Samstag, 18. Juni 2011

FV Zell-Weierbach - SG Weier/Bühl 8:1


So viel Weier und Weierbach, da kommt man tatsächlich des öfteren durcheinander. Ich bildete mir ein, es gelernt zu haben, komme gerade aber wieder kräftig ins Schwanken. Egal. An diesem schönen Samstag, dem letzten in dieser Spielzeit, lief die Relegationsmaschine nochmal auf Hochtouren und insgesamt drei Spiele standen auf dem Programm. Das Genie suchte mal wieder die Spiele raus, herzlichen Dank an dieser Stelle. Ich musste also nur noch mitfahren, das bekam ich gerade noch so auf die Reihe. Es ging gemütlich los, pünktlich wurde Darmstadt angefahren und schon war man zu dritt in Richtung Schwarzwald. Kurzer Stau bei Bruchsal, komischer Verein, komischer Stau. Es ging weiter, immer weiter, bis die Ausfahrt Appenweier erreicht war. Schon wieder weier, aber diesmal gehts. Noch lief alles nach Plan, der Sportplatz wurde bald erreicht und es gab sogar noch einen guten Stellplatz vor dem Ground. An der Kasse dann hervorragende Karten, die kurz danach aber einmal ratsch in der Mitte eingerissen wurden, was den Kollegen aus Südhessen das erste mal an diesem Tage stark erboste. Ein freundliches "Du hast se doch nicht mehr alle" wurde dem zugegeben nervenden Ordner entgegen geworfen. Ich entzog mich der Gefahrenzone und suchte einen ersten Weg durch die Massen. Nette Anlage hier mit teilweise vier Stufen auf der Gegenseite und nettem Verköstigungsstand am Ende. Ansonsten gab es hier heute viel Quatsch, eine Tombola, bei der es allerlei Dreck zu gewinnen gab. Das Angebot reichte von Dortmund-Schals bis hin zur Schalke-Zahnbürste. Hallo? Wer braucht diesen Käse? Und was hat das bei einem Relegationsspiel zu suchen? Nichts, aber auch gar nichts. Es ging hinter das leere Tor, dort war Ruhe und das Match konnte so gut verfolgt werden. Wir regten uns noch ein paar Mal über die Anhänger von Weier auf, die doch recht peinlich auftraten. Da liegt man hoffnungslos zurück und regt sich über jeden Regenwurm auf dem Platz auf. Das nervte etwas, ging aber vorüber. Wir befürchteten schon das schlimmste, als die Spieler nicht mehr aus der Kabine kamen und die Regenwurm-Ultras den Platz stürmten. Sollte hier boykottiert werden? Nein, man ließ sich nur unnötig viel Zeit und verdarb uns somit den pünktlichen Wiederanpfiff. Der Kollege rastete jetzt schon zum zweiten Mal aus. Ich war aber ganz gelassen, war sowieso klar, dass man das zweite Spiel in Offenburg nicht komplett sehen konnte. Schlusspfiff nach neun Toren, raus hier aus dem Irrenhaus und weiter ins schöne Offenburg.

Dienstag, 14. Juni 2011

Türkischer SC Offenbach - TSV Dudenhofen 2:2


Ich entschloss mich kurzfristig. Wenn man schon so nett gefragt wird, dann kann man sich ja auch mal aufraffen und kurzerhand zu einem weiteren Relegationskick fahren. Auch wenn ich anfangs gar keine Lust hatte, je länger der Tag fortschritt, desto mehr Geschmack bekam ich und letztlich sagte ich dann zu. Ich quälte mich zum Hanauer Hbf, wo ich um kurz nach sechs aufgesammelt werden sollte. Ich hatte keine Kohle mehr, nichts mehr, komplett ausgeraubt. Schnell noch in den Pavillon und ein paar Mäuse abheben und dann ging es auch schon in das gewohnte Taxi des Kollegen, das uns durch das übliche Rhein-Main-Gelände bis nach Rumpenheim brachte. Wir konnten die letzte Parklücke ergattern und waren kurz danach auch schon drin, natürlich mit dem erwarteten Misserfolg der Kartennachfrage und des Latzens von Geld. Na dann wollen wir mal den aufstrebenden Verein hier unterstützen, der heute mal wieder auf dem Platz der SKG Rumpenheim kicken durfte. Normalerweise schaue ich mir sowas ja nicht an, aber heute machte ich mal eine Ausnahme. Und das sollte sich auch lohnen. Für die Relegation genau das richtige Spiel und Ambiente. Hunderte Zuschauer, weitaus mehr als erwartet, zwei Fanblöcke sogar hüben und drüben, bengalische Feuer, Tore, Elfmeter, Hopper soweit das Auge reichte. Dies gipfelte im gemeinsamen Gruppenbild mitte der zweiten Halbzeit. Da erwartet man nichts von diesem Tag und dann das. Ein großes Vergnügen, wie immer. Schirm aufspannen, blödeln, Schirm aufspannen, blödeln usw. Das Match wurde gegen Ende immer hektischer und nervöser, den Gästen aus Rodgau reichte am Ende der etwas glückliche Punktgewinn. Der Abschied fiel schwer, doch mit dem Schlusspfiff suchten wir das Weite. Ich musste und wollte heim, in die Federn. Schnell noch in Hanau einen vergammelten Döner hinunterwürgen, kurz TV glotzen und dann ab in die Bahn. Heimat, ich komme...

Sonntag, 12. Juni 2011

TV Hausen 1873 - VfR 09 Meerholz 4:2


Zum vorerst letzten Relegationsspiel ging es an diesem Sonntag. Dabei ging es auch in diesem Spiel fast um nichts mehr, ich vernahm nur, dass beide wohl noch theoretische Chancen hatten. Aber da ich Hausen noch nicht hatte, war mir das eh egal und locker konnte man anreisen. Das dauerte nur ein paar Minuten und schon war man unweit des Sportgeländes. Für satte vier Euro gab es wenigstens eine brauchbare Karte. Ansonsten wurde es heute wieder mal zum großen Hoppertreff, denn am Ende waren wieder mal acht Leute vertreten, die sich hier begeistern wollten. Doch es hielt sich insgesamt in Grenzen. Auf dem Grün fielen zwar sechs Tore, aber das war schon teilweise ein schlimmer Kick, bei dem man merkte, dass es um nichts mehr gehen sollte. Wenigstens hatte der Platz eine Überdachung und zwei Stufen auf einer Seite zu bieten, so dass es nicht ganz so sinnlos erschien. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht mehr dazu schreiben. Ich werde mir jedoch mal Gedanken machen, wie das in Zukunft (hier) so weitergehen wird. Dieses Jahr kommt mir sowas von schlecht vor. Aber auch alles. Es fällt mir richtig schwer, mich momentan dafür zu begeistern. Ich muss unbedingt was daran ändern. So macht das jedenfalls keinen großen Spaß mehr. Wobei ich sicherlich jetzt etwas schwärzer sehe, als es in Wirklichkeit ist. Nutzen wir die Sommerpause mal sinnvoll und machen uns ein paar Gedanken über die Zukunft. Aber spätestens im August wird es wieder besser, davon gehe ich schwer aus...

Samstag, 11. Juni 2011

TSV 1909 Ilbeshausen - SG Schlüchtern/Elm 3:1


Da ich ja einer von der langsamen Sorte bin, musste ich an diesem Samstag nochmal ran und verbrachte fünf anstrengende Stunden auf der Arbeit. Zur Belohnung gönnte ich mir dann aber noch einen Relegationskick im schönen Vogelsberg. Markus wurde an der Tanke eingesammelt und zusammen ging es dann bei gutem Wetter in Richtung Vulkangebiet. Schön, mal wieder diese Strecke zu fahren, war ich doch schon einige Zeit nicht mehr hier unterwegs. Im Auto wurde wie immer geblödelt und gequasselt, dann folgte ein kurzer Abstecher zum Ground in Grebenhain, wo aber einige Kinder unterwegs waren und wir somit wieder das Weite suchten. Nach ein paar Kilometern war Ilbeshausen erreicht, am Sportplatz war es schon gut voll, da parkte ich doch lieber mal unten im Ort. Schöne Karten gab es am Eingang, ging schon mal gut los. Ansonsten war es dann letztlich doch ein normaler Sportplatz mit halbem Stankett, so dass es schön eng wurde für die Zuschauer. Am Ende mögen es sechshundert gewesen sein, genau konnte man das nicht sagen. Die Gäste aus Schlüchtern hatten in der ersten Halbzeit zwei Pfostentreffer, ansonsten brachten sie nicht viel zu Stande. Den Hausherren genügte eine durchschnittliche Leistung zum Sieg, der zugleich den Aufstieg bedeutete. Insgesamt machte das aber heute Spaß, man erfreut sich halt schon an kleinen Dingen. Die Heimfahrt verlief zügig und lustig bis Birstein oder auch Bierstein, so stand es jedenfalls an einigen Bushaltestellen. Dann der übliche Terror mit einigen Lahmärschen in vorderster Front, so dass ein paar Minuten wieder verloren gingen. Ansonsten wären wir kurz nach Abpfiff wieder zu Hause gewesen...

