn ich mich 105 Minuten hier ergötzen kann? Ach, lassen wir das, sonst reg ich mich nur wieder auf. Ansonsten gibt es hier noch die übliche fränkische Anzeigetafel und auf der Gegenseite noch eine Stufe, auf der sich heute aber aufgrund des Wetters keiner aufhalten wollte. Auf dem nassen aber gut bespielbaren Rasen wurde nichts großartiges geboten, am Ende sollten wir mit drei Toren zufrieden sein. Einen Grill gab es heute leider nicht, war auch irgendwie verständlich, da dieser wahrscheinlich weggeschwommen wäre. So musste nach dem Match noch etwas Essbares her, nachdem man mit dem Bus wieder am Bahnhof angekommen war, wurde dort noch ganz ordentlich in einer angrenzenden Dönerbude gespeist. Kurze Zeit später ging es dann auch schon wieder los, über Fürth und Würzburg wurde die Heimat bald wieder erreicht. Wobei der mitfahrende Kollege immer mehr durchdrehte, sich über Gott und die Welt beschwerte, was in der Baustelle kurz vor Hanau den Höhepunkt erreichen sollte. Den Erlanger Waldsportpark kann ich an dieser Stelle nur wärmstens empfehlen, sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

SVK Beiertheim - FC Spöck 0:3

Nach ruhiger Fahrt gelangten wir pünktlich zehn Minuten vor Anpfiff nach Karlsruhe. Das war alles kein Problem. Problem war nur, dass sich im großen Stadion an der Hermann-Veit-Straße keine Zuschauer eingefunden hatten, diese waren natürlich wie befürchtet auf einem der Nebenplätze versammelt. Da die Zeit für Reichenbach jetzt knapp war, blieben wir halt hier. Am Eingang sammelte ich dann für die freudige Reisegesellschaft erst mal ein paar Karten ein, die dann freudig entgegengenommen wurden. Das Match war nicht sonderlich interessant, die meiste Zeit wurde mit dem üblichen Gequatsche verbracht. Zu erwähnen sei aber noch das schöne Führungstor der Gäste, ein satter Schuss aus zwanzig Metern direkt ins Dreieck. Ansonsten wurde zwar schnell hin und her gespielt, aber ohne die ganz großen Aktionen. Die Gäste siegten am Ende verdient. Der Platz liegt direkt hinter der neuen modernen Sitztribüne des Leichtatlethikstadions. Mir war ja eh klar, dass dort nicht gekickt wird. Ist ja meistens so. Aber auch so ging man nach den neunzig Minuten sehr zufrieden wieder zum Auto zurück, hier noch schnell ein Schnappschuss von der eisernen Jungfrau und schon ging es auch wieder zurück nach Hessen. Nach einem kurzen Stopp in Darmstadt am Hauptbahnhof wurden auch die letzten Meter noch zurückgelegt und so war man zeitig an diesem Samstag wieder zu Hause. Im TV wurde dann noch der Grand Prix verfolgt, der ebenfalls mittlerweile zu einer Medien-Show mutiert ist. Wenigstens konnte man sich das ein oder andere Lied gut anhören.

Samstag, 29. Mai 2010

VfR Achern 1907 - SV Rust 5:1

Um die Quote in diesem Jahr mal wieder etwas aufzubessern, standen an diesem Samstag mal wieder zwei Matches auf dem Programm. Endlich wurde mal Achern angefahren, für viele zwar sinnlos, da unterhalb der Oberliga, für uns aber vollkommen in Ordnung. Am vereinbarten und mittlerweile altbekannten Treffpunkt ging es pünktlich los, zuerst in Richtung Frankfurter Kreuz und dann gleich scharf rechts ab in Richtung Karlsruhe. Mitfahrer Nr. 3 wurde wie fast immer in Darmstadt am Hauptbahnhof eingesammelt, leider erst nach einem kleinen Umweg, denn das Gelaber über die sinnlose und übertriebene WM-Berichterstattung ließ uns wieder etwas kochen, die Ausfahrt wurde prompt verpasst. Wo müssen wir eigentlich raus, ah, genau hier wäre es gewesen. Dann halt die nächste Ausfahrt wieder raus und drehen, danach wurde die Route wie geplant fortgesetzt. Mit ausreichend Puffer im Gepäck war es dann kein Problem mehr, der Ground wurde pünktlich erreicht und man konnte gemütlich dort hin schlendern. Die Sonne brannte jetzt wieder ätzend herab, an der Kasse dann der Komfort in Form einer Kinokarte, auch herzlichen Dank dafür. Warum soll es hier auch gute Tickets geben, vollkommen überflüssig. Ei dann lasst es halt bleiben. Nicht aufregen, bringt sowieso nichts. Dafür konnte das Stadion gefallen, schöne Tribüne und Stufen auf der Gegenseite, kann sich sehen lassen. Wir hockten uns auf die Tribüne, dort hatte man einen guten Blick über das Geschehen. Das Spiel entwickelte sich eher gemächlich, doch schon bald wurden die ersten Pöbeleien hauptsächlich von Seiten der Gäste laut. Dies steigerte sich so, dass es in der Halbzeit zu richtigen Tumulten vor der Tribüne kam, ein großes Handgemenge zwischen Spielern, Betreuern und auch Gästefans. Alles sehr übertrieben, aber irgendwie auch lustig. Das ließ für den zweiten Spielabschnitt nichts gutes verheißen und genau so kam es dann auch. Die unsympatischen Gäste verloren immer mehr die Geduld, es wurde nur noch geschimpft und gemotzt. Dafür gab es dann auch noch ganze fünf rote Karten, vier für die Gäste und eine für das Heimteam. So war die Niederlage für Rust besiegelt. Kurz vor Ende der Partie wollten die Offiziellen die Spieler schon vom Platz holen und die Partie beenden, doch zum Glück ging es dann doch noch bis zum Schluss weiter. Für die Scheiße, die man verzapft, sollte man dann aber auch gefälligst gerade stehen. Ohne Worte sowas. Direkt nach dem Schlusspfiff ging es für uns auch schon wieder los, so bekamen wir hier nichts mehr mit.

Sonntag, 16. Mai 2010

FC Remscheid - 1. FC Union Solingen 1:1

Die Fahrt führte laut elektronischem Ansagegerät erstmal zurück nach Bochum und von dann weiter in Richtung Wuppertal. War zwar nicht der direkte und kürzeste Weg, aber wohl der schnellere. Es war jetzt schön warm und das Auto dementsprechend gut aufgeheizt. Die Fahrt dauerte nicht lange, um viertel nach eins fuhren wir in Remscheid ein und sahen schon bald einige eindeutige Gestalten in der Nähe des Bahnhofs und in den angrenzenden Straßen. Auch Polizei war vorhanden und das in ausreichender Menge. Nach kurzer Irrfahrt und einem Stopp an der Tankstelle ging es auch schon rein ins Vergnügen. Der Eingang sehr nett und alt, die Kasse konnte man kaum erkennen, so klein waren die Fenster, man konnte das Geld gerade so durchreichen. Die schöne alte Karte wurde mit Freude entgegengenommen und mit fünf Euro war das auch preislich in Ordnung. Zum Ground braucht man hier nicht viel zu sagen, sehr schön alt und kultig, man kann hier regelrecht die Tradition spüren. Die Gäste aus Solingen waren am anderen Ende untergebracht, weit weg vom übrigen Geschehen. So spielte sich jedenfalls im Stadion direkt nichts ab. Der Letzte aus Solingen ging dann auch in Führung, die Remscheider waren vor allem in der ersten Halbzeit total harmlos und so war dies auch verdient. Die Stimmung auf Heimseite blieb allerdings recht gut, auch wenn der Mob vornehmlich aus der bereits bekannten Nachwuchsgeneration bestand. Der FC musste eigentlich gewinnen, um noch die Chance auf den Klassenerhalt zu haben. In der zweiten Halbzeit ging es dann etwas besser bei den Hausherren, aber das war immer noch alles andere als guter Fußball. Irgendwie fiel dann doch noch der Ausgleich, der Ball wurde förmlich reingestolpert ins Tor. Bei beiden Torjubeln wurde der Zaun jeweils etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber im Großen und Ganzen blieb das hier doch ruhig. Das zähe Spiel ließ die Zeit kaum rumgehen, dazu gab es noch nervtötende Anfeuerung von der rechten Seite mit Trommel und diesen überflüssigen, WM-wahnsinnigen neumodischen Tröten, die sonst bisher nur in Barcelona und Madrid zum Einsatz gekommen sind. Aber auf der anderen Seite für die Tradition und das Röntgenstadion einstehen, die sollten sich mal Gedanken machen, was sie wollen. Wir wollten jedenfalls nach Schlusspfiff direkt wieder nach Hause. Bis zur Autobahn mussten noch ein paar Kilometer Landstraße gemeistert werden. Bei Meinerzhagen ging es dann wieder in Richtung Siegen und Gießen, bereits um viertel nach sieben kamen wir wieder in der Heimat. Ein ordentlicher Fußballtag ging zu Ende, mal wieder schön um elf Uhr in Essen gewesen und dann noch den Ground in Remscheid abgehakt, so kann das weitergehen. Die nächste Tour folgt mit Sicherheit.

Union Frintrop – DJK Adler Frintrop 5:4

Nach wenigen Stunden Schlaf ging es an diesem Sonntag bereits wieder sehr zeitig aus den Federn. Das geniale Konzert gestern in der verbotenen Stadt dauerte doch ziemlich lange, dann auch noch die Verspätung von zwanzig Minuten. So kam man erst um eins ins Bett und um halb sieben ging es dann auch schon wieder los. Die Motivation war durchaus vorhanden. Nach wenigen Minuten Fahrt wurde Markus an der Shell eingesammelt, danach ging es über Gießen, Siegen und Dortmund die gewohnte Strecke in Richtung Essen, wo das erste Spiel an diesem Tag stattfinden sollte. Zuerst sollte es ja nach Bergeborbeck gehen, doch nachdem ich gesehen hatte, dass es vom Namen her nicht unbedingt ein Derby war, entschied ich mich spontan für das Match in Frintrop. Markus war letztlich auch mehr oder weniger einverstanden und nach kurzweiliger Fahrt durch den Ruhrpott fuhren wir um viertel nach zehn in Frintrop ein. Hier musste erstmal die Lage gepeilt werden, am Ende sah es tatsächlich so aus, als teilen sich Union und die Adler die Sportanlage am Wasserturm. Wobei man erahnen kann, dass Union wohl früher auf dem Hartplatz nebenan kickte. Aber für uns war das ok und so warteten wir bei einem ersten Kaffee für achtzig Cent auf den Anstoß. Dieser erfolgte auch bald und zu diesem Derby waren auch ganz ordentlich Leute gekommen, am Ende schätzungsweise etwa zweihundert. Und die bekamen ordentlich was geboten. Der Kick war zwar nicht besonders hochklassig, doch es fielen ordentlich Tore. Nach dem Pausentee gönnten wir uns eine von den guten Bratwürsten und verpassten in diesen paar Minuten doch tatsächlich drei Tore! Auch nicht schlecht. Wir gesellten uns dann schnell wieder unter die Zuschauer, jetzt ging es nämlich munter weiter auf dem Kunstrasen. Die Gäste, die hier eigentlich gar nicht Gast waren sondern fast komplett die Zuschauer stellten, lagen dann bereits kurze Zeit später mit zwei zu vier vorne. Das Spiel schien gelaufen, doch nichts da, nach ein paar Minuten stand es plötzlich vier zu vier. Sehr interessant hier, wir ahnten nicht, dass es hier so gut werden könnte. Union schaffte dann auch tatsächlich noch den Siegtreffer mit neun Mann. Das erste Match an diesem Tag konnte sich also sehen lassen. Direkt nach Schlusspfiff ging es wie immer zügig zurück zum fahrbaren Untersatz, es standen noch siebzig Kilometer nach Remscheid an.

Mittwoch, 12. Mai 2010

SpVgg Heigenbrücken – SV Königshofen 4:0

Eigentlich sollte es heute nach Lengers gehen, doch am Ende hatte ich auf die Fahrt an die Grenze nach Thüringen nicht mehr die große Lust. Kurz Brecki kontaktiert und dann ging es letztlich in den Spessart nach Heigenbrücken, dort wo man schon etliche Male mit dem Zug vorbeigefahren ist. Die Fahrt sollte nicht so lange dauern, doch kurz vor Jakobsthal dann die beführchtete Umleitung. Erst mal rechts ran und in den Atlas schauen, doch es gab wirklich keine Alternative. So ging es noch ein paar Meter weiter durch den schönen dichten Wald. Aber dennoch war ich mal wieder viel zu früh am Ort des Geschehens. Es ging kurz noch zum Bahnhof, aber Brecki traf ich dort nicht mehr an. Dann halt doch schon zum Ground und halt noch ein bissel warten, bin ich ja schon gewohnt. Nach kurzer Zeit erschien der Kollege dann auch und so wurden die neunzig Minuten zu zweit verbracht. Am Eingang gab es auf Nachfrage erst Kinokarten und dann sogar richtige Karten, so dass wir beide schon etwas begeistert waren. Das Match war für die zehnte Liga doch ganz ansprechend, jedenfalls in der ersten Halbzeit. Richtig schön anzuschauen. Aber kalt war es heute, man dachte, der Winter kehrt wieder zurück, das kann doch alles nicht wahr sein. In diesem Tal war das kaum auszuhalten, ich wünschte mir Handschuhe und Mütze herbei. Asche hatte mir zwar gesagt, dass er kommen würde, doch er war weit und breit nicht zu sehen. Mitte der zweiten Halbzeit kam er dann doch noch, für ein paar Minuten. Da hätte er auch ganz zu Hause bleiben können. Es wurde noch kurz die verbleibende Zeit geschwätzt, dann ging es aber auch schon wieder in Richtung Hessen. Ich nahm Jochen dann noch mit zu mir, dass er in Ruhe sein Europapokal-Finale schauen konnte. Um kurz vor zwölf fuhr ich ihn dann noch an den Bahnhof, er musste ja weiter nach Wernigerode mit Herrn Ross. Für mich war das zwar auch interessant, doch ich wollte am Vatertag mal richtig ausspannen. Konnte zwar keiner richtig verstehen, aber mir tat dies mal ganz gut. Ich will ja demnächst auch wieder angreifen.

Dienstag, 11. Mai 2010

KSV Hessen Kassel – Kickers Offenbach 1:2

Heute stand das Finale im diesjährigen Hessenpokal auf dem Programm. Dabei trafen die zwei alten Rivalen aus Kassel und Offenbach aufeinander. Das Spiel wurde in Fulda ausgetragen, dies machte wohl am meisten Sinn. So hatte auch ich nochmal die Möglichkeit, ein Spiel der Kickers zu verfolgen. Auch in dieser Saison hatte es mich nicht unbedingt zu den Spielen der Rot-Weißen hingezogen, die neuen Grounds standen mal wieder deutlich im Vordergrund. Doch am heutigen Dienstag passte das ganz gut ins Programm, nach der Arbeit ging es an den Hauptbahnhof und von dort dann weiter mit dem Zug nach Fulda. Die letzten beiden Wagen waren extra für die Offenbacher reserviert, und das mitten im Feierabendverkehr. So mancher schaute doch etwas verwundert am Bahnsteig. Ich konnte Holger und Rainer noch davon überzeugen, heute auch zu kommen und so musste ich nur eine Fahrt mit dem Zug zurücklegen und bezahlen. Ziemlich genau eine Stunde vor Anpfiff kam man dann in Fulda an, es war doch eine ordentliche Menge mit der Bahn gekommen, schätzungsweise dreihundert Mann. In Begleitung der Polizei ging es dann in gemütlichen Schritten zum Stadion, es zog sich endlos hin und erst kurz vor dem geplanten Anpfiff war man da. Am Eingang dann das übliche Chaos, alle rannten los um als erster reinzukommen. An meiner Kasse gab es dann keine Stehplätze, so dass ich erstmal mit dem Ordnungspersonal in Kontakt kam. Ich konnte mich durchsetzen und dann gleich noch an der anderen Kasse ein Ticket kaufen ohne nochmal raus zu müssen. So war ich zumindest pünktlich drin. Dann das nächste Chaos, der abgetrennte Block war schon ziemlich voll, wo sollten da noch die restlichen Leute von draußen bloß hin. Nach einigen Diskussionen wurde uns dann aber doch noch der Nachbarblock geöffnet, so dass man das Spiel wenigstens annähernd verfolgen konnte. Jetzt trafen auch die anderen beiden ein und so konnte man das Match zu dritt anschauen. Kassel war an diesem Abend sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz ganz klar besser. Vom Kickers-Block war kaum etwas zu hören, ein ganz schlechter Auftritt. Immerhin gab es zur zweiten Halbzeit eine kleine Aktion mit rot-weißen Fähnchen, das war ganz passabel. Die Kasseler machten aber dennoch viel mehr Stimmung und das auch fast die kompletten neunzig Minuten lang. Zum Glück machten wir dann aber kurz vor Ende noch das glückliche Siegtor, so dass uns die Verlängerung erspart wurde. Die Nordhessen waren am Ende wohl bedient, hätten sie doch den Sieg eher verdient gehabt als wir. Für uns war das natürlich ganz ok, so konnten wir doch direkt nach dem Schlusspfiff wieder nach Hause, denn jetzt kam der große Regen. Im Auto gab es dann noch zwei Bierchen für mich und um genau zehn Uhr war ich dann auch schon wieder zu Hause. Finale gewonnen, sehr schön.