Sonntag, 22. September 2013

SK Horni Mecholupy - 1. FC Karlovy Vary 2:1

Mal sehen, ob ich heute in der Lage bin, hier etwas gescheites von mir zu geben. Tja, wieder mal sind etliche Tage ins Land gegangen. Tage, in denen ich gesundheitlich wieder an der Schmerzgrenze war, wo das Leben mal wieder in einem nur Sekunden dauernden Film an mir vorüberging. Die Warum-Frage nach allem wurde gestellt. Einfach brutal, wie schnell sich das alles dreht. Mal ganz oben, dann ganz unten. Jetzt hier und gleich da. In diesem Moment weiß ich allerdings wieder, wie gut es mir doch geht, wie ich voller Zufriedenheit und Glück auf dieses Leben schauen kann. Ja, es hat sich wieder gedreht. Ich bin wieder auf dem Weg nach oben. Zum Gipfel, dort, wo die Sonne scheint, dort, wo man den Überblick hat, wo man sich gut und stark fühlt. Dies scheint wohl die Belohnung für diese hammerharte Woche zu sein, in der es mir einfach nur beschissen ging. Was ich dennoch daraus gemacht habe, phänomenal! Ich muss mich jetzt an Horny Mecholupy erinnern und ich tue das gerne. Es ging an diesem schönen Morgen irgendwo in Prag los, oben auf einem Hang, auf einem Berg. Schöne Sache, alleine die Fahrerei war mal wieder herrlich. Dann wurde eingeparkt und es ging auch schon los mit dem ersten Kick an diesem Tag. Eine kleine Tribüne konnte hier mitgenommen werden, dazu ein ganz nettes Spiel, dass mal wieder schnell und intensiv geführt wurde. Ist halt oft so in diesen Klassen. Es geht voran. Immer wieder. Ohne Pause. Wir zogen in der Halbzeit unsere Bahnen, was nicht gut enden sollte. Wir erlaubten uns am Rande des Grüns kurz gegen den Ball zu treten, was den Unmut des einheimischen Ordners nach sich zog. Nicht alles, dass er uns noch des Platzes verwiesen hätte. Meine Güte, du Trottel, spiel dich nicht so auf. Man kann es auch übertreiben. Sei doch froh, dass Leute da sind und sich hier was anschauen. Fußball zum Angreifen. Du bist auf dem falschen Weg, mein Guter. Kann ich nicht nachvollziehen sowas. Aber egel, wir haben es alle überlebt und es wird auch nicht mehr vorkommen. Auch wenn es ein schöner Ort war, so werde ich hier wohl nie mehr aufschlagen...

Samstag, 21. September 2013

AFK Tuchlovice - FK Fercom Tynec n. Sazavou 4:2

Schnell, sehr schnell musste es jetzt gehen. Den hoppeligen Berg ging es wieder runter, kurze Orientierung auf der Landstraße, schade, leider falsch gefahren. Drehen und weiter geht es. Jetzt wurde auf die Tube gedrückt. Wir wollten unbedingt pünklich sein. Es wird mal wieder eng. Aber es scheint doch gut zu gehen. Da ist der nächste Ort und da ist auch schon das Stadion. Schnell parken und die letzten Meter rennen, dann war der letzte Ground an diesem Tage auch schon wieder erreicht. Ja, auch hier passt wieder alles. Ordentliche Tribüne auf der Gegenseite, ansonsten nichts, aber das macht auch nichts. Der Name des Gegners ist schon der Hammer. Einfach nicht zu merken. Wenn mich in fünf Minuten einer danach fragt, keine Chance. Aber dokumentiert ist es schon. Schon lange. Schon ganz lange. Auch hier gab es ein munteres Spielchen zu sehen, wie ich fand. Auch wenn der ein oder andere lieber das Schlafen bevorzugte, schaute ich mir das brav und interessiert an. Wenn dabei noch das Alphorn gespielt wird, umso besser. Aber der Trompeter nervte schon bissel hinter dem Tor, eine komische Anordnung von alten Klassikern. Nerv net und guck Fußball! Aber er guckte ja auch, er war ja da. Genau so wie die anderen, die aber eher mit sich selber beschäftigt waren. Wenn sie mal wach waren und nicht schliefen. Ich habe vielleicht keine 835 Länderpunkte, aber ich bin wach. Auch das ist ja was. Tore fielen auch einige, sodass es wieder was zum Sehen gab. Wir entschieden uns dann gegen die Bundesliga auf dem Himmelskanal und zogen nach dem Spiel wieder ab. Zwar war der Hunger noch da, mehr als Naschereien und einen Absacker in der Hotelbar gab es dann aber nicht mehr. Aber es wurde immerhin noch bissel Quatsch gelabert, Witzchen gemacht und einiges eingesackt. Dann ging jeder unter die Decke und dieser erste Tag konnte erfolgreich bilanziert werden. Jetzt war ich auch nicht mehr lange wach, aber es kickte ja auch keiner mehr. Klatsche ich halt noch bisschen im Traum. Ich freute mich schon auf den nächsten Morgen...

TJ Tatran Rako Rakovnik - MFK Dobris 4:3

Dann hatten wir endlich genug und setzten unsere Reise fort in Richtung Rakovnik. Eine schöne Fahrerei, ganz passabel. Eng und kurvenreich. Also die Straßen. Im Zielort dann kurze Verwunderung, wo denn der Ground sein möge. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es hier oben in der tschechischen Provinz noch irgendwo einen Sportplatz geben würde. Doch da, da rechts, da war er dann tatsächlich. Sieht ja schon mal ganz nett aus von draußen. Wir hielten noch kurz inne, gingen dann aber los, um das zweite Spiel am Tag zu sichten. Ja, passt doch, eine richtig nette Anlage hier. Hoch auf dem Berge, dazu Wälder, Wiesen, alles was man braucht. Tribüne ist auch vorhanden, zwar nur ganz klein, aber sie ist da. Es zog heftig hier oben. Die Hände waren eiskalt. Die Jacke half kaum, auch war nicht viel da zum Unterstellen. Müssen wir es halt ausstehen, müssen wir halt sehen, wie wir es rumbringen. Doch es wurde dann doch noch ein ganz heißer Tanz, zumindest auf dem grünen Rasen. Die Gäste liegen schnell zurück und nach drei Gegentoren sowie in Unterzahl geht hier wohl gar nix mehr. Doch weit gefehlt, der Ausgleich wird tatsächlich noch erzielt. Ein packendes Spiel, hat wirklich Spaß gemacht. Sieht man mal von der Kälte ab. Dennoch standen die Gäste am Schluss mit leeren und kalten Händen da, denn die Punkte wurden alle von der Heimtruppe eingestrichen. Ein spaßiger Mittag auf dem Berge, so lautet das Resumee. Wie das richtig geschrieben wird, keine Ahnung. Ist ja eh alles egal, ich könnte auch in Lautschrift schreiben. Aber ich lasse es, ich bin ja ordentlich und gebe mein bestes. Auch, wenns kleingeschrieben ist. Dann ertönte der Schlusspfiff und die mittlerweile sehr groß angewachsene Meute an Hoppernasen zog von dannen. Auch hier wieder eine fragliche Schreibweise, doch wen kümmerts. Mich auf jeden Fall nicht. Ich bin wieder in Gedanken bei den Spielen und Erlebnissen und das ist mir auch am wichtigsten. Mist, schon wieder kleingeschrieben. Und das jetzt noch zusammen, ich lasse es wohl lieber mal bleiben. Für den Moment jedenfalls. Drei Punkte

TJ Spartak Zebrak - Sokol Dobrichovice 3:1

Kommen wir also nach Tschechien. Wahrscheinlich das beste Land, wenn es ums Sammeln neuer Stadien geht. Das beste und wohl auch das schönste. Und vor allem das billigste. Also nicht vor allem, aber es ist halt so. Das kommt einem ja doch entgegen. Für wenig Geld optimale Versorgung. Auf jeden Fall in Form von Stadien, Tribünen, Atmosphäre. Es ist schon ein Juwel. Groß war deshalb auch unsere Freude, als wir mal wieder zu zweit am Samstag Morgen ins Auto stiegen und in Richtung Osten fuhren. Ich ließ mich mal wieder überraschen, was Dr. Holz da alles zusammengebastelt hatte. Er ist halt ein Bastler, ich bewundere dann später immer das Gesamtprojekt. Schon im ersten Ort wurde es richtig schön, denn durch die Kassenhäuschen witterte ich eine Tribüne, die hier in Zebrak einfach mal hingestellt wurde. Einfach hingestellt, hier in Zebrak. Einem Ort, der ansonsten wohl nichts hat, außer diesem geilen Teil. Aber somit konnte bei mir die volle Punktzahl erreicht werden, es gab Höchstnoten. Eine blau-weiße Holztribüne, Charme, Geruch, Kultur. Fußball-Kultur. Ich kann natürlich jedes Tomaten-Freundschafts-Spiel im Fernsehen anschauen, es geil finden, mich den ganzen Tag darauf freuen, über nichts anderes reden. Oder ich kann halt stillschweigend nach Zebrak fahren und mir das geben. Tja, man kann halt nur eines von beiden. Und ich bin keineswegs traurig, dass ich nur zweiteres kann. Fußball, endlich wieder Fußball. Pfeif doch an, ich bin heiß. Ich will jetzt die Kugel rollen sehen. Und schon ging es auch los. Schneller Fußball auf dem glatten und nassen Rasen. Machte auf jeden Fall richtig viel Fetz, hier wieder zuzuschauen. Hin und her. Und wieder hin. Und wieder her. Und nochmal. Herrlich dazu die vereinsamte Tribüne, die wir fast alleine einnahmen. Es sollte das erste von sechs möglichen Spielen sein und jetzt war ich bereits wieder voll im Element. Schöne Sache im Nachbarland. Mir gefiel es auf jeden Fall. In Sachen Getränke und Speisen hielt ich aber wie fast immer vornehm zurück. Diese Kaffeepampe hier muss nicht sein, dann lieber nichts trinken. Eine körnige Masse wird mit heißem Wasser zum Kleben gebracht, nix für mich. Auch der Fettschlauch bekanntlich nicht. Und da ich ja jetzt eh nicht mehr so den Bedarf nach Würsten habe, ließ ich es einfach bleiben. Wir harrten aus bis zum Schluss. Endlich waren alle weg und wir konnten noch bissel im Regen vor der Tribüne verweilen und diese nochmal von hier und dort fotografieren. Wir haben noch genügend Zeit bis zum nächsten Spiel. Knapp sollte es nicht werden, deshalb einfach mal kurz innehalten und noch etwas staunen...

Mittwoch, 11. September 2013

FC Freya Limbach - SV Frisch-Auf Dielbach 1:0

Das Sportangebot war groß an diesem Wochentag. Die Auswahl fiel schwer, doch dann konnte man sich auf einen gepflegten Kick im Odenwald einigen. Dazu gab es jetzt auch die schönen frühen Anstoßzeiten unter der Woche, sodass man wieder rechtzeitig zu Hause ist und dort noch ein paar Punkte machen kann. So auch heute. Frühzeitig traf ich mich mit dem Kollegen an einem neuen Pendler, von wo aus es nur noch wenige Kilometer bis zum Zielort waren. Ein ekelhaftes Wetter heute, fast schon winterlich. Regen und eisige Temperaturen, Spaß sollte das wohl keinen machen. Doch das wird schon. Limbach war erreicht, dem Kollegen waren die Zigaretten ausgegangen und er begann schon leicht zu zittern. Da wurde lieber nochmal schnell Nachschub geholt, bevor noch was passieren sollte. Dann hieß es aber Fußball schauen. Eine kleine Anlage, die mir ja schon bestens bekannt ist von früheren Vorbeifahrten. Heute ging es dann auch mal ins Innere. Auch die Frage nach Tribüne oder nicht Tribüne konnte nicht vollends geklärt werden an diesem Abend. Aber auch so war man froh, was gemacht zu haben. Hier und da mal was unter der Woche abgrasen, schon ist man am geplanten Ziel angekommen. An das Spiel gibt es keine großen Gedanken mehr. Das Siegtor wurde per Elfmeter erzielt, mehr gab es nicht. Allerdings kann man den eifrigen Linienrichter noch erwähnen, der das ein oder andere Mal etwas übertrieben mit den Spielern oder Trainern diskutierte. Meine Güte, wir sind hier in der Kreisliga B Mitte, da muss man sich ja nicht unbedingt so verhalten. Durch die eintretende Nacht ging es wieder nach Hause, Blitz und Donner machten sich am Himmel breit. Es waren bereits heute deutliche Anzeichen des Herbstes zu sehen. Spätestens jetzt gab es kein Zurück mehr, unaufhaltsam geht es in die kalte Jahreszeit. Mehr gibt es jetzt auch nicht mehr zu berichten. Ich überlege mir nur noch kurz, ob ich die Tschechei-Tour noch niederschreibe, dann hätte ich wirklich mal was weggeschafft. Aber ich weiß es nicht. Erstmal muss ich noch kurz raus, nach der Regentonne schauen. Nicht, dass dort morgen das Eis drin gefriert und das Ding platzt. Naja, dann wäre wenigstens das geplatzt, während sich die Welt da draußen immer noch genüsslich und unbeirtt weiterdreht. Mal sehen, wie lange noch...

Samstag, 7. September 2013

1. FC Miltach - FC Stamsried 0:0

Vilzing musste weichen, Miltach stand jetzt auf dem Programm. Was für ein Leckerbissen. Miltach muss einfach gemacht werden, es muss. Auch wenn der Verein mittlerweile in der Versenkung verschwunden ist, muss man einfach da hin. Wer weiß, vielleicht wird mal fusioniert und die Bude wird abgerissen. Deshalb war es gut, das heute endlich einzutüten. Wir waren kaum unterwegs, da gab es tatsächlich noch eine Umleitung. Aber das wurde gekonnt gemeistert und nach wenigen Minuten kamen wir am Zielort an. Ja, passte noch, etwa zehn Minuten verpasst, geht schon. Es waren ja auch noch keine Tore gefallen. Kein Stress, bloß kein Stress. Nicht heute, nicht hier. Die Miltacher Holztribüne leuchtete in der knalligen Sonne. Auf den Stufen hinter dem Tor roch es nach Wald, nach Holz, nach Erde, nach Blättern. Sagenhaft, dieser Ort. Genau das wollte ich haben, nicht mehr und nicht weniger. Es war mal wieder bewiesen, dass ich doch das richtige aus meinem Leben mache. Hier und heute wurde es bewiesen. Leider war das Spiel nicht annähernd so gut wie der Ground, deshalb fielen auch leider gar keine Tore. Aber auch das war nur zweitrangig. Man hofft zwar immer, dass es auch was auf dem Rasen zu sehen gibt, aber das ist nicht immer der Fall. Wie auch die Grounds nicht immer nur das Gelbe vom Ei sind. Manchmal ist es auch nur die Schale. Leider stand die Sonne bereits jetzt so tief, dass man die geile alte Holzschüssel nicht ganz gut ablichten konnte. Muss ich halt hoffen, dass ich hier nochmal vorbei komme. Irgendwann wird sich das ergeben. Nachdem wir hier achtzig Minuten ausharrten ging es leider schon wieder auf die Heimreise. Ich hätte ruhig noch etwas bleiben können, hier am schönen Regen. Wenn dort die Bälle reinfliegen, dann geht es einfach in der Turnhose hinterher, bissel schwimmen und den Ball wieder rausfischen. Schöne Ecke hier im Bayerischen Wald, ein absolutes Muss. Leider fehlt Cham ja nocht, aber auch das wird wohl bald mal gemacht. Heute wurden nur noch Punkte zu Hause gemacht, erst bei mir, dann beim Fahrer. Dabei wurde sehr wohl auf den jeweiligen Gegner geachtet. Ein guter Tag ging zu Ende, ein schöner Doppler wurde einem da heute geboten. So wird es wohl auch das ein oder andere Mal nächstes Jahr sein. Wir werden sehen. Ich bin da ganz optimistisch gestimmt...

DJK Vilzing 1967 - VfB Bach/Donau 1:0

Und die Reise geht weiter. Von Baden geht es weiter nach Ostbayern. Da, wo die Tribünen noch schlummern, da, wo es noch guten, braven Amateurfußball gibt. Bilde ich mir jedenfalls ein. Mit einem neuen Fahrer wurde am Pendler gestartet, zu dritt ging die Reise los. Bereits nach wenigen Metern aber stockte es. Im Kopf und auf der Straße. Macht das noch Sinn, zu fahren? Es regnet in Strömen, es ist mal wieder Stau. Und es geht nicht vorwärts. Die Ankunftszeit laut Navi jetzt bereits gut zehn Minuten nach Anpfiff. Vor Anpfiff wäre schon knapp, aber sogar nach Anpfiff? Ich lasse mich überraschen, was da wohl noch passieren wird. Dann löste sich der Stau etwas auf und das Gaspedal wurde durchgedrückt bis an die Wand. So verlagerte sich die Ankunftszeit wieder vor den Anpfiff. Das war natürlich gut, was aber nur mit übermäßigem Tempo erreicht werden konnte. Das Gas war dann auch aufgebraucht, so dass kurz vor dem Ziel noch getankt werden musste. Im verlassenen Vilzing kamen wir aber trotzdem noch rechtzeitig an, zwar knapp, aber es passte. Während die anderen noch ihre Fototaschen suchten, hechtete ich bereits los. Drinnen war schon alles gerichtet. Schnell die Karte eingesteckt und dann auf die Hintertorseite verzogen, um noch ein paar Bilder zu machen. Eine prima Anlage, die hier auf dem Lande steht. Das sind die guten bayrischen Grounds, von denen es ruhig noch ein paar geben darf. Zu dritt wurde das Spiel dann auf dem Holzbänkchen verfolgt, was für eine Idylle. Nichts von Stress und Hektik mehr zu sehen, es war einfach nur entspannt. Auch von der Fahrt nach Miltach wollte ich jetzt noch nichts wissen, es war ja eh klar, dass wir nicht pünktlich sein werden. Das ist dann auch ok, dann bin ich doch etwas entspannter. Auf dem Platz wurde gut geackert und gekämpft, allerdings manchmal auch etwas übertrieben. Somit kam es zu einer ordentlichen Verspätung, von der eh schon knappen Zeit wurden noch wertvolle Minuten geklaut. Aber egal, so sind sie halt, die Schweinemänner. Wir jedenfalls gaben jetzt unser bestes, raus aus dem schicken Teil und weiter nach Miltach. Endlich, würde ich sagen, denn dort wollte ich ja auch schon etliche Male hin. Heute sollte es endlich so weit sein. Die Kühe und Schweine ließen wir hinter uns und ab ging es auf die Schnellstraße...

Mittwoch, 4. September 2013

SV 1899 Langensteinbach - Post Südstadt Karlsruhe 0:2

Endlich kommen wir zu Langensteinbach. Es war einer der schönsten Tage in diesem Jahr. Einfach mal wieder was unter der Woche machen. Das macht doch irgendwie immer am meisten Spaß. Bei Zeiten wurde der Hammer fallen gelassen, die Schürze wurde beiseite gelegt, die Hände nochmal gewaschen und dann ging es aufs Pferd. Die Industriestadt ließ ich hinter mir, es ging in Richtung Westen, dann in Richtung Süden. Schön war es heute. Ein sonniger und entspannter Herbsttag. Oder war das noch Sommer? Keine Ahnung. Hier geht es ja nicht um die korrekte Darstellung der Jahreszeiten, hier geht es um mehr. Ich machte es heute perfekt. Am Zielort war noch genügend Zeit, um sich mit Essbarem einzudecken. Dann durfte es auch schon zum Stadion gehen, welches etwas oben auf dem Berg liegt. Und es liegt schön da. Einfach schön. Übermäßig große Tribüne, das machte schon was her. Karten gab es wie erwartet nicht. Aber auch das ist mittlerweile ok, denn darum geht es ja nicht vordergründig. Es geht ums Ganze. Und das passte heute mal wieder. Unter der Woche muss es auch passen. Es darf nicht nicht passen. Während die Leichtathleten eine Runde nach der anderen liefen, hockte ich mich auf den harten Beton ganz oben und verfolgte mit den anderen Einheimischen das Spiel. Gepflegt, ordentlich, sportlich einwandfrei. Tore fielen dann auch noch, zwar spät, aber immerhin. So wurde alles abgerundet, bevor ich wieder in die Karre stieg und nach Hause fuhr. Einfach nur schön heute. Manchmal sind es halt diese kleinen Dinge, die mir das Leben versüßen. Und daran sehe ich mal wieder, wie gut es mir doch ging und geht. Ich habe hier mit den Buchstaben Spaß, während einige auf der Welt nicht mal Klamotten zum Anziehen haben. Es ist ungerecht, verdammt ungerecht. Ich zweifele jetzt daran, dass das so in Ordnung ist, was ich mache. Vielleicht sollte ich doch mal umdenken und mich anderweitig orientieren. Es ist so, wie es ist. Es wird schon so alles seine Richtigkeit haben. Aber hinterfragen, dass sollten wir uns alle mal. Immer und immer wieder. Egal, in welchen Klamotten wir stecken. Wir haben immerhin welche...

Samstag, 31. August 2013

FC Lingolsheim 1911 - ASL Robertsau 0:5

Ich habe es geschafft. Der Bericht aus Gengenbach ist geschrieben, wahrscheinlich der schwerste der letzten Zeit. Ich muss zugeben, es läuft hier noch nicht alles rund. Doch vielleicht geht es ja jetzt immer ein Stückel besser. Ich denke schon. Jedenfalls hat sich Gengenbach jetzt erledigt und es fällt eine große Last von mir. Zu erwähnen sei noch, dass das Spiel dort erst um fünf Uhr begann und somit die Abfahrt wohl außerplanmäßig spät war an diesem schönen Samstag. Doch auch das nur am Rande, ich will Euch bzw. Sie hier nicht langweilen. Der Kaffee ist auch schon kalt, meine Güte was ein Kram. Aber so langsam macht es mir wieder Freude hier zu schreiben, auch wenn es noch größtenteils Mist ist, den ich hier so von mir gebe. Aber es muss ja nicht immer alles Hand und Fuß haben und sachlich richtig niedergeschrieben sein. Es gibt ja mittlerweile so viel schlaue Leut in unserem Land, da brauch ich mich ja nicht noch einreihen. Will ich ja auch gar nicht, ich will ja immer noch ich sein. Auch das hatten wir ja schon ein paar Mal, deswegen komme ich jetzt langsam und sicher mal nach Lingolsheim, wo ja noch das Abendspiel stattfinden sollte. Zeitlich war es doch eng, da konnten wir uns eigentlich nicht viel erlauben. Taten wir dann aber doch. Es gipfelte im Zeitfahren, Ehrenrunden wurden gedreht. Und das nur, weil man Hunger hatte wie Sau. Aber gefunden haben wir nichts mehr. Wir mussten einfach ausharren. Als wir dann erneut auf den Parkplatz am Stadion fuhren, standen die Spieler bereits auf dem Platz und liefen ein. Das schaffen wir natürlich locker, gehen wir erstmal rein, den Kaffee können wir dann auch später noch aus dem Auto holen. Hauptsache beim Anpfiff im Stadion gewesen. Natürlich nicht, es wurden brav die neunzig Minuten geschaut, die auch ganz ok waren. Ein schönes Spiel wie ich fand, viele Tore nach katastrophalen Fehlern der Einheimischen. Lustig teilweise. Aber auch nach dem fünften Tor wurde noch gekämpft und man war noch sehr motiviert. Aber das half alles nichts mehr. Der Robert war heute mit seiner Sau einfach besser und zog in die nächste Runde ein. Wir verließen dann das weitläufige Rund wieder, schauten nochmal kurz zurück und flogen dann wieder die fast schon gewohnte Route über Frankreich nach Hause. Ich als bekennender Frankreich-Fahrer fand es heute mal wieder sehr angenehm hier und mit zwei neuen Grounds in der Tasche konnte ich gelassen wieder in den heimischen Hof fahren. Kaffee gab es jetzt allerdings keinen mehr...

SV Gengenbach 1920 - FV Ebersweier 2:2

Heute war Schweinetag. Erst kam der Eber aus Weier, dann kam dem Robert seine Sau. Aber der Reihe nach. Ich muss hier bereits schon bissel ausschmücken, weil ich vermute, dass es hier kaum noch was zu berichten gibt. Mal sehen. Der August näherte sich ganz stark dem Ende entgegen, da kam ein Doppler gerade noch recht, so dass die Bilanz noch einmal etwas aufpoliert werden konnte. Der Kollege aus dem benachbarten Freistaat lud zur Tour nach Südwesten und Frankreich ein. Also er lud ein, ich fuhr. Alles kein Problem, konnte ich immerhin wieder das Autofahren üben, nachdem im August doch hauptsächlich auf die Eisenbahn zurückgegriffen wurde. Wahrscheinlich ging es um die Mittagszeit los und unterwegs war wohl nichts weiteres passiert außer dem üblichen Verkehrschaos in Richtung Karlsruhe und so weiter und so fort. Kann auch sein, dass das jetzt hier alles Müll ist und gar nicht stimmt. Dann isses halt so, dann erzähle ich halt Käse. Ist mir auch völlig Wurscht. Wurscht, Käse, was kommt noch? Ich weiß es nicht, versuche hier jetzt nur bissel voran zu kommen, was mir hoffentlich auch gestattet sei. Kurz nach Offenburg tauchte Gengenbach bereits auf. Am kleinen Stadion wurde schön brav eingeparkt und dann ging es auch schon ins Getümmel. Gut, war nicht ganz so viel los. Aber viel verpassen durften wir natürlich auch nicht. Wobei es tatsächlich kaum was zu bestaunen gab, außer dem Ground, der doch ganz brav und schön in das Tal gebettet ist und immerhin über eine Tribüne verfügt sowie ein paar Stufen auf der Gegenseite. Das war aber auch schon fast alles. Fast? Das war alles, es gibt hier wirklich gar nix mehr zu berichten. Aber das war mir ja schon vorher klar. Gengenbach, was sollte ich hierzu noch sagen? Nichts, außer dass es jetzt auch zur Sammlung gehört. Für den Außenstehenden wohl nicht nachvollziehbar, dass man hier gar nichts mehr erwähnt von dem Tag im Schwarzwald. Ja, was soll ich denn noch sagen? Das ist alles gar nicht so einfach. Und da das Ende der Zeilen gar nicht näher kommen will, breche ich hier jetzt einfach mal ab. Naja, jetzt habe ich ja fast noch eine Ewigkeit geschrieben. Und viel Müll...

Sonntag, 25. August 2013

1. FC Union Berlin II - 1. FC Magdeburg 3:1

Ich hatte doch tatsächlich ganz gut geschlafen, was aber auch nichts dran änderte, dass sich heute nochmal der Fehlerteufel bei mir einschlich. Aber im Nachhinein ist das ja alles Wurscht, nur in diesem Moment war das halt doof. Aber egal, ich werde auch das überleben bzw. ich habe es ja schon. Die teure Fahrt von Leipzig nach Berlin war also vorbei und jetzt musste ich mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Ich holte wieder Geldnachschub, kaufte dann noch ein paar Happen und auf ging es, die letzten paar Kilometer mit der S-Bahn warteten auf mich. Es lief soweit wieder ganz gut, dann gab es aber leider keinen richtigen Automaten mehr und ich hatte mal wieder keine Verbindung ausgedruckt. Egal, muss ich halt nach Hause telefonieren. Das war dann auch erledigt und jetzt konnte es endlich losgehen. Sah auf dem Plan ganz nah aus, entwickelte sich aber als ganz schön weit. Das wird nix mit der frühen Verbindung, im Leben nicht. Aber abwarten, ich kann mich ja heute noch steigern und eventuell wird das ja doch noch was. Als ich dann endlich am lang ersehnten Sportpark ankam, war es vollbracht. Jetzt nur noch reingehen und dann ist das Thema Deutschland-Pass wieder einmal erledigt. Aber noch lag ja dieser Tag vor mir und ich genoss den jetzt nochmal so richtig. Ziemlich viel Polizei hier, mal wieder total übertrieben, auch deshalb, weil gar nicht so viele Gäste anreisten, wie gedacht. Aber auch das war heute zweitrangig. Ich war ja froh, endlich mal diesen Ground machen zu können, alles war in bester Ordnung. Freundlicherweise durfte ich sogar noch eine Runde drehen um Fotos machen zu können. Obwohl alles versperrt war und man nur auf die Tribüne durfte. Danke nochmal an die Ordnungskraft, die mir das genehmigte. Tja, das ist alles nicht mehr selbstverständlich heute. Hat man mal bissel dunklere Haare und dunklere Haut, geht man glatt schon als gefährlicher Terrorist durch. Da wird das dann nix mit den Fotos. Da sollte man froh sein, überhaupt reingelassen zu werden. Heute wird ja alles hochgepuscht, da wird das dann nix mit den schönen Fotos. Ich hatte aber heut noch mal Glück und es wurde was. So war dieser Tag dann letztlich ein voller Erfolg, ich war froh, dass es alles geklappt hatte und dass ein weiterer Berliner in die Sammlung aufgenommen werden konnte. Zum Spiel sei noch kurz gesagt, dass die Gäste schnell null zu drei zurücklagen und dass somit sogar ein Teil der Anhänger bereits zur Halbzeit wieder den Heimweg antraten. Irgendwo verständlich, gut, dass ich nicht mehr so mit einem Verein fiebere, da kann ich mir das komplett ersparen. Unschön war aber dann doch noch, dass der Kasper auf dem Rasen noch völlig unnötige zwei Minuten dranhängte, die heute für mich enorm wichtig waren. Ich glaube, es blieben somit ganze elf Minuten, um wieder zur Bahnstation zu kommen um frühstmöglich die Heimreise antreten zu können. Es wurde brutal, es wurde eng. Ich wollte fast schon aufgeben, besann mich dann aber wieder auf meine Stärke und spurtete nochmal los. Ich kam unten an, nass bis auf die Haut, rein in die nächste Bahn und hoffte, dass es auch die richtige sein möge. Das war sie dann auch und in genau so knapper Zeit wurde dann am Südkreuz wieder umgestiegen. Aber es war geschafft, was man von einem Sitzplatz aber nicht behaupten kann. Gut, beim nächsten Halt wird es wohl was werden, dumm nur, dass der nächste Halt in über drei Stunden bereits Fulda war. So quetschte ich mich in irgendeinen Zwischenraum und versuchte durchzuhalten bis nach Hause. Schmerzen machten sich breit. Überall, es war kaum auszuhalten. Dann aber war es vorbei. Alles war vorbei, Berlin, Zittau, alles. Jetzt nur noch heil zu Hause ankommen und alles kann auf den Tisch gelegt werden, ordentlich sortiert werden und dann geht es ab in die Vitrine. Ein überaus guter August neigte sich somit dem Ende entgegen. Da war wirklich einiges dabei. Einiges...

Samstag, 24. August 2013

VfB Zittau - FC Stahl Rietschen 3:1

Nur noch zwei Stationen, dann bin ich durch durch diesen August 2013. Ja, es ist definitiv lange her, aber das sagte ich ja bereits. Aufgrund des gestrigen Nahverkehrs nach Mönchengladbach konnte ich diese Nacht nochmal im eigenen Bett schlafen, bevor es in den Osten der Republik gehen sollte. Und das Wort Osten traf wirklich zu, denn es ging ganz in den Osten. Bis nach Zittau. Ans Ende der Republik. Sehr früh ging es los, Fulda und später Dresden waren die ersten Zwischenhalte. War wohl gemütlich gewesen, denn anderes ist mir nicht mehr im Sinn. In Dresden erkannte ich dann den Kollegen, der sich aber erstmal nicht von mir beeindrucken ließ und sich in die erste Klasse hockte. Ich bin halt nur ein Mensch zweiter Klasse, werde gerne mal links liegen gelassen. Nach ein paar Metern war man dann aber doch vereint und zusammen ging es mit der kleinen Bahn noch über zwei Stunden von Dresden in Richtung Zittau. Schon erstaunlich, dass das noch so lange dauert. Meint man doch, nach Dresden kommt nicht mehr viel, da kann ja gar nicht mehr viel kommen. Kommt es aber doch. Etliche Kilometer, immer weiter, immer verlassener, immer östlicher. Kaum noch ein bewirtschafteter Bahnhof, fast alle sind verriegelt und verlassen, ein teilweise gespenstiger Anblick. Alles tot, wie auf so vielen Strecken in diesem Lande. Aber so lange da Automaten stehen und die elektrische Ansage ertönt, ist doch alles in Butter, oder? Ich finde das erschreckend, aber meine Meinung ist ja nicht gefragt und den ständigen Verfall von Kulturgut und Menschlichkeit kann ich ja eh nicht aufhalten. Bei Sonnenschein wurde Zittau dann erreicht, nach einer endlosen Zeit konnte man sich wieder die Beine vertreten. Unweit des Bahnhofs gibt es sogar noch eine betriebene Museumsbahn, immerhin. Ein kleines Juwel, diese Eisenbahn. Dann folgte der Fußmarsch zum Stadion, trotz Ausdrucks etwas schwierig, es lief nicht immer alles nach Plan. Dann kamen wir aber näher und nach einer guten halben Stunde geschätzt war man am Weinaupark-Stadion angekommen. Von außen war noch nicht viel zu erkennen, sieht eher aus wie ein Pferdegehöft mit Stallboxen und Heuschobern. Dann gings aber los, der Campingtisch wurde aufgebaut und es wurden Karten verteilt, danach konnte die Knipserei beginnen. Schon beeindruckend, diese Tribüne hier. Die hat echt was ganz besonderes. Dank des D-Passes konnte diese also eingesackt werden, ansonsten wäre ich da wohl niemals hingekommen. Egal, heute war es also passiert und man konnte sich hier austoben. Das Spiel eierte so vor sich hin, war uns aber egal, sogar Wasserwurst wurde sich heute gegönnt. Nach schnellen neunzig Minuten war Zittau aber auch schon wieder Geschichte und wir mussten uns wohl oder übel von der schönsten Tribüne im Osten verabschieden. Wir hatten zwar viel Zeit bis zum nächsten Zug, aber halt auch noch ein paar Kilometer zum Laufen. Es reichte gerade so, total erschöpft erreichten wir wieder den Bahnhof, nach wenigen Minuten ging es auch schon wieder weiter. Mich zog es ins Hotel nach Dresden, denn am nächsten Tag sollte es nochmal nach Berlin gehen. Und da ich ja eh nicht mehr heimgekommen wäre, was übrigends die lange Strecke deutlich macht, passte das hier mit Dresden ja ganz gut. Der Kollege fuhr weiter nach Hamburg und ich versuchte, zu entspannen. Zittrig machte ich es mir dann bequem, duschen und noch was Essen gehen. Danach lief noch etwas der Flimmerkasten, bevor ich mich vollends zurückzog. Morgen geht es dann zu Ende mit der Bahnfahrerei. Aber bis dahin waren es ja noch ein paar Stunden. Zum Glück...

Freitag, 23. August 2013

PSV Mönchengladbach 1926 - Sportfreunde Neuwerk 06 1:2

Ich entschied mich heute für die ruhigere Variante mit dem PSV Mönchengladbach, alles andere war mir doch zu weit oder ich hatte kein große Lust drauf. Von Dr. Holz wurde man ja darauf hingewiesen, dass heute die Radrennbahn gemacht werden konnte. Da griff ich wieder mal zu. Es passte auch ganz gut, denn so konnte ich diese Nacht nochmal nach Hause, bevor es dann in den Osten der Republik gehen sollte. Passte so also alles ganz gut, heute Westen, Morgen Osten. Das Bett liegt praktischerweise genau in der Mitte. Also es steht eher, während ich ja bekanntlich dann liege. Am Flughafen traf ich dann einen weiteren Bekannten, der auch auf dem selben Weg war und so konnte man zusammen reisen und plaudern. Der Zug war voll, aber nicht überfüllt, wie von einigen gemeint. Dann muss man halt mal stehen, da kann man halt mal nicht sitzen. Da muss der Computer halt mal in der Tasche bleiben, genau wie die Kekse, der Lippenstift und sämtlicher anderer Quatsch. Ich fand die Fahrt in Ordnung. Ich hatte ja noch ein Ziel, die anderen hatten Stress. Ich nicht. Ganz und gar nicht. Locker wurde Mönchengladbach erreicht und es war noch genügend Zeit. Während sich der Kollege über den Bahnhof aufregte, es gäbe mittlerweile überall dasselbe, zog es mich in den Zeitungsladen, dort waren frischgedruckte Postkarten angekommen, die noch verschickt werden mussten. Schade, dass ich nicht mehr geschrieben habe. Ich muss wieder mehr schreiben, genau wie hier. Ja, es wird wieder werden. Ganz bestimmt. Zu zweit ging es dann gelassen weiter zum Stadion. Es wurde noch kurz am Ascheplatz gehalten, der aber nur wenig bot außer dem Aushang, dass in der Radrennbahn gespielt wird. Und das war ja auch gut so. Dann tauchte sich rechterhand auf, die gute alte Rennbahn. Ein klasse Ground, wahrhaftig. Auch wenn ich nicht viel habe, immerhin gehört das zur Sammlung. Ja, mehr muss es ja auch nicht sein. Es muss halt nicht immer alles sein. Scheint schon was dran zu sein, an diesem Satz. Egal, weiter gehts. Es ging nach kurzer Erleichterung ins Innere und das Staunen war groß. Foto raus und los gehts. Herrlich. Wirklich gut. Ein Juwel im Deutschen Land. Natürlich wird es nicht so bleiben, hier soll umgebaut werden, hier soll Kunstrasen gelegt werden, hier soll geplastikt werden. Eine Schande. Aber die Alternative wäre wohl der Abriss. Was ist da wohl besser? Ich weiß es nicht. Lasst halt mal alles so, wie es ist. Es muss nicht immer an allem rumgeschraubt werden. Schon gar nicht, wenn es keinen Sinn macht. Und hier macht es definitiv keinen Sinn. Aber die Stadt hat da wohl andere Pläne. Dann soll sie auch die Nervensägen verbannen, die hier heute lungerten. Abwertende Sprüche gegen uns Fußballgäste wurden gemacht. Dabei wurde an der eigenen Selbstdarstellerei geschraubt, zum Brechen. Macht was aus Eurem Leben und nervt nicht die Leute. Ich ließ mir den Abend nicht vermiesen, schaute wie immer brav neunzig Minuten Fußball und machte mich dann alleine wieder auf den Weg zum Bahnhof. Natürlich wurde mir noch ein schöner Spruch mit auf den Weg gegeben. Danke, hätte ich gar nicht gebraucht. Ich machte heute auf jeden Fall was aus meinem Leben. Ab zum Bahnof, weiter nach Neuss, von dort nach Köln, wo noch was Essbares geholt wurde. Dann ging es rasend schnell wieder nach Hause. Viel zu schnell, es hätte ruhig etwas gelassener sein können...

Donnerstag, 22. August 2013

FC Leutkirch - SV Haisterkirch 1948 1:2

Und wieder ging es unter der Woche auf Tour, wieder eine Tribüne einsacken, wieder geniales Wetter, wieder mit der Bahn. Ja klar, ich muss doch fahren. Und ich wollte ja auch. Gute Sache, dieser D-Pass. Wie ich das jetzt wieder merke, er fehlt einfach. Aber Autofahren ist ja momentan auch ganz schön. Es ist alles ja ganz schön. Mal das, mal das. Manchmal ist einfach alles schön. Doch dafür muss man kämpfen, das kommt natürlich nicht von alleine. Nee, das wäre ja zu einfach. Jetzt gerade ist so ein Moment, wo alles schön ist. Die Tasten klingen hell, gleichmäßig, fest. Gut, es klingt einfach gut. So, genug der Hirngespinste. Eine Reise mit vielen Zwischenhalten stand heute auf dem Programm. Hier hin und dort hin, Umstiege in Mannheim, Ulm und sogar Memmingen. Dort gibt es fast nichts, aber auch das ist in Ordnung. Es muss ja nicht immer alles überall geben. Manchmal reicht auch fast nichts, wenig, gar nichts. Es muss wirklich nicht immer alles sein. Wirklich nicht. Die letzten Meter zogen sich dann noch etwas, verteilt über zwei Wagen fuhren die Hopper im Zielort ein. Was für ein Auflauf heute. Ist ja mal ganz witzig, aber bissel übertrieben war es schon irgendwie. Ich weiß jetzt nicht mehr, wieviele es waren. Ich könnte es grade mal aufaddieren, habe aber keine Lust dazu. Am Bahnhof versuchte jeder, sich so gut wie möglich zu orientieren. Nur meine Augen hatten etwas übrig für diesen schönen Bahnhof hier. Also das Gebäude meine ich. Wirklich hübsch, blitzblank, sauber, klar, einladend. Ja, genau der richtige Ort für diesen Tag. Dann trennten sich vorübergehend nahezu alle Wege, bevor man sich im Ground wieder treffen sollte. Dr. Holz und ich gingen locker in Richtung Stadtrand, zuerst wollten wir noch am alten Stadion vorbei. Siehe da, Tribüne ist auch hier vorhanden. Allerdings wurde hier heute nicht gespielt, sondern im neuen Stadion. Und so war ja auch der Plan. Das alte Stadion muss aber auch mal gemacht werden, ist ja klar. Karten gab es natürlich keine, war auch klar aber auch zu verschmerzen. Wie gesagt, es muss ja nicht immer alles sein. Das Stadion ist in Ordnung, große Tribüne und Stufen. Allerdings gab es dann wieder Unvorhersehbares. Der Schweinemann-Schiri ließ auf sich warten, pfiff etwa zehn Minuten zu spät an. Tja, das was wir in Freiburg noch rausgeholt hatten, verloren wir heute wieder. Ein echter Schweinemann. Das kostete nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Es musste für alle ein Taxi geordert werden, denn der letzte Zug, der uns bis heim brachte, musste unbedingt erreicht werden. Meine Güte, es hätte auch klappen können zu Fuß. Ganz locker hätte das gereicht. Die Aktion mit dem Taxi allerdings war mehr als fraglich. Auch wenn Knirpse dabei gewesen wären, wäre es nicht gegangen. Doch der gut gelaunte Taxifahrer meinte ja, das geht ganz locker. Zum Glück war noch ein zweiter da, sodass die Horde pünktlich wieder am schönen Bahnhof eintraf. Nachdem man sich auf den richtigen Zug einigen konnte, ging es auch schon wieder los. Während der Rest in der ersten Klasse thronte, schaute ich schön brav aus dem Fenster und merkte fast nicht, dass es ja schon dunkel draußen war. Ich war wieder ganz ich. Mitten in der Nacht wurde die Heimat wieder erreicht und ich stellte fest, dass es heute mal wieder sehr überlaufen war. Jetzt war ich allein. Und auch wieder gelassen...

Dienstag, 20. August 2013

Sportfreunde Eintracht Freiburg - TV Köndringen 1920 1:1

Meine Güte, was ein Rückstand. Also nicht sportlich, sondern berichtlich. Also ich meine jetzt das hier, die Schreiberei. Ausgedruckt sieht das noch viel bedrohlicher aus, als ich es mir vorgestellt habe. Im Hinblick auf den Jahresbericht und auch auf meine eigene Historie ist es aber zwingend notwendig, das hier jetzt nachzuholen. Mittwochs kommt ja eh nur Grütze im Flimmerkasten, da kann ich mich getrost an die Schreibmaschine setzen und tippen. Fast drei Monate ist der Besuch in Freiburg jetzt her, Gedanken sind natürlich noch da, leider wohl sehr lückenhaft. Aber versuchen wir es. Nach der Pokal-Tour durch die Schweiz konnte unter der Woche einfach mal nach Freiburg gefahren werden. Die Anreise erfolgte wohl über Frankfurt, keine Ahnung mehr wann und wie. Also natürlich mit der Bahn, ich musste ja fahren, ich hatte ja das Ticket. Alte Klassiker, kann ich Euch sagen. Immerhin wurde heute ein weiterer Meilenstein in Sachen Tribüne abgehakt, ich freute mich schon. Am Hauptbahnhof wurden noch Grüße verschickt und Präsente eingekauft, dann ging es zu Fuß in die Weststadt. Ein langer Weg, so wie das schon auf dem Papier aussah, sehr lange. In mehreren Gruppen wanderten sie dahin, die Hopper. Ich genoss die Hitze, sagenhaft heute wieder. Ziemlich durchgeschwitzt kamen wir dann am Weststadion an. Dieses liegt direkt an einer Hauptstraße, der Eingang ist in einer Seitenstraße. Sieht schon nett aus von außen. Keiner an der Kasse, das wird ja wieder was werden. Egal, der Ground wurde aufgesogen, ein herrlicher Sommerabend heute. Mehr kann ich fast schon nicht mehr erzählen. Macht aber auch nichts, denn bissel was habe ich ja schon erzählt. Ich muss halt versuchen, in Zukunft näher am Ball zu bleiben. Mal schauen, Stress mache ich mir aber keinen. Ich bin gelassen heute, ich war gelassen gestern, ich werde es auch Morgen sein. Es gibt genug Hektik und Stress auf dieser schönen Welt, da kann ich ja gelassen bleiben. Zu erwähnen ist allerdings noch, dass der Schiedsrichter wohl um unsere Rückverbindung wusste und sagenhafte zehn Minuten früher anpfiff und somit auch wieder abpfeifen konnte. So konnte sich die wilde Horde das Taxi sparen und ganz locker zu Fuß zurücklaufen. Super Sache, wie ich fand. Es wurde noch bissel aufgesogen in der sinkenden Sonne, was für ein Tag. Besser ging es nicht, genau richtig heute. Die Rückfahrt wurde im Sechserabteil gefeiert bei allerlei Gesprächen in allerlei Dialekten. Eine wahre Kultur-Fahrt war das heute. Ich räumte anschließend noch auf und konnte guten Gewissens die letzten Meter nach Hause fahren. Auch die Freiburger Sportfreunde gehören somit zur Vereinssammlung. Ach, was geht es mir doch so gut mit meinem ganzen Luxus. Ich sehe gelassen dem nächsten Bericht entgegen. Er wird kommen, ganz bestimmt. Gelassen, ganz gelassen...