Samstag, 18. Mai 2013

FC Bötzingen 1949 - SV Linx 1949 0:0

Schönes Wetter, endlich mal schönes Wetter! Daran kann ich mich auf jeden Fall noch bestens erinnern. Südbaden, endlich wieder Südbaden, auch daran natürlich. Gegen Saisonende wurde nochmal alles rausgeholt, was irgendwie ging. Dazu gehörte auch der heutige Doppler in Bötzingen und Denzlingen, immerhin zwei gute Grounds, die wahrscheinlich beide über eine Tribüne verfügen. Bei Bötzingen ist das ja klar, bei Denzlingen gibt es zurecht Diskussionsbedarf. Aber man will und soll ja nicht alles immer übertreiben und einfach auf sich selbst hören. Die Fahrt war natürlich etwas länger, so konnte ich es mir auf dem Beifahrersitz mal wieder schön gemütlich machen und entspannen. Wir tauchten ein in den Südwesten, da kamen sie wieder, die Hopper. Die nahmen wieder alles mit was ging. Leider gingen die meisten Leute an diesem schönen Tag ins angrenzende Schwimmbad, so dass nur wenige Nasen im Stadion zu sehen waren. Dafür hatte man schön Platz und es gab kein Gedrängel. Recht nette Anlage hier, eine etwas größere Tribüne und von dort noch einen schönen Blick auf die Umgebung, da kam doch Freude auf. Ganz locker durfte man hier Fußball schauen, zwar ohne die ersehnten Tore, aber ganz so schlecht war es auch wieder nicht. Es wurde bissel gebabbelt, man war doch irgendwie zufrieden und machte sicherlich das beste aus diesem Tag. Irgendwie dummes Gelaber von mir, aber ansonsten fällt mir hier gerade nix mehr ein. Ich versuche ja mit Absicht, nix über die Welt und so zu schreiben, da habe ich im Moment nämlich gar keine Lust drauf. Ich will nur endlich mit der letzten Saison abschließen und brauche dafür noch ein paar Zeilen, dann ist auch das vollendet. Ein schwieriger Weg, doch ich will diesen ja weitergehen und da muss man sich halt auch mal durchbeißen. Während der Kollege nicht ganz pünktlich aus der Halbzeitpause kam, ging es für mich schon wieder auf die nächste Runde. Völlig schweißtreibend ging es durchs hohe Gras, bevor man wieder auf die Tribüne durfte. So wie wir hatte jetzt auch die Tribüne wieder ihren Schatten, von dem man noch mal eine Halbzeit zehren konnte, bevor es schnellstmöglich weiter ging ins Einbollenstadion...

Dienstag, 14. Mai 2013

SV Königshofen - FV Lauda 1913 1:1

Die Ansetzung dieser Nachholpartie bekam man glücklicherweise noch rechtzeitig mit, so dass ein Besuch hier natürlich fest eingeplant werden konnte. Der Anstoß war natürlich recht früh, was doch ein paar Probleme verursachen sollte. Ich kam etwas später aus der Schmiede als geplant, so wurde es schon mal etwas enger. Dann musste ich noch über die Aschaffenburger Autobahn, wo bald darauf mal gar nix mehr ging. Stau, alles zu, das wars. Ich rechnete fest damit, dass das ganze jetzt ins Wasser fiel. Es konnte gar nicht anders sein. Dann die letzte Hoffnung, irgendwie über die Käffer, bis zur nächsten Auffahrt, es musste doch zu schaffen sein. Der Kollege wurde über Funk ständig informiert, folgte mir brav im Abstand. Dann wurde der Pendler erreicht, tatsächlich ohne weitere größere Verzögerung. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Es wurde wie immer gealbert was das Zeug hielt, dann wurden die Landstraßen unsicher gemacht und pünktlich wurde Königshofen erreicht. Jetzt war ich wieder erleichtert, es hatte also noch geklappt, alles wurde gut. Zur Belohnung gab es auch Karten mit Vereinsnamen sowie ein Faltblättchen, was natürlich alles dankend angenommen wurde. Jetzt aber endlich Fußball gucken. Bissel entspannen, weit ab vom Stress. Eine schöne Anlage gab es zu vermelden, immerhin paar Stufen auf der Gegenseite, schöner Rasen und doch eine Menge Leute, die sich das hier anschauen wollten. So macht das doch Spaß, Lob an die Leute. Immerhin hatte Lauda noch Aufstiegschancen, doch am Ende wurde es nur ein glücklicher Punkt. Auch wir hatten nur einen weiteren Punkt eingefahren, welcher aber schon etwas besonders war. Die Umstände waren halt nicht ganz so gut und dennoch ging es gut aus. Dann hieß es wieder Abschied nehmen und der Sonne hinterher fahren. Doch die war irgendwie schneller und auf der A3 war es dann wieder recht schnell schattig. Der Kollege wurde nach etwa einer Stunde wieder rausgelassen und ich musste noch die letzte Hürde an diesem Tage nehmen, bevor ich vollends wieder zur Ruhe kam. Einfach hervorragend, ein solcher Ausklang...


Sonntag, 12. Mai 2013

VfR Sulz am Neckar - TSF Dornhan 1:1

Eine schöne Ecke hier in Sulz, kann man wirklich nicht anders sagen. Ich wurde oben an der Hauptstraße rausgelassen und bewegte mich langsam in Richtung Albeck-Stadion, welches über ein kleine, aber schöne Tribüne verfügt. Ja, da war er wieder, der Spaß. Das alles kam ja etwas überraschend, war doch ein anderer Ground geplant, der aber auch nicht wegläuft. So kam ich doch etwas unverhofft hier her. Das kleine Stadion liegt friedlich im Tal, umgeben von hohen Hügeln, die Stadt liegt etwas weiter rechts im Kessel. Mich zog es dort aber nicht hin, ich wollte jetzt nur noch hierbleiben. Kalt war es, schweinekalt. Die Finger taten schon weh und es wurde einfach nicht besser. Nur für kurze Zeit, als ich mir einen überteuerten Kaffee im Vereinsheim holte. Doch auch dort stand meistens die Tür offen, so dass es immer wieder herrlich zog. Die Reserve kickte noch, ich konnte noch ein paar Fotos von der Holztribüne machen und hockte mich dann auf selbige, um dem zweiten Derby an diesem Tage beizuwohnen. Und das war dann insgesamt doch etwas besser als das Gekicke am frühen Morgen. Hier war wenigstens bissel Rivalität zu spüren, es wurde nicht alles mit roter Schleife verpackt und man ließ auch den Puderzucker außen vor. Das Wetter war die Härte, mal Regen, dass man die gegenüberliegende Außenlinie nicht mehr sehen konnte, mal Sonne, dass man geblendet wurde. Das gab es immer schön im Wechsel, etwa alle zehn Minuten. Man konnte es aber immer schön erahnen, denn es kam alles von links. Wenn man den Wald nicht mehr sah, bahnte sich Regen an, wenn die Tannen leuchteten, kam die Sonne. Auch das machte diesen Tag irgendwie aus. Es war ein guter Tag, dank Sulz. Ich war zufrieden, sparte mir auch heute mal wieder den Eintritt, wobei es womöglich ein Fehler gewesen war. Aber man kann halt nicht immer alles richtig machen. Nach dem Spiel wurde noch ein Döner verhaftet im angrenzenden Laden, dann holte mich der gute Jonge wieder ab und gemeinsam traten wir die Heimreise an. Es wurde sicherlich noch lustig im Auto, an die Details kann ich mich aber jetzt beim besten Willen nicht mehr erinnern...

TSV Dagersheim - TV Darmsheim 1:2

Wenn ich mich richtig erinnere, herrschte heute richtiges Sauwetter. Ich meine, es war so. Ich könnte jetzt beim Kollegen nachschauen, lasse es aber. Heute ging ein schöner Doppler im Schwabenland, dazu gab es das Derby der beiden Böblinger Ortsteile Dagersheim und Darmsheim, wo einst hunderttausende Zuschauer zu Besuch kamen. Wir ließen die dicken Wolken hinter uns, den Regen auch und machten uns langsam in Richtung Süden. Kurz vor Stuttgart dann erste blaue Stellen am Himmel zu sehen, das wird was. Dann noch schnell den Berg hoch und wieder runter, die A81 noch ein Stück lang und dann wieder runter, nur noch ein paar Meter nach Dagersheim. Der Sportplatz wurde zügig gefunden, totale Leere begegnete uns. Nichts los, war ja irgendwie klar. Am Ende absolut enttäuschend die Resonanz, kaum geht es nicht um den Aufstieg oder ähnliches, kommt auch hier wohl keiner mehr zum Amateurfußball. Ok, lassen wir das, es ging ja um die Tribüne, die hier steht, etwas komisch der Bau, kaum gescheit zu fotografieren aber letztlich ein gutes Urteil von meiner Seite. Es geht ja immer weiter darum, Tribünen abzugrasen, einfach alle abzugrasen, nur noch gute Sachen zu machen und so weiter und so fort. In dieser Hinsicht war es ein schöner Morgen, der dennoch recht kalt und windig war. Irgendwie ungemütlich, irgendwie auch langweilig, denn auf dem Rasen passierte so gut wie gar nichts. Kein Hass, keine Fouls, einfach nur braves Gekicke. Da war man doch froh, dass nach neunzig Minuten abgepfiffen wurde und man wieder von dannen ziehen konnte. Rein ins warme Auto und dann ab zum nächsten Spiel. Während der Kollege endlich nach Balingen durfte, ging es für mich weiter nach Sulz am Neckar. Dort galt es die nächste Tribüne ins Beutelchen zu stecken und mit nach Hause zu nehmen. Der Kollege setzte mich dort dankenswerterweise ab und wir mussten uns dann für kurze Zeit verabschieden. Bekommen wir schon hin, dauert ja nicht lange. Getrennt in den Grounds, vereint in der Sache...

Freitag, 10. Mai 2013

Sportfreunde Troisdorf - FC Wegberg-Beeck 2:2

Nach der Tour durch Dänemark war heute erst mal wieder etwas Entspannung angesagt. Heute sollte es endlich mal nach Troisdorf gehen, bevor Hinz und Kunz dort fusionieren. Schlimme Sache, denn Fußball interessiert dort doch eh keine Sau. Aber mir ist das egal, sollen die sich doch zerschlagen, wie sie wollen. Gemütlich ging es nach der Arbeit los, entspannt, total locker die A3 hoch und viel zu früh war man bereits am Ziel angekommen. Sehr gut, konnte man ebenso entspannt noch speisen, das war bitter nötig. Hunger wie ein Bär, der allerdings nach zwei, drei Bissen schon satt war. Aber es wird alles fein reingestopft, fast so wie früher. Aber das durfte ich mir heute mal leisten, ich war ja brav die letzten Tage. Zahlen und wieder zum Auto traben, mit vollem Magen. Dort gammelten zwei Kaputte rum, von denen einer dann in hervorragendem Deutsch seinem Kumpel zurief: Isch zeig Dir Vogel, Alter! Meine Güte wie schlecht. Benehmt Euch! Es wurde noch kurz eingekauft, bevor es zum verlassenen Stadion ging. Eine gute Hütte, wirklich top, allerdings ohne Zuschauer. Hier war so gut wie gar nichts los, eine Katastrophe. Aber bald werden ja die Kräfte gebündelt und in der neuen Saison sind die Zuschauerzahlen dann dreistellig. Arm, einfach nur arm. Was ist nur aus dem Amateur-Fußball geworden? Keine Sau bewegt mehr seinen Arsch auf den Sportplatz, wenn hochklassiger Amateur-Sport geboten wird. Aber auch darüber habe ich ja schon oft gesprochen bzw. geschrieben, ich lasse es jetzt einfach. Also das darüber Schreiben und Reden meine ich. Irgendwie muss ich ja hier die Zeilen füllen, ich kann ja kein leeres Blatt abgeben. Das hagelt dann ja gleich eine Sechs und womöglich bleibe ich noch sitzen. Dann lieber noch ne Vier minus und gerade so in die nächste Spielzeit retten. Dann wird hoffentlich alles besser, genauer, richtiger, schöner. Ach was labere ich da wieder. Es ist doch schön. So wie es jetzt ist, ist es ja schön. Es kann gar nicht schöner sein. Ach, wie schön...

Sonntag, 5. Mai 2013

Brøndby IF - FC København 0:0

Unsere nächste Station hieß dann Brøndby, wo am Abend das Stadtderby gegen den FC København stattfinden sollte. So gut, so schlecht. Die Stimmung war angespannt, ohne Karte war man angereist, wobei eine normale E-Mail-Hinterlegungsbitte vollkommen ausgereicht hätte. Aber gut, man macht ja bekanntlich immer Fehler, schade, wenn es halt die guten alten Anfängerfehler sind. Aber das bekommen wir auch noch hin. Doch zuerst war es gar nicht einfach, hier auch nur irgendeinen auszumachen, der eine Karte noch loswerden wollte. Hier mal kurz Hoffnung, da mal kurz Hoffnung, aber alles endete im Mülleimer. Gehen wir halt mal eine Runde, hier lang, hinten rum, nichts, einfach nichts. Dann trennten sich unsere Wege, jeder musst halt schauen, wie er klar kommt. Ich hatte dann Glück mit einem bekannten Gesicht, das vorhin selbst noch auf Kartensuche war, jetzt aber irgendwie eine zu viel hatte. Ein schönes Ausdruckticket, welches kaum Ausdruck hatte. Echt oder nicht echt, war mal wieder die Frage. Wir gingen dann gemeinsam zum Block, ich mogelte mich gleich mal vor und versuchte reinzukommen. Rot, das Licht war rot und es blieb rot. Das wird nix mehr. Ich war kurz vorm Platzen, drückte dann mit den Oberschenkeln an die Schranke und schon wurde es grün. Drin, aus und vorbei, es war vollbracht. Leider nur Stehplatz, aber immerhin. Hauptsache drin, egal wie. Der Preis war ja auch noch völlig human, zudem wurden auch gleich richtige Tickets gefunden, ich mauserte mich. Hier was mitnehmen, da bissel bessere Laune und schon gehts aufwärts. Die Stimmung war anschließend echt gut, hervorragend. Bengalos, Trommeln, Klatschen, Gesänge, es wurde heute alles geboten. Endlich mal wieder Bengalo-Rauch einatmen, herrlich. Allerdings konnte das Spiel auf dem Rasen kaum mithalten und es war wohl einer der schlechtesten Spiele, die ich je gesehen hatte. Doch das störte mich jetzt kaum noch, ich dachte schon weiter an die Heimfahrt und ob alles klappen würde. Hier nochmal Bengalos, da noch mal Transparente, wirklich top. Dann war der Spuk allerdings vorbei, die zweite Halbzeit konnte ich immerhin noch auf der Tribüne verbringen. Dann war es aus, es war vollbracht, das Derby war im Sack. Schnur war keine vorhanden, musste man den Sack halt so mit der Hand zuhalten und hoffen, dass man nicht noch überfallen wird auf dem Weg zum Auto. Aber auch das klappte. Immerhin. Was der Kollege allerdings trieb, war mir unerklärlich. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich auf ihn warten musste, aber es war eine halbe Ewigkeit. Gut, wir haben ja nur einen kurzen Heimweg, da brauch man ja nicht frühstmöglich loszufahren. Dann war die Meute endlich vollzählig und es konnte losgehen. Wir setzten unseren Gast noch am S-Bahnhof ab und steuerten dann langsam in Richtung Autobahn. Noch war es hell und noch war ich fit. Bis Flensburg nur etwa 300 km, passt schon. Dann ist man immerhin schon mal in Deutschland, was sind dann noch lächerliche 500 km? Ich nahm mir immer wieder kleinere Ziele vor, Flensburg, Neumünster, Hamburg, Hannover, Kassel, Fulda. Anfangs lief das noch wie am Schnürchen, obwohl ich ja wie gesagt gar keine dabei hatte. Irgendwo kurz vor Hannover wurde es dann allerdings schwierig, kaum noch Kraft, aber es musste ja weitergehen. Kurzes Aufbäumen und schon war die Heimat erreicht. Jetzt nur noch ausladen, das Auto wieder abgeben, den Kollegen vorher noch nach Hause fahren und und und. Es wollte einfach nicht enden. Nach etlichen Stunden stand ich dann unter der Dusche und ballte die Fäuste. Die Tour ging gut aus, ich war halbwegs zufrieden und nach ein paar Stunden Schlaf durfte ich mich noch im Garten austoben. Was will man mehr? Jetzt war ich richtig glücklich...

Lyngby Boldklubben af 1921 - FC Fredericia 2:1

Es ist schwer, hier wieder einen Einstieg zu finden. Doch ich will nichts unversucht lassen. Dann hoffen wir einfach mal, dass es hier weiter geht. Jetzt soll erst mal der Bericht aus Dänemark fertig werden, dann die andere Grütze und dann schauen wir mal, was die neue Spielzeit so bringt, auf die ich mich bereits jetzt riesig freue. Doch der Reihe nach, eins nach dem anderen. Nach dem gestrigen Stadtrundgang war man doch ziemlich fertig und war froh, sich in der Kajüte etwas ausruhen zu können. Leider schaltete mein Hirn derartig ab, dass ich mein mobiles Telefon mal schön im Hotelzimmer unter der Bettdecke liegen lies. Es war wohl noch zu erschöpft, um schon wieder auf Reisen zu gehen. Leider merkte ich davon erst etwas in Lyngby, irgendwie etwas zu spät. Gleich mal im Hotel angerufen, aber es wurde mir erzählt, dass nichts gefunden wurde. Diese Drecksäcke, dabei weiß ich genau, dass ich es dort verloren hatte. Die Stimmung war natürlich erst mal auf dem Nullpunkt, auch die Aussicht auf einen neuen Ground konnte da nix ändern. Natürlich kam die Warum-Frage wieder auf, öfters als ein Mal. Sinnlos die ganze Sache, die ich hier mache, sinnlos. Jetzt, lange Zeit danach, hat sich das natürlich etwas gelegt, die Stimmung könnte gar nicht besser sein. Ich versuchte mich dann aufs Spiel zu konzentrieren bzw. auf die Unterhaltung mit den Kollegen. Es wurde viel erzählt, Gegenwart und Vergangenheit, gutes und schlechtes, nahezu alles. Lustig wurde es schon, die Stimmung ging wieder etwas nach oben. Zu allem Übel war in Lyngby auch noch die Gegentribüne abgerissen, was den Ground doch recht trostlos machte. Das passte halt zu diesem Morgen. Am Ende der neunzig Minuten wurden noch Karten gesammelt und es ging jetzt zu dritt zurück nach Kopenhagen. Hotel nochmal aufsuchen, es nochmal probieren, leider ohne Erfolg. Sollen die ehrlichen Finder doch am Handy ersticken. Hoffentlich habe ich mich vorher nochmal schön am Arsch gekratzt, bevor ich es unter die Decke legte. So, abhaken die Sache, weiterer Terror stand ja noch bevor. Irgendwie wurde und wurde es nicht besser. Wir hatten noch keine Karte fürs Derby, hatten noch eine lange Heimfahrt zu bestehen, irgendwie war alles nur noch Mist. So schön es gestern war, so beschissen war es heute. Am Ende neigte sich bekanntlich alles zum Guten, zum Glück...

Samstag, 4. Mai 2013

Akademisk Boldklub Kopenhagen - Skive IK 0:3

Wir wussten nicht, ob es knapp werden sollte oder nicht. Am Ende gar kein Thema, ganz locker eine halbe Stunde vorher war man im Westen Kopenhagens angekommen und das Stadion von AB war bereits in Sicht. Parkplätze gab es auch zu Hauf, also alles kein Problem. Gut, bis dahin war man noch gut gelaunt, dann aber an der Kasse platzte mir mal ganz kurz der Kragen. Zahlen, durchs Drehkreuz, und nix! Gar nix, gerade mal ein beschissenes Heft, mehr aber auch nicht. Irgendwie regt das schon auf, wenn es nicht mal in der zweiten Liga Karten gibt. Aber gut, kann man halt nix machen. Jedenfalls vorerst. Was für ein bescheidener Besuch hier, kaum was los, knappe tausend Zuschauer. Dazu waren mal wieder die Hintertorseiten geschlossen bzw. nicht zugänglich, das regte auf. Auch der Wind, das himmliche Kind, nervte nur noch. Eiskalt, die Finger waren nahezu abgefroren, brutal. Immerhin konnte man von ganz oben gucken, sah man auch gleich zwei lustige Tore zur Führung der Gäste. Die Laune stieg somit etwas. Im Hintergrund konnte man die Hauptstadt erahnen. Mal schauen, ob da nach dem Spiel noch was geht. Lust hatte ich schon, aber irgendwie war das auch alles wieder ganz schön viel heute. Die neunzig Minuten im leeren Ground wurden dann abgesessen, wir schauten aber immerhin permanent auf den Rasen, was andere Selbstdarsteller nicht so unbedingt nötig haben. Gut, ich muss ja nicht gucken, wenn ich so weit fahre. Dann kann ich auch Bundesliga hören und mich über die Spielstände da aufregen. Fraglich, mehr als fraglich. Schluss, aus, vorbei, die erste Tribüne war dann auch im Sack. Dann gab es noch Erfolgserlebnisse, die Mülltonne an der anderen Tribünenseite war die reinste Schatztruhe. Hier gab es endlich Karten, wenn auch leicht verdreckt, aber es gab sie. Einsammeln, kurz mit einem Bekannten quasseln und dann ab in den naheliegenden Supermarkt, irgendwas zum Essen holen. Was tun, war die nächste Frage. Gut, wir haben noch richtig viel Zeit, wir müssen einfach in die Stadt und einen auf Tourist machen. Das sind wir heute ja auch. Einfach mal ein Tourist sein. Ganz einfach dann auch die Parkerei, am Kastell war noch was frei und das auch noch kostenlos. Mitten im Zentrum, das ist schon richtig gut. Eine richtig schöne Stadt hier an diesem Fleck, kann man wirklich nicht anders sagen. Dazu das geile Wetter, herrlich. Nur die kleine Meerjungfrau ließ lange auf sich warten. Wir gaben uns quasi schon geschlagen, da entdeckten wir sie doch noch. Unverschämt sitzt die ganz seelenruhig am Wasser und ist sowas von unauffällig. Wirklich unverschämt, in dieser schönen Stadt...

Ringsted IF - FC Vestsjaelland 3:1

Die Nacht in Hamburg war zwar gemütlich, doch wie fast immer auf Reisen konnte ich kaum schlafen. Einfach zu schlecht, ich kann es einfach net. Hauptsache, ich denke wieder über alles nach und mache mir hausgemachten Stress. Am Ende mögen es dann wohl zwei Stündchen gewesen sein. Es half ja alles nichts, es musste dann zügig weitergehen, denn der erste Kick in Dänemark war bereits um zwölf Uhr. Schön locker flockig ging es durch die riesige Hansestadt, dann endlich auf die A7 und weiter nach Norden. In Schleswig gab es dann einen kurzen Tank- und Kaffeestopp, aber nur ganz kurz, denn die Zeit rannte irgendwie davon. Dann über die Grenze und von nun an im Schleichtempo ganz rüber in den Osten. Richtig geil natürlich die Fahrt über die zwei Brücken, also nicht Zweibrücken, sondern zwei Brücken. Absoluter Hammer diese Bauwerke, absolut geil auch das Meer, wo man kaum bis ans Ende gucken konnte. Ich liebe das, wunderbar. Auch der Rest war jetzt ordentlich. Ringsted sollte dann zum neuen Länderpunkt für mich führen, konnte auch diese Lücke mal geschlossen werden. Ist schon komisch, wenn man die drei Nordlicher bereits hat, aber Dänemark noch fehlt. So ist es halt, so soll es auch sein. So sei es! Man kann ja schließlich nicht alles haben. Muss ich auch gar nicht, ich will nur dieses Ringsted machen und dann mal weitersehen, was noch kommt. Dann ging es von der Schleichautobahn ab und nach ein paar Kreiseln war der Ground schon in Sichtweite. Gut, dann bereiten wir uns mal auf den neuen Punkt vor, der da jetzt zum Greifen nah war. Ground war für mich ok, wenn auch ohne Tribüne und ohne Karte. Ich bin heute nicht mehr so anspruchsvoll. Ich bin überhaupt nicht anspruchsvoll. Ganz und gar nicht. Oder etwa doch? Keine Ahnung, jedenfalls gefiel es mir gut, ich war zufrieden und ließ mich ins Gras niedersinken. Geiles Wetter, zwar sehr sehr windig, aber in der Sonne wurde es gleich richtig heiß. Das Niveau war nicht unbedingt gut, aber ganz so schlecht dann auch nicht. Einigermaßen, würde man wohl sagen. Die dänische Fahne wehte im Wind, die hatte heute gut zu tun. Ein geiler Rasen übrigens, erste Sahne. Da wäre ich gerne mal drüber gelaufen. Kurz noch mal umdrehen und dann aber schleunigst wieder davon. Der neue Länderpunkt war im Sack, jetzt ging es weiter nach Kopenhagen. Mal schauen, was da so geht...

Freitag, 3. Mai 2013

Sportfreunde Lotte - Wuppertaler SV 2:1

Die Erzählreise geht unaufhaltsam weiter. Pflaumheim lasse ich gekonnt hinter mir und bewege mich in Richtung Norden, Hauptziel der Reise sollte das Derby in Kopenhagen sein. Aber ganz so weit war es noch nicht. Zuvor musste noch einiges geklärt werden. Welchen Kick wollte man sich am Freitag anschauen? Eigenes Auto nehmen oder doch einen Mietwagen? Wo und wie wollte man pennen? Gut, aus Schleswig-Holstein wurde dann Lotte, denn der Mitfahrer bzw. Kollege wollte lieber nach Lohne, was anständiges machen. Das passte somit schon mal ganz gut. Mittags huschte ich aus dem Büro, wollte unweit der Arbeitsstelle das Auto holen, doch Mietwagen war keiner reserviert. Lag daran, dass ich zu spät buchte, gut, dann nehmen wir halt einen anderen. Ein Schiff im Gegensatz zum reservierten Polo. Ob das wohl gut geht? Mit leichter Verzögerung dann den Kollegen aufgesammelt und los ging es in Richtung Lotte. Endlich mal brauchbares Wetter, Sonne, trocken aber nicht zu heiß. Heiß wurde es dann aber dennoch, als kurz hinter Dortmund ein VW Bus am Seitenrand brannte. Anstatt sich in Sicherheit zu bringen, wurden lieber noch die Reiseutensilien unweit des Busses sortiert. Einfach locker bleiben. Genau wie wir. Osnabrück wurde als erstes angesteuert, der Kollege nahm den Zug nach Lohne, ich fuhr weiter nach Lotte. Da war, wie vermutet, nicht viel los. Sogar die Gäste waren gerade mal mit dreißig Mann angereist, Unverschämtheit. Geht nicht mehr viel in Wuppertal, da hat auch die Fusion nix genutzt. Oder gerade deswegen? Auf jeden Fall riefen die Mitfahrer einige Male Vorstand raus. Ich versuchte es mir bequem zu machen auf der Hintertortribüne. Gar nicht so schlecht, der Ground. Gut, nicht überragend, aber annehmbar. Und endlich wurde dieser weiße Punkt auch mal farblich gekennzeichnet auf meiner Hopperlandkarte. Das Spiel war richtig mies, kaum was Interessantes auf dem Rasen. Auch sonst nicht, aber ich war dennoch guter Dinge und freute mich ob des Erfolgs. Schön, dass noch genug von der Abendsonne genossen werden durfte, das machte Freude. Nach dem Abpfiff ging es wieder über den Feldweg hin zum Auto, das zum Glück noch am Seitenrand stand und sich freute, nochmal bis Hamburg fahren zu dürfen. Dazwischen wurde der Kollege in Lohne eingesammelt und zu zweit ging es dann in die Nacht hinein...

Dienstag, 30. April 2013

TSV Pflaumheim - TSV Keilberg 0:3

Die Relegation gehört abgeschafft! Also nicht die zur Kreisliga A Limburg, sondern die zur ersten und zweiten Liga. Was für ein Dünnschiss da schon wieder gelabert wird, meine Güte. Außerdem wird die Saison nur unnötig in die Länge gezogen, alles nur Geldmacherei. Aber Hauptsache, die Dödel, die das noch gucken, können den Countdown zum Schämpjensliegfinale mitzählen und sich drauf freuen. Ich auf jeden Fall freute mich endlich mal auf Pflaumheim, da ging es an diesem Abend hin. Schönes Wetter, guter Regen, dazu sehr kalt, herrlich. Es gibt zwar dort noch einen Kunstrasen, aber auf dem durften nur paar Kinder kicken, kein Stress also heute. An der Kasse wurde dann meinerseits eine kleine Diskussion gestartet, ich vermutete gute Karten auf der hinteren, oberen Ablage. Und siehe da, es gibt geniale Dinger. Her damit! Dann kamen auch noch Hefte dazu, alles war eingesammelt. Nur der Ground noch nicht, aber das war dann auch kein Problem mehr. Ein unterirdischer Kick von Heimseite aus, die Gäste waren effektiver und siegten locker. Bissel dummes Gelaber auf den Rängen, paar Stufen sowie eine Überdachung am Vereinsheim werden hier geboten. In der zweiten Halbzeit wurde es dann merklich kälter, jetzt war man wieder durch und durch nass. Im Nachbarort wurde auch gekickt und geschrien, war bis hier hin zu hören. Ich verabschiedete mich pünktlich, wollte recht schnell nach Hause. Irgendwie war ich schon wieder ziemlich platt. Gut, kommt halt vor, wenn man mehr als zwölf Stunden auf den Beinen ist. Aber aktuell ist das ja alles kein Problem mehr. Es geht voran. Noch ein kurzes Foto vom Vereinsschriftzug und schon gings ab über die Käffer nach Hause. Ein unspektakulärer Abend, der aber durch den Kartensiegeszug eine ganz gute Note erhielt. Eins plus mit Sternchen für den braven Eintrittzahler...

Sonntag, 28. April 2013

FV Bad Honnef 1919 - SV Bergfried Leverkusen 5:2

Die Gäste bzw. deren Name hatte ich vorher noch nie gehört. Man kann halt nicht alles kennen. Man muss auch nicht alles kennen. Man kann auch nicht alles kennen. Nach dem Mampf in der Innenstadt hieß es abermals zum Stadion zu fahren um dieses endlich einmal abhaken zu können. Die Freude war groß. An der Kasse dann wieder der Dormel vom Kunstrasen, der mir auf keinen Fall eine ganze Karte geben wollte. Er wisse ja nicht, ob noch Erwachsene kämen bzw. ein normaler Zuschauer, also ein Mann im besten Alter wie ich. War auch echt unvorstellbar, es war ja nur noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Anstoß. Hm, ob da noch einer kommt, ich weiß es auch nicht. Einfach nur nicht aufregen und rein in das Ding, das ist ja das wichtigste am heutigen Tag. Es kamen tatsächlich doch noch ein paar, die dann ganz guten Fußball zu sehen bekamen. Die Gäste waren hoffnungslos unterlegen, es hätte locker zweistellig ausgehen können. Dazu hätte man nur die Hälfte der Chancen verwerten müssen. Aber auch so war es vollkommen ok. Große Tribüne mit Stufen an der Seite, ansonsten eine normale Anlage, wie immer halt. Sonstige Erinnerungen sind kaum noch erhalten. Ich schaute mir vor und während der Pause die angrenzenden Häuser an, man konnte teilweise bis aufs Bett schauen. Dort passierte aber genauso wenig wie dann in Halbzeit zwei, die Gäste erzielten noch zwei Tore und konnten somit glücklich wieder abreisen. Genau wie ich. Endlich ist dieses Kapitel auch erledigt, zur vollen Zufriedenheit. Muss ich mir das hier nicht mehr geben. Einfach eintüten, verschnüren und ruhen lassen bis in alle Zeit. Die Heimfahrt verlief ohne Zwischenfälle, wie immer. Einfach wie immer, ohne Zwischenfälle. Das ist auch gut so, passiert ja sonst genug im Leben. Leider hatte ich wie immer vergessen, mir auch mal was anderes anzuschauen als nur das grüne Rechteck. Hatte ich mal wieder den Trip zum Rhein verpasst. Naja, vielleicht klappt es nächste Woche mal, wenn der Winter vorbei ist. Gut, jetzt ist gerade Mitte Mai, aber Temperaturen von unter zehn Grad sind wohl schlecht als sommerlich zu bezeichnen. Vielleicht kommt auch die nächste Eiszeit, vor der noch gar keiner gewarnt hat. Was ist nur mit den Medien los, total unzuverlässig sind die geworden. Das kommt halt davon, wenn nur noch Mist geschwätzt und gedruckt wird. Wir werden sehen, wie es ausgeht. Und damit meine ich jetzt nicht diesen Quatsch in Wämmbläi...

FV Bad Honnef 1919 II - VfR Marienfeld 2:3

Ein bisschen peinlich ist es mir ja schon, hier von der zweiten Garnitur aus Bad Honnef zu berichten. Aber was besseres fand ich für diesen Tag nicht, hatte auch ehrlich gesagt nicht besonders geschaut. Also musste es halt mal an den Rhein gehen, dort wo man auch schon letztes Jahr mal kurz verweilte. Kurz, weil damals das Spiel der ersten Garnitur auf dem Kunstrasenplatz an der Schmelztalstraße ausgetragen wurde, was man sich natürlich nicht geben wollte. Aber wenn die Zweite da kickt und die Erste im Stadion, dann geht das gerade so. Um die Mittagszeit war bereits Anstoß und so ging es gemütlich gegen neun Uhr los, keine Hektik, kein Stress, einfach locker und gemütlich. Die Abfahrt zum Rhein wurde wie fast immer souverän zurückgelegt und schon war man eingelaufen auf dem Plastikgrün. Naja, geht ja gerade noch, Anlage hat immerhin noch eine Eröhung auf der einen Seite, ansonsten geht nicht viel. Programmhefte lagen bereits hier aus und ich war kurz verwirrt, nicht dass die Erste auch noch hier kicken sollte. Nein, das ging dann glücklicherweise gut aus und ich musste mir keine Sorgen machen. Anhang auf Heimseite war auch vorhanden, es ging noch um den ersten Tabellenplatz, wenn ich mich richtig erinnere. Die Gäste gingen mit einem wunderbaren Tor in Führung, der Stürmer der Gäste schoss alle drei Tore für seine Mannschaft, eines davon mit sogar mit der Brust! Das hatte ich auch noch nie gesehen. Gibt halt immer was neues. Eintritt wurde keiner genommen, nur eine Spende für die Jugend, um die ich aber herum kam. Ich musste mir schließlich noch was zu Futtern kaufen, da konnte ich das Ersparte gut einsetzen. Nach den neunzig Plastikminuten ging es auch schon wieder weiter in Richtung Stadtmitte, wo mal wieder ein echter Grill aufgesucht wurde. Gut, letztlich doch ein etwas größerer Dönerladen, aber war wirklich nicht schlecht. So, genug gelabert vom Essen. Das Abendessen steht gleich auf dem Tisch und dann muss ich auch noch Lautern die Daumen drücken, dass es nächstes Jahr wenigstens etwas humaner ist in der Ersten Liga. Aber egal wer da wohl kickt, es ist einfach nur noch nervig. Also, bis gleich wieder beim zweiten Bericht aus Bad Honnef. Kurz Luft holen und dann gehts auch schon los...

Sonntag, 21. April 2013

SG Westend Frankfurt - SV Viktoria Preußen Frankfurt 3:1

Die neunzig Minuten in Wiesbaden waren um und langsam schlichen wir wieder davon. Der Kollege verabschiedete sich nach Kandel, mich zog es weiter in die Bankenmetropole. Endlich sollte es mal nach Westend gehen, wo es ja einen ganz netten Ground zu besichtigen gibt. Vorher wurde noch gespeist, das erste Mal wieder was Richtiges. Ach, was habe ich das vermisst. Tat gut, sehr gut. Auch ich habe mich jetzt wieder beruhigt und berichte ganz gelassen, will nicht mehr pöbeln, will mich nicht mehr aufregen. Es hilft ja alles nichts. Hauptsache, ich habe mein reines Gewissen und weiß, wo ich stehe. Das muss ja im Prinzip jeder für sich selber entscheiden. Hauptsache, das Gewissen ist rein. Nach der guten Esserei fuhr ich im Schneckentempo weiter in die Weststadt, parkte das Auto direkt vor dem Ground und lief noch etwas hin und her. Noch war viel Zeit, es sah auch nicht danach aus, dass hier heute viel los sein würde. Kassieren wollte auch keiner am Eingang, warum auch. Egal, ist ja immer das gleiche Spiel. Das ist auch ein bisschen Kulturgut, was verloren geht. Da hat man so schöne Kassenhäuschen und keiner will mehr die verrostete Türe aufschließen. Das Vorspiel lief noch, ich hockte mich halt dann dazu und wartete, bis das Hauptspiel anfing. Sinnloserweise wurden hier heute sogar Ordner im weiten Rund verteilt, die für Zucht und Ordnung sorgen sollten. Total übertrieben, bei etwa vierzig Zuschauern. Das macht auch nicht unbedingt Lust, wenn man in der Gruppenliga schon bewacht wird. Es passierte natürlich auch nichts, genau wie auf dem Rasen. Bei dem schwülen Wetter heute war das auch kein Wunder, alle waren einfach nur platt. Der Ground kann immerhin bissel was, hat ein paar Stufen mit Bänken davor auf der Gegenseite, dazu noch paar Stufen in der Kurve. Insgesamt also ok. Kurz vor dem Schlusspfiff machte ich mich dann wieder auf die Socken, mit dem Abpfiff dann raus ins sichere Auto und auf nach Hause. Ich konnte heute wahrlich zufrieden sein, der erste Doppler nach der kurzen Auszeit war im Sack. Natürlich nur der übliche Amateurkram, aber den liebe ich ja besonders. Die ganze andere Grütze ist ja nicht so mein Ding, aber auch damit will ich jetzt nicht schon wieder anfangen. Die Dusche ruft, der Schmutz muss runter...

DJK Schwarz-Weiß Wiesbaden - TuS Wiesbaden Dotzheim 5:2

Ich musste eine lange Zeit warten, doch heute konnte und durfte ich wieder in mein geliebtes Hobby einsteigen. Die Freude war so groß, dass mich sogar der Plastikplatz bei Schwarz-Weiß Wiesbaden kalt ließ. Gut, will das jetzt nicht weiter ausschmücken, meine Meinung dazu ist ja wohlbekannt. Ich traf dort auch wieder den Kollegen, der erst Mal locker an mir vorbei lief, mich hier einfach nicht erwartete. Ein schöner Eingang zur Rheinhöhe, mit Schild und altem Kassenhäuschen, wo natürlich keiner stand. Gehen auch hier lieber rum und nerven so die Leute. Wurscht, was ja heute zählte, war die Rückkehr meinerseits. Eine große Feier gab es aber zum Glück nicht, kurzer Händedruck und es konnte losgeplaudert werden. Über dies und jenes, wie immer halt. Dabei wurde auch bissel Fußball geschaut, insgesamt sieben Tore gab es, von denen fast die Hälfte nicht gesehen wurde. So ist das halt manchmal. Gibt es sonst noch was zu diesem 11h Spiel zu erzählen? Ich glaube fast nicht. Viel lieber würde ich mich wieder mal auslassen über diese fragwürdige Welt, über diese fragwürdige Medienlandschaft, über diese Mitschwimmerei der Massen, über den ganzen sinnlosen Dreck, der über Wembley und Schland gelabert wird, über alles einfach. Da werden Bilder im Netz verbreitet, wie Kampfflugzeuge sich auf den Weg nach England machen, wie England erobert wird. Ganz tolle Sache, sehr hohes Niveau. Die, die das verbreiten, sollten mal mit runtergelassener Hose in Syrien oder Israel im Bombenhagel sitzen und sich ein solches Spektakel mal anschauen. Schwangere Mütter malen sich die Wappen von den beiden Trottelvereinen auf den Wanst, meine Güte wie arm. Aber ich bin ja froh, dass es das alles gibt, kann ich mich wenigstens hier auslassen und meine ganz persönlichen Gedanken äußern. So, ich bin auf einem guten Weg, ich werde wieder fit und meine Schreiberei nimmt wieder die gute alte Form an. Manche sind natürlich der Meinung, ich habe einen gewaltigen Sprung in der Schüssel. Ja, ihr habt Recht. Genau so ist es. Ich bin aber schließlich immer noch ich und das wird auch ewig so bleiben. Die gute Luft im Wald hat gut getan, jetzt hocke ich hier und haue in die Tasten. Ich bin ich, Ihr seid Ihr. Ihr seid die Masse, ich bin ich. Nur ich. Jetzt gehts mir gut, habe in die Spur zurückgefunden. In meine Spur. Die, die mir ganz alleine gehört. Ein paar nehme ich gerne mit, doch die Masse, die darf bitte schön außen vor bleiben...