Donnerstag, 9. Juni 2011

FSV 1912 Dorheim - FC Ober-Rosbach II 7:2


Die schöne hessische Relegation war im Prinzip schon vorbei, da fing sie für mich erst an. In diesem Jahr sollte es doch tatsächlich noch schlechter werden als im vergangenen Jahr. Doch ich mache mir deswegen keinen Stress, wenn halt nicht mehr geht, dann geht halt nicht mehr. Heute ging es zumindest sehr spontan los, am Morgen kurzen Mail-Austausch mit Markus gehabt und dann entschied ich mich spontan, mitzufahren. Und das war auch gut so, wurde nämlich ein entspannter und schöner Abend. Ich fuhr also nach der Arbeit bis Selbold und wurde dort dann eingesammelt. Dann ging es zügig aber ohne Stress weiter in Richtung Friedberg, wo wir pünktlich ankamen. Zwei weitere Kollegen warteten schon und zu viert wurde dann das Match verfolgt. Für einen guten Preis gab es leckeres Weißbier zu erwerben, so dass ich dann während des Spiels vier mal zuschlug. Schmeckte wirklich hervorragend und so wurde der Abend recht lustig. Im Spiel ging es um nichts mehr, interessierte uns aber weniger. Immerhin wurden noch schöne neun Tore geboten, die ich alle mitbekam. Nach dem Spiel war dies wohl nicht mehr ganz so der Fall, ich spürte doch etwas den Hefekonsum und die dazukommende Müdigkeit. Markus ließ mich in Selbold wieder am Hauptbahnhof raus, wo ich noch ein paar Minuten warten musste. Den restlichen Heimweg ging ich dann zu Fuß. Ich trällerte jetzt schön Karlsruher Fangesänge, warum wusste ich auch nicht. Im Rückblick sicherlich etwas peinlich, doch an diesem Abend genau richtig. Durch die Gassen zog es mich nach Hause...

Mittwoch, 1. Juni 2011

VfL Neckarau - VfB Gartenstadt 1:2


Ich bin mal wieder kurz davor, die ganzen Berichte hier einzustellen und nichts mehr zu posten. Das ist alles nur noch ein einziger Krampf hier, da trägt der Fußball aktuell auch den Rest dazu bei. Aber versuchen will ich es nochmal, vielleicht klappt es ja. Die Woche war relativ kurz, da kam das Angebot an diesem Mittwoch gerade recht und man konnte mal nach Mannheim fahren um dem traditionsreichen VfL Neckarau einen Besuch abzustatten. Schnell füllte sich das Auto von meinem Fahrer und zu viert ging es dann los. Es war die reinste Einsammlungstour, gut, dass ich nicht fahren musste. So wurde es am Ende noch richtig knapp und nur ein paar Minuten vor dem Anstoß war man im Ground. Gefiel mir ganz gut, ein weitläufiges Gelände mit einer Ansammlung von Stufen auf der Hauptseite, dazu noch eine Art kleiner Überdachung oder Tribüne. Während der Rest doch eher am Nörgeln war, genoss ich die neunzig Minuten in Ruhe, wobei die Kälte doch einen schöneren Abend nicht unbedingt zuließ. Aber es ging auch so, wobei das Spiel nicht unbedingt erwärmte, sondern eher so dahin plätscherte. Der erste spielte heute zum Abschluss gegen den zweiten, doch die Tordifferenz war zu groß, sodass es nur noch theoretisch für die Gäste um was ging. Aber es waren gute dreihundert Zuschauer noch gekommen, eine gute Kulisse. Hinter dem Stadion befindet sich in einer tristen Umgebung der schäbige Kunstrasen, der hier ja scheinbar verehrt wird wie ein Gott. Wie man darauf stolz sein kann, weiß ich nicht. Ist mal wieder ein gutes Beispiel hier in Neckarau, wie gegensätzlich das doch alles ist. Aber in der konsumfreudigen Kommerzgesellschaft hat ein schöner Rasenplatz fast gar keinen Stellenwert mehr. Da geilt man sich doch lieber hinter einem billigen Stankett auf und inhaliert den Plastikgeruch des frisch gekörnten Grüns. Dann noch die ganze Zeit über Champions League und Barca babbeln, dann ist die Welt in Ordnung. Siehste, jetzt rege ich mich doch wieder auf über diese widerliche aktuelle Fußballwelt, mit der ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben will. Aber lassen wir das, es bringt ja eh nichts. Zwecklos, sinnlos. Ich erreichte in Hanau noch den früheren Zug und schloss schon mit dem Tag ab. Passiert eh nichts mehr dachte ich. Doch dann wurde ich wieder vom Gegenteil überzeugt, denn ein verliebtes Paar machte auf sich aufmerksam. