Montag, 9. April 2012

TSG Hofgeismar - TuSpo Grebenstein 2:3


Meine Güte, was liegt das hier schon wieder lange zurück. Aber die Berichte müssen ja lückenlos sein und so muss ich halt noch was zu Hofgeismar schreiben. Mach ich auch gerne, kein Thema. Die erste Zugfahrt in diesem Jahr stand bevor. Endlich. Ich kann ja nicht nur noch mit dem Auto fahren, das fällt ja über kurz oder lang dann auseinander. Aber heute konnte ich schön mit dem Hessenticket fahren, das war ja so ausgemacht. In Hofgeismar gab es heute Kreispokal gegen den Nachbarn aus Grebenstein. Das kann ich mir ruhig mal geben. Also ging es mit der Bahn los, wie gehabt zuerst nach Fulda, dann mit der gleichnamigen Bahn weiter nach Kassel. War mal wieder gewöhnungsbedürftig. Die ganzen Krachmacher unterwegs, das Umsteigen, das Frieren auf dem Bahnsteig und so weiter. Aber ich schlug mich durch, konnte es mit Musik auf den Ohren recht gut ertragen. Da heute ja Montag war, war die Spielhölle in Fulda noch geschlossen und der erhoffte Kaffee fiel somit ins Wasser. Schade eigentlich. Dann muss ich mich wohl so weiterquälen in Richtung Kassel, was allerdings recht schnell ging. Dort hatte ich dann recht viel Aufenthalt, konnte somit endlich mal ein paar Bilder vom hiesigen Bahnhof machen. Hier ist ja bekanntlich nicht viel los, das meiste spielt sich ja in Wilhelmshöhe ab. Hier ist es eher gespenstig ruhig, kaum einer steigt hier aus und ein. Ich lief umher, begann den Foto zu zücken und mir ein paar Gedanken zu machen. Nach einer endlosen Zeit fuhr ich dann mit der Tram weiter in Richtung Hofgeismar. Eine lange Fahrt, fast noch eine halbe Stunde. Dann war der Zielort aber erreicht, es regnetet jetzt wieder. Schirm aufspannen und die paar Meter zum Stadion laufen und hoffen, dass gespielt wird. Es wurde, alles war gut. Allerdings war kaum was los, enttäuschend. Und das, obwohl es ein schönes Derby war gegen den Nachbarn aus Grebenstein. Aber was solls, will hier nicht wieder grützig erzählen, warum keiner Fußball vor Ort schauen will. Ich wollte es jedenfalls. Der Gast aus Grebenstein war heute ohne Ende peinlich. Es wurde ein Rotz gespielt, zum Heulen. Das war vielleicht peinlich. Es wurde fast an jedem Ball vorbeigehauen. Die Verantwortlichen sollten sich das unbedingt nochmal auf Video anschauen. Schade nur, dass Hofgeismar am Ende nicht gewann, sie hätten es echt verdient. Die Gäste stolperten dann noch drei Tore rein, das letzte in der letzten Minute. So blieb mir zumindest die Verlängerung erspart, das wäre noch was gewesen. Ein merkwürdiges Spiel. Ich war am Ende froh, als es wieder nach Hause ging. Aber ich muss auch sagen, dass der Ground hier gar nicht so schlecht ist. Ob das eine klassische Tribüne ist, weiß ich nicht. Ich nehme es halt mal so in meine Liste auf. Ist ja meine Liste, nicht Eure, nicht Deine. Meine. Die Rückfahrt war anfangs Stress pur. Der Regionalexpress nach Kassel war hoffnungslos überfüllt, ich war froh, überhaupt mitfahren zu können. Dann wurde es allerdings besser. Bald war die Heimat wieder erreicht, ich total am Ende, aber mit einem neuen Ground im Gepäck. Da hatte es sich doch schon wieder gelohnt...

Samstag, 7. April 2012

1. FC Bad Brückenau - VfR Stadt Bischofsheim 3:2


Es war wirklich schwer, etwas Gescheites für heute zu finden. Ein Doppler im Osten Bayerns wäre wohl gegangen, die Fahrerei war mir aber zu lang. Immerhin hatte Bad Brückenau noch ein Heimspiel, gut dann fahre ich halt mal dorthin. Auch wenn es nicht viel zu erwarten gab, ein gemütlicher Karsamstag-Ausflug war allemal drin. So war es dann auch. Erst um kurz nach zwei ging es los, mal wieder in Richtung Osthessen, war ich ja schon lange nicht mehr da unterwegs. Der Tag war grau, es regnete gleich los, als ich ins Auto stieg. Nicht schön, dazu noch ziemlich kalt, gut dass die Winterreifen noch drauf waren. Obwohl, die hätte ich mir dieses Jahr auch sparen können. Aber egal, ich muss ja hier was schreiben, schreibe ich halt jeden Mist. Eine schöne Strecke bis Bad Brückenau, sehr kurvenreich, da war Bewegung drin. Ansonten dauerte es nicht lange, schon war ich da. Ein verschlafenes Nest, kaum was los, bei dem Wetter aber auch kein Wunder. Siehe da, ein alter Bahnhof oder was ist das? Exakt, hier konnte man wieder kurz innehalten und ein Stück Bahnhistorie schnuppern. Hier fährt nichts mehr, schon lange. Die Gleise sind zwar noch da, auch die Gebäude, aber Züge werden hier nicht mehr durchkommen. Dicke Bäume wuchern zwischen den Schienen, nur die Gebäude sind teilweise erneuert. Alles aus, aus und vorbei. Hier wird nie mehr ein Zug fahren. Zum Glück gibt es das Automobil, welches mich heute zum nächsten Spiel bringen sollte. Kreisliga Rhön wurde hier heute präsentiert. Hörte sich eher nach bösem Gekicke an, war es dann aber gar nicht. Ein flottes Spiel auf der Sportanlage, die immerhin über zwei große Stufen verfügt. Insgesamt fünf Tore, dazu das übliche Getrete, war schon sehr lustig. Trotz der Kälte kam ich somit gut klar, auch wenn es Mitte der zweiten Halbzeit doch tatsächlich zu schneien begann. Unfassbar. Wann wird es denn endlich mal Frühling? Bevor es am Ende noch hektischer wurde, wurde lieber mal abgepfiffen. Gut so, denn insgesamt sieben Minuten Verspätung gab es ja schon von Beginn an, jetzt noch die obligatorischen vier Minuten Nachspielzeit. Insgesmat elf Minuten Verlust, das schmerzte aber heute kaum. Zügig wurde wieder die Heimreise angetreten, kurz noch was eingekauft und dann vor den PC gehockt, um dieses Zeug hier zu schreiben. Alle Berichte sind somit im Sack, fein. Jetzt kann ich mich erstmal wieder zurücklehen, hoffe aber dennoch, dass man das hier alles noch lesen kann. Wenn man so schreibt, denkt man immer, dass es das gleiche ist. Es fällt halt manchmal wirklich schwer...

Donnerstag, 5. April 2012

Kickers Offenbach II - 1. FC Eschborn 1:2


Oberliga Hessen? Genau, da war doch was. Es fehlte noch ein Verein, die Zweitvertretung meiner ehemaligen Liebe, von der bekanntlich kaum noch was übrig geblieben ist. Ich musste es mir also nochmal antun, anders kann ich es wirklich nicht bezeichnen. Schon die Anfahrt war komisch, von den ehemaligen Flutlichtmasten am Berg war nichts mehr zu sehen, das Aushängeschild des Bergs war nicht mehr da. So wie der Rest, der einfach nicht mehr da ist. Einfach platt gemacht, erneuert und künstlich wieder hochgezogen. Aber auch das hatten wir ja schon, habe es ja mehrmals beschrieben und auch mündlich vorgetragen. Hier ist alles weg, was einem früher Spaß gemacht hat. Im Rückspiegel konnte ich noch die neue Fassade der Haupttribüne sehen, das hat mit altem, traditionsreichen Stadion nix mehr zu tun. Egal, ich höre jetzt einfach auf, mich hier aufzuregen und zu poltern. Es ist vorbei, aus und vorbei. Aber am Wiener Ring mussten noch neunzig Minuten geschaut werden, um die Oberliga mal wieder zu komplettieren. Wie erwartet, waren einige Hopper gekommen, mit denen man den Abend verbringen durfte. Anfangs war das alles sehr mau, doch es steigerte sich und es wurde viel gelacht, wenigstens das machte Spaß heute. Der Rest eher zum Abgewöhnen. Stehen wir es aus, wie ein Kollege sagte. Ein weitläufiges Gelände gibt es hier, Kunstrasen an Kunstrasen. Da interessiert mich auch nicht, wo Viking spielt, ist eh alles gleich und gleich sinnlos. Es war spaßig mit den Kollegen, der Rest war aber alles andere als gut. Ich war froh, als es vorbei war, konnte ich mich schnell wieder auf den Heimweg machen. Passend zum Sportgelände wurde noch Plastikfutter besorgt, dieses dann in Windeseile heruntergeschlungen, bevor es unter die Dusche ging. Nicht mehr groß nachdenken, der Abend musste noch weitergehen. Das ging er auch. Allmählich wurde es Nacht, ich versuchte dann zu schlafen, was teilweise auch gelang. Wenn nur nicht immer diese Gedanken wären...

Dienstag, 3. April 2012

SV 09 Würzburg - Sportbund Versbach 1:2


Manchmal muss man sich auch loseisen können, heute war so ein Tag. Zwar ordentlich und übermäßig viel Schaff, doch ein neuer Ground in Würzburg sollte her, da muss man halt Prioritäten setzen. Mit leichter Verspätung kam ich also raus, schnell zum Auto und ab nach Hösbach, um den müden Kollegen einzusammeln, der mal wieder die Nacht im Büro verbringen musste. War fast auf die Minute pünktlich, paar Sekunden zu spät, was aber heute absolut nichts ausmachte. Über die teils neue Autobahn ging es dann nach Würzburg, in Kist wurde abgefahren und die Kiste nochmal mit sündhaft teurem Sprit aufgetankt. Bald kann man sich das echt nicht mehr leisten, ist ja der Hammer. Noch kann ich es mir leisten, hoffentlich geht das noch bis zum Jahresende gut. Würzburg war rechtzeitig erreicht, ohne Navi musste es dann allerdings weitergehen. Erst mal eine rote Ampel überfahren, unabsichtlich, da ortsfremd. Dann schnell drehen und in die andere Richtung, schon kam man dem Ziel näher. Der WFV-Ground war dann schon in Sicht, der des SV befindet sich genau gegenüber. Die letzte Parklücke wurde erhascht und dann konnte es auch schon losgehen mit der Kreisklasse. Zwar nur übles Gebolze, aber das kann man schon mal vertragen. Es ging ja wieder ums Ganze, einen neuen Ground machen, den man vorher noch nicht kannte, unter der Woche bei schönem Wetter mit dem Kollegen fahren, die ganze Zeit dummes Zeug babbeln und so weiter und so fort. Das machte Spaß und das sollte es auch. Es wurden noch zwei Würste verdrückt, zwar voll mit Fett, aber letztlich doch noch genießbar. Ansonsten wurde aufgesogen, was ging. Und das war einiges heute. Einfach mal wieder genießen, abschalten und durch die Gegend fahren. Pünktlich war die Partie zu Ende und es ging nach kurzem Aufenthalt wieder zurück. Die Fahrt gestaltete sich sehr zügig, so dass man nach vierzig Minuten wieder am Ausgangspunkt der Reise war. Hervorragend. Der Kollege wurde verabschiedet und ich düste weiter nach Hause, wo ich unglaublich früh ankommen sollte. So konnte der Tag ordentlich ausklingen, ich war mal wieder zufrieden und konnte noch neunzig Minuten zu Hause rumhängen, bis es in die Koje ging...

Sonntag, 1. April 2012

Sportfreunde 05 Saarbrücken - SC Reisbach 1:5


Die Nacht war vorbei, ich konnte wie fast immer nicht richtig gut schlafen. Also ging es halt weiter, raus aus dem Bett, das übliche Prozedere, packen und dann wieder von Dannen ziehen. Das Auto stand zum Glück noch in der Seitenstraße, es konnte also losgehen. Die Fahrt zurück nach Saarbrücken konnte ich getrost über die Käffer machen, es war heute ja genug Zeit und Stress sollte es ja keinen mehr geben. Ein Kaff nach dem nächsten, aber eine sehr schöne und zügige Fahrt war das. Schon zehn Minuten gut gemacht, obwohl ich ja nicht musste, machte das dennoch Spaß. Irgendwie ging es dann eine Zeit lang an der Grenze entlang, wann kommt denn endlich mal das Saarland? Ah da, Völklingen wurde erreicht und es ging kilometerlang durch die Stadt. Dann waren die Saarwiesen erreicht, ach wie schön. Das machte gleich wieder Spaß, eine schöne kleine Anlage mit Tribüne und Naturgras. Es war noch nichts los, kein Wunder, drei Stunden vor dem Anpfiff. Hunger hatte ich, also wurde eine Lokalität gesucht und dann auch gefunden. Das Essen war mittelmäßig, aber ok. Jetzt ließ ich mir Zeit, parkte das Auto am Stadion und entspannte noch einige Zeit. Ruhe pur, Entspannung pur. Amateurfußball pur. Rein ins Stadion, es aufsaugen, genießen. Das tat heute wieder richtig gut nach dem gestrigen Stress. Ich freute mich aufs Spiel, das dann auch bald begann. Allerdings war die erste Halbzeit nicht gut, nur wenig wurde geboten. Vom Wetter her zumindest top heute, herrlich. Die zweite Hälfte wurde dann von der Tribüne verfolgt. Schöne Anlage, kann man wirklich nicht motzen. Die Hausherren verloren jetzt den Faden, in Unterzahl ging fast nichts mehr und die Gäste machten noch ein paar schöne Tore. Leider war der Kick dann vorbei und ich musste wieder zurück. Die Ankunft zeigte kurz vor sieben Uhr, perfekt. Alles hatte sich somit wieder gelohnt. Eine schöne, spontane Tour, die dann doch wieder erfolgreich endete und mich wieder etwas bestärkte in dem, was ich hier tue. Aber der Stress will nicht enden. Es muss ja irgendwie weiter gehen, so sagt man jedenfalls. Aber muss es das wirklich? Klar ist es schön, irgendeinen Amateurquatsch von irgendeiner Tribüne zu gucken, doch das, was sich da immer im Vorfeld abspielt, macht mich fertig. Ob es das alles Wert ist? Die Antwort wird wohl keiner wissen, ich definitiv nicht...

Samstag, 31. März 2012

AS Nancy-Lorraine - Paris Saint-Germain 2:1


Was soll ich sagen? Weiß nicht, keine Ahnung. Versuche ich mal lieber, hier was Gescheites zu schreiben, mir nicht ganz so viele Gedanken zu machen. Der Betze wurde links liegengelassen und ich machte mich auf in Richtung Frankreich. Dann wieder über die Grenze und schön weiter auf der Autobahn bleiben. Die Fahrerei über die Käffer wollte ich mir nicht antun, es war ja auch etwas zeitkritisch und ich wollte kein Risiko eingehen. Die Autobahngebühr war mit vier Euro auch zu verkraften, es musste nur einmal gelatzt werden. Dann war der Dunstkreis von Nancy auch schon erreicht, jetzt quälte ich mich durch die Innenstadt. Eine schreckliche Fahrt, Ampel an Ampel, rot folgte auf rot. Dann natürlich noch die falsche Abfahrt genommen, nicht direkt zum Hotel, sondern am Stadion vorbei. Meine Güte, wird das alles nochmal richtig eng. Dann halt wieder zurück, endlich am Hotel angekommen. Was für eine Farce! Unglaubliche Hetzerei, dazu musste ich dringend mal aufs Klo. Schmerzen waren das. Ich war auch noch im falschen Hotel, also nach nebenan, dort einchecken und wieder rückwärts zum Stadion. Das Auto wurde in einer verlassenen Seitenstraße abgestellt, die letzten Meter ging es dann zu Fuß. An der Kasse klappte dann alles, eine Plastikkarte bekam ich in die Hand und es konnte losgehen zum nächsten Eingang. Auch das klappte, somit hat sich das Ticketbestellen vom Vortag schon gelohnt. Das dauerte ja eine Ewigkeit. So war aber alles im Sack, ich drin im Stadion und jetzt konnte das zweite Match ganz in Ruhe verfolgt werden. Eine komische Atmosphäre hier in Nancy, dazu noch Kunstrasen von Polytan, sehr fragwürdig. Aber was solls, ein europäischer Erstligist muss halt gemacht werden. Da hilft ja alles nichts. Ich hockte mich auf meinen Platz, verfolgte das Plastikspiel und war doch zufrieden. Die Hausherren verdienten sich spielerisch schon den Sieg, alles andere gefiel mir nicht unbedingt. Aus Paris waren nur ein paar Leute angereist, der Rest wohl im Streik. Sehr sinnlos, diese Streikerei. Aber was solls, ich konnte zufrieden wieder abziehen. Es war mittlerweile gut kalt, ich wollte nur noch ins Bett und mich lang machen. Zu essen gab es leider nichts mehr, alles schon geschlossen. Gut, dann mach ich mich halt lang, zappe noch bissel im TV rum und schlafe dann irgendwann ein. Immerhin ist das Kapitel Nancy jetzt auch endlich mal erledigt. Ich konnte schon zufrieden sein...

1. FC Kaiserslautern - Hamburger SV 0:1


Es war mal wieder soweit. Bevor das Urgestein der Liga absteigt, wollte ich unbedingt noch Mal ein Auswärtsspiel fahren, so ging es an diesem Samstag in die Pfalz. Kurz entschlossen hängte ich noch zwei weitere Spiele dran. Allerdings wurde dies wirklich erst auf den letzten Drücker geregelt, schnell noch Tickets und Hotel gebucht, dann konnte es am nächsten Morgen los gehen. Alles mal wieder sehr fraglich, bringt es das überhaupt? Alles viel zu teuer und zu stressig? Kann man es denn nicht einfach mal sein lassen? Nein, eindeutig nein. So tuckerte ich halt am frühen Morgen los, bei ganz ordentlichem Wetter. Na siehste, das wird schon werden. Gemütlich wurde die Hauptstadt der Pfalz erreicht, das Auto wie letztes Jahr exakt am gleichen Ort geparkt. Überall am Betze wird ja mittlerweile Kohle genommen für einen guten Parkplatz. Egal, das Auto war geparkt und ich konnte noch auf ein Bierchen in die Innenstadt. Schon einige Leute unterwegs, wie immer halt. Dann ging es den Berg hoch, anstrengend, aber ich hatte noch genug Zeit, nur keine Hektik heute. Man wurde heute abgetastet wie ein ausgebrochener Sträfling, es wurde einem fast die Unterhose nach unten gezogen und die Söckchen runtergekringelt. Habe ich auch noch nicht erlebt. Gründlicher kann ich nicht mal meinen Nudelteller leeren, selbst wenn ich den auslecke bis zum letzten Rest. Drinnen wurde dann noch mal kontrolliert, die Waffenkiste hätte man ja vorher über den Zaun werfen können. Die Rache folgte dann auf dem Rasen, wo den Teufeln die drei Punkte weggenommen wurden. Zum Glück, denn wir brauchen wohl jeden Punkt, um überhaupt überleben zu können. Stimmung auf Heimseite gab es nur zu Beginn, dann änderte sich das in lautes Pfeifen und Schimpfen. Alles sehr fraglich hier mittlerweile in Lautern. Kein Hexenkessel mehr, nix. Wobei sich die Mannschaft wirklich mühte und auch das ein oder andere Tor hätte schießen können. Ich pöbelte aber auch, wollte eigentlich ruhig bleiben, schaffte es dann aber nicht. Es setzte leiser Nieselregen ein, dann ertönte der Schlusspfiff und ich sprintete los, den Berg runter und rein ins Auto. Es mussten noch knapp zweihundert Kilometer zurückgelegt werden, da durfte ich keine Zeit verlieren. Die Autobahn war erreicht und ab ging es...

Sonntag, 25. März 2012

DJK Teutonia Schalke - SG Eintracht Gelsenkirchen 3:2


Im Schalker Grill wurde zu Mittag gegessen. Eine ordentliche Portion wurde von der netten aber trägen Dame hinterm Tresen zubereitet. Der Kollege zweifelte zwar erst an der Location, doch dann war er einfach überzeugt und zog mit. Das Auto wurde schon mal am Ground geparkt, somit konnten wir es ruhig angehen lassen. Dann ging es aber gleich weiter in Richtung Glückauf-Kampfbahn, das Interesse war groß. Und siehe da, gar nicht so schlecht, sieht man mal vom Kunstrasen ab. Aber den ließ ich heute außer Acht. Man war erstmal beschäftigt, sämtliche Malereien an den Wänden zu fotografieren. Eine tolle Sache hier, das gibt echt was her. Ansonsten war auch alles prima. Endlich war man mal hier, nicht nur da oben auf der Autobahn, sondern auch mal hier unten im Geschehen. Eine riesige Tribüne, die schwer einzufangen war. Jedenfalls mit dem Foto. Ansonsten wurde sie natürlich aufgesogen. Das Match begann sieben Minuten früher, kam uns also entgegen. Zum Glück war man rechtzeitig da, ansonsten würde man noch eine böse Überraschung erleben. Doch heute passierte nichts mehr in dieser Hinsicht. Eine gute Karte gab es dann sogar auch noch, alles war somit in Butter. Wir verquasselten uns natürlich wieder, was zur Erheiterung beitrug. Man war zufrieden, gutes Wetter und einfach mal wieder unterwegs. Für mich ist das ja momentan wie ein Juwel, für den Kollegen ja selbstverständlich. Ist ja auch schön, wenn man topfit und toporganisiert ist. Babababa, hallo! Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass der Fahrer auf der Rückreise des öfteren durchgedreht ist, was sich in lautem Pöbeln oder Durchtreten des Gaspedals bemerkbar machte. Ich war erfreut und konnte somit die restliche Zeit noch genießen. Endlich ist Schalke auch mal im Sack, nur noch 33 in der Druha Liga und nur noch 256 Länderpunkte. Ich bin auf einem guten Weg, für mich. Nicht für die anderen, nur für mich. Ich werde das alles schon meistern, bin ich mir sicher. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche und bis bald an dieser Stelle hier...

DJK Juspo Essen West - SC Türkiyemspor Essen 2:1


Am gestrigen Samstag gönnte ich mir einen Ruhetag, einfach zu platt um was zu machen. Da wollte ich doch lieber etwas auftanken, damit ich diesen Sonntag durchhalten sollte. Die Umstellung auf die Sommerzeit traf uns nicht unbedingt hart, es ging, war ganz ok. Es musste zwar eine Stunde früher aufgestanden werden, doch die Vorfreude machte das wieder wett. Nachdem die Kaffeekochstunde vorbei war und ich Brötchen besorgt hatte, ging es voller Zuversicht los in Richtung Ruhrpott. Da der Kollege heute dankenswerterweise fuhr, konnte ich die meiste Zeit entspannen. Jedenfalls auf der Hinfahrt. Ohne Probleme und mit schönem Wetter im Gepäck erreichten wir Essen und den nächsten Ascheplatz dort. Immerhin drei Stufen auf der Gegenseite, somit leicht besser als überhaupt erwartet. Im Vereinsheim gab es noch ein Magazin "Auf Asche". Die hatten mich wohl die letzten Wochen abgehört, denn jetzt haben sie es selber gemerkt, dass man die Ausgabe bald in "Auf Kunstrasen" umbenennen müsste. Warum dabei von "zum Dank" gesprochen wird, entzieht sich hier meiner Kenntnis. Eine Leidensgeschichte, ich kann Euch sagen. Ich würde einen riesigen Kunstrasen in Essen errichten, auf dem dann das ganze Wochenende ununterbrochen Spiele stattfinden. Am Besten jede Partie über 65 Minuten, damit sich die Anreise auch richtig lohnt. Die Sonne schien schön vom Himmel herab, dennoch ging ein leichter Wind, der mich teilweise gut frieren ließ. Bin halt immer noch angeschlagen, will hier aber nicht klagen, also lassen wir das. Gekickt wurde teilweise unterirdisch, sehr langweilig, keine Chancen in der ersten Halbzeit. Das könnte auch am Schiri gelegen haben, der sage und schreibe eine halbe Stunde zu spät kam. Hatte wohl nichts von der Zeitumstellung mitbekommen. Dormel! Hanswurst! Sich dann noch hinstellen und die Spieler beleidigen, schämen Sie sich. Aber egal, die zweite Halbzeit wurde etwas besser und es fielen noch ein paar Törchen. Sehr gut, also war auch das erledigt und ohne Eintrittskosten konnte man den Ground dann wieder verlassen. Eine Karte sicherten wir uns trotzdem noch, auch wenn es nur der übliche Fetzen war...

Freitag, 23. März 2012

FC Donebach 1949 - SV Seckach 1:1


Eigentlich hätte ich heute gar nicht fahren dürfen, da gesundheitlich immer noch angeschlagen. Wahrscheinlich hat mich der Quatsch-Virus befallen, nachdem ich die letzten Wochen immer mal Europaliga und ähnlichen Mist im TV verfolgt habe. Das kann natürlich sein. Umso wichtiger war es heute, sich doch noch aufzuraffen und einen neuen Ground zu machen. Von der Arbeit ging es erst noch mal kurz nach Hause, kurz durchatmen und dann weiter nach Aschaffenburg, um die beiden anderen Interessenten einzusammeln. Es wurde wie immer mit der Laberei begonnen, heute mal wieder herrlich und pausenlos. Zügig ging es in Richtung Odenwald, dabei wurde wie fast immer die gleiche Strecke gefahren. Kurz vor Mösenbach dann aber ein Umleitungshinweis, dann gehts halt erst mal bis Mudau und dann das Stück zurück. War auch besser gewesen, denn die andere Route hätte wohl nicht geklappt. Erfahrung halt. Dann ging der Spaß erst richtig los. Zu dritt wurde aus allen Lagen fotografiert, es war gerade noch bissel hell und man musste das natürlich nutzen. Kurze Zeit später wurden wir von hinten angefallen, was wir hier machen und warum wir uns so für die Sportanlage interessieren würden. Da sich die anderen beiden Mitfahrer verdutzt wegdrehten, ergriff ich halt das Wort und regelte sachlich die Situation. Kurze Gedanken an Garmisch kamen bei mir auf. Doch dann war auch das Geschichte. Das Spiel wurde fast komplett verlabert, war auch gut so, denn außer den beiden Toren vor unserer Nase war das eher langweilig. Habe selten so wenig auf den Platz geschaut in neunzig Minuten. Nachdem auch die letzten Wasserwürschte aus waren, ging es für uns wieder zurück an die fränkisch-hessische Grenze. Die beiden Kollegen wurden abgeladen und ich düste weiter. Das Ergebnis der Hamburger wurde nun eifrig im Radioband verfolgt. Kurz vor der Autobahn stand dann es dann auf einmal 1-2. Wusste ich es doch, heute wird alles gut. Ein paar Kilometer weiter stand die zwei dann auf einmal auf der anderen Seite. Nicht schon wieder, dieser hessische Sender, den man überall empfängt, hatte es doch tatsächlich mal wieder geschafft. Solche Penner, drücken einfach mal das falsche Ergebnis ein, weil es ja eh keine Sau interessiert. FSV hat ja gewonnen, interessiert auch keine Sau, da kann man auch mal den Zwischenstand falsch einblenden. Ihr elendigen Penner! Wenn es das Urgestein nicht packt, dann weiß ich zumindest jetzt, wer Schuld daran ist. Wo bitte ist das nächste Pulsmessgerät. Schleunigst her damit...

Sonntag, 11. März 2012

FV Union 08 Böckingen - TSV Botenheim 3:1


Da stand ich also. Endlich war Böckingen zum Greifen nahe. Und es sollte auch klappen, denn es wurde brav im Stadion gekickt, was ja heutzutage nicht überall immer der Fall ist. Vor dem Spiel ging es noch kurz zum Speisen, danach war aber Fußball angesagt. Der Kollege verabschiedete sich dann noch zu einem anderen Spiel, ich ging dann langsam ins Innere, holte mir vorher noch ein schönes Ticket ab und machte mich dann an die Foto-Love-Story. Ja, hier ist was los, ein schöner Ground, gerade richtig an solch einem grauen Sonntag. Hier geht einem das Herz auf, mir jedenfalls. Das sind doch die Dinge, die das Leben wieder lebenswert machen. Die geplante Fusion mit dem FC Heilbronn blende ich jetzt mal komplett aus. Aber machen wir hier weiter. Ich ging so meine Runden, hier ein Foto, dort ein Foto. Dann noch kurz was zu Trinken kaufen und dann das Spiel verfolgen. Es war etwas holprig, aber die Akteure bemühten sich doch sehr. So gingen die Seeräuber auch in Führung, schnell war klar, dass es hier einen Heimsieg geben würde. Ich verfolgte zunächst aber noch ein interessantes Hundetraining, denn ein Zuschauer hatte seinen Paul mitgebracht und versuchte, diesem den Ball zu werfen. Das war doch tatsächlich ein Golfball. Hatte ich auch noch nie vorher gesehen. Der Hund war planlos, viel planloser aber das Herrchen. Entweder man geht mit dem Hund Gassi oder man schaut Fußball. Guck Fußball, brummelte ich vor mich hin. Meine Güte, was für ein Quatsch. Ansonsten passierte nicht viel, war auch gut. Hauptsache ich war zufrieden und konnte hier endlich den Deckel drauf machen. In Halbzeit zwei zog es mich dann auf die Tribüne, von wo aus man doch sehr gut sehen konnte. Die Hausherren vergaben jetzt eine Möglichkeit nach der anderen, gut zehn Tore hätten noch fallen können. Kurz vor Schluss dann aber erst der erlösende Treffer, nachdem der Gästetorwart mit nach vorne kam und nach einem Konter hinten alles offen war. Jubel auf der Tribüne. Dann war schon wieder Schluss, das fünfte Spiel an diesem Wochenende war vorüber. Jetzt ging es wieder nach Hause, nochmal kurz umdrehen. Dann aber ab in Richtung Heimat, wollte man doch noch ein paar Stunden zu Hause verweilen, bevor die Arbeitswoche wieder beginnt. Ich war hochzufrieden, eine gute Ausbeute. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Jetzt heißt es erstmal wieder gesund zu werden...

FC Viktoria Backnang - TSG Backnang 2:5


Nach einer kurzen Nacht ging es auch schon wieder los zum nächsten Ground. Das Stadtderby in Backnang stand auf dem Programm, das man gerne mitnahm, da bereits um elf Uhr angepfiffen wurde. Eine sehr entspannende Fahrt, auf der ich die meiste Zeit die Augen zu hatte. Ich war platt, richtig kaputt, müde und dazu wieder erkältet. Aber das minderte meine gute Laune keineswegs. Obwohl wir langsam fuhren, waren wir bereits eine Stunde vorher am Ground angekommen. Hier war noch nicht viel los, immerhin wurde gleich festgestellt, das nicht auf dem Kunstrasen gespielt wurde. Gute Sache, somit war der erste Kick schonmal erfolgreich. Wir verweilten noch etwas im Auto, zogen dann aber los um frische Luft zu schnappen. Eine gute Karte gab es zur Überraschung, ein weiterer Pluspunkt an diesem Morgen. Dann wurden gleich mal Fotos gemacht, die paar Stufen auf der Gegenseite waren noch so gut wie leer, kurz ablichten und dann zuschauen, wie es sich hier langsam füllte. Am Ende sollen siebenhundert Zuschauer da gewesen sein, nicht schlecht. Ein ordentlicher Besuch. Ansonsten wurden noch ein paar andere Hopper gesichtet, das wars aber dann auch schon. Jetzt konzentrierten wir uns auf das Spiel, das anfangs doch recht mäßig war. Dann aber gab es einige Tore und die Gäste von der TSG führten drei zu null. Klare Sache jetzt, dachten wir. Doch die Hausherren konnten kurz vor der Pause noch verkürzen. Aber es wurde nicht mehr spannend, denn die Gäste legten noch eins drauf und somit war klar, dass es hier einen Auswärtssieg geben würde. Ein ordentlicher Auftakt in diesen Sonntag, der doch eher grau war. Aber Hauptsache, es war trocken. Jetzt mussten wir uns nur noch auf das nächste Match einigen. Eigentlich war Geislingen ja ausgemacht, doch das wurde am Abend bereits abgesagt. Telefonisch wurde uns dann aus Schorndorf und aus einem weiteren Kaff bestätigt, dass auf Kunstrasen gespielt wird. Meine Güte, geht das schon wieder los? Ihr könnt es wohl nicht lassen, ihr Penner. Wir einigten uns dann auf Heilbronn, ich durfte endlich mal zu Union Böckingen und der Kollege hatte auch noch was in der Hinterhand. Gut, dann fahren wir halt wieder in Richtung Norden, sind wir dann auch früher zu Hause. Auch gut...

Samstag, 10. März 2012

A.P.M. Metz - S.R. Creutzwald 3:2


In wenigen Minuten war man auch schon am dritten Ziel des Tages angekommen, und das vor allem pünktlich. Fast auf die Sekunde genau, denn kaum war man im Ground, wurde auch schon angepfiffen. Somit hatte ich meinen Teil erledigt, und jeder von uns konnte seine Grounds werten. Auch hier gab es wieder eine Tribüne zu besichtigen, von denen gibt es hier scheinbar sehr viele. Da findet sich wohl immer was. Es wurde dann erstmal in Ruhe was gegessen, die dritte Bratwurst wurde reingeschoben. Danach war ich mehr als satt und sie hingen mir fast zum Halse wieder raus. Auch hier gab es flotten Fußball zu sehen, so macht das doch Spaß. Ein Tor nach dem anderen fiel, wir wussten leider nicht, für wen. Kein Schriftzug auf dem Trikot, die Anzeigetafel blieb stumm, wir wussten nichts. Erst kurz vor Spielende sollte sich das Problem lösen. Wenig Zuschauer waren gekommen. Aber das ist man ja schon gewohnt. Hauptsache, wir waren da. Hauptsache, ich war da. Kurz vor der Pause musste ich dann zum Warmlaufen, was ich ganz gut machte, wie ich fand. Ich wurde zwar dann doch nicht eingewechselt, doch das war es mir Wert. Man muss auch immer mal einen Spaß machen, sonst macht das ja keinen Spaß. Die zweite Halbzeit wurde dann von der Tribüne aus verfolgt, von wo man auch das Tor des Tages bewundern durfte. Ein schöner Volleyschuss genau in den Torwinkel. Ansonsten ging es noch paar mal hin und her, ohne dass es allerdings weitere Tore gab. Wir harrten aus, bis auch hier abgepfiffen wurde. Dann ging es per Pedes zum Auto zurück, schnell sortieren und dann auf die Heimreise. Zurück nahmen wir dann halt doch die Autobahn, ging wesentlich schneller und es kostete auch nicht unbedingt viel. So ließ es sich gut fahren, sieht man mal vom Grenzübergang ab, wo nur zehn km/h erlaubt sind. Totaler Schwachsinn. Aber auch das wurde schnell abgehakt, denn es konnte bald darauf wieder zügig gefahren werden. Kurz nach Mitternacht wurden die Kollegen dann wieder verabschiedet, ich fuhr noch weiter nach Hause, um mich kurz hinzulegen, sollte es doch am frühen Morgen wieder weitergehen. Drei neue Grounds waren somit im berühmten Sack, die nächsten folgten bereits in wenigen Stunden. Ich freute mich schon darauf...

R.S. Magny - FC Luneville 3:0


Es wurde hektisch. Vor allem im Auto. Eine rote Ampel nach der nächsten. Alle wurden ganz hippelig, ob es wohl reichen sollte, pünktlich zum Anpfiff in Magny anzukommen. Auf den kurzen freien Stücken wurde ordentlich Tempo gemacht, bis man wieder halten musste. Es musste hier und dort mal gehupt werden um zu signalisieren, dass wir es eilig hatten. Wir haben halt nicht die Zeit, unsere Einkaufstüten bequem über die Grenze zu schiffen, wir haben weitaus höhere Absichten. Gerade im Grenzgebiet zeigt sich immer wieder diese Lahmheit, hier und dort wird rumgetrödelt, nur weil man ein schönes Halstuch für zwei Euro fünfzig gekauft hat und es jetzt seinen Geschwistern präsentieren will. Die Grenze war dann bald erreicht, ich schon leicht nassgeschwitzt, jetzt ging es aber besser und bald war kein Aas mehr zu sehen. Direkt neben der Autobahn ging es weiter, denn Maut wollte man erstmal keine zahlen. War auch ok, denn es wurde wie erwartet Minute um Minute gutgemacht. Jetzt war ich wieder zufrieden, gut zwanzig Minuten früher sollte man doch in Metz ankommen. Der Platz in Magny war dann bald erreicht und für fünf Euro hielt man wieder eine Verbandskarte in Händen. Siehe da, eine kleine Tribüne gab es hier doch zu bestaunen, ansonsten war nicht viel zu sehen, aber gefallen hatte es mir dennoch. Alles sehr beschaulich, aber guter Fußball wurde dann doch präsentiert. Ein schönes Spielchen da auf dem hubbeligen Rasen. Die Gastgeber führten schnell mit drei zu null, die Gäste waren somit gleich in die Schranken verwiesen. Wir hatten Spaß, zogen im Matsch unsere Kreise und babbelten das übliche Zeug. Es wurden hier und da noch ein paar Fotos geschossen, dazu noch das Vereinsheim begutachtet. Dann musste nur noch die zweite Halbzeit rumgehen, was sie dann in Windeseile auch tat. Jetzt kam es wieder auf jede Sekunde an, denn man hatte nur noch knapp zehn Minuten Zeit, um auch das dritte Spiel des Tages von Beginn an mitzubekommen. Also, nichts wie los...

SV Saar 05 Saarbrücken - DJK Ballweiler 3:0


Manchmal fällt es doch sehr schwer, hier etwas zu schreiben, vor allem wenn die letzten Spiele nun schon wieder eine Woche zurückliegen und man sich gar nicht mehr so recht an alles erinnern kann. Aber ich habe ja zumindest ein paar Interessenten, denen ich hier auch was bieten will und so raffe ich mich jetzt einfach mal auf und nehme die Tasten in die Hand. Ein komisches Jahr ist das, kaum unterwegs gewesen und doch einige Spiele und Grounds gemacht, was natürlich vor allem an der günstigen Konstellation der Spiele lag. Auch an diesem Wochenende stand mal wieder ein Dreier auf dem Programm, der vom fleißigen Kollegen aus Franken herausgesucht wurde. Ich konnte mich ohne Probleme vom Seminar loseisen und gemütlich in Richtung Autobahn tuckern. Trotz leichter Erkältung, die mich jetzt immer noch fest im Griff hat. Die Herren aus dem Freistaat waren diesmal pünktlich auf die Minute und waren sogar von sich selbst überrascht. Gemütlich ging es dann wieder in Richtung Südwesten der Republik, wieder über Mainz, Alzey und Kaiserslautern nach Saarbrücken. Eine Fahrt ohne Probleme, kurz mal zum Auftanken fahren, Lego-Männer einsammeln und dann zum Kieselhumes hoch. Endlich mal, es wurde auch Zeit. Man kommt doch jetzt in die Phase, wo man mal die Grounds macht, zu denen man es jahrelang nicht geschafft hat, nur weil man irgendeinen Rotz fahren musste. Jetzt wird man doch ruhiger und fährt nur noch die Sachen, zu denen man auch will. Einen klebrigen Kunstrasen unter der Woche brauche ich nicht mehr, das kann ich mir mittlerweile sparen. Ich muss mit meinen Kräften haushalten, diese gezielt einsetzen und doch Spaß an dem haben, was ich tue. Ich bin wieder ich, genau so muss das sein. Da war er also, der Kieselhumes. Schön in der Seitenstraße parken und dann leger zum Ground gehen, schnell noch am Ascheplatz Halt machen und dann hoch zum Stadion. Ein üppiger Ground, so wie man ihn sich vorstellt, mit einer ordentlichen Tribüne und zahlreichen Stufen. Dazu gab es noch schöne Lüftlmalerei an den Kopfseiten, ich war sehr zufrieden. Wir waren zufrieden. Nicht ich sondern wir, wir alle. Vom spielerischen war das eine klare Angelegenheit, die Hausherren dominierten klar und hätten durchaus höher gewinnen können. Leider nur hundert Zuschauer, was wohl auch daran lag, dass der FCS zeitgleich ein Heimspiel hatte. Das juckte uns aber weniger und wir zogen nach Abpfiff gleich weiter in Richtung Frankreich zum nächsten Spiel. Für mich war es ein gelungener Auftakt ins Wochenende, zufrieden wurde aufs Gaspedal gedrückt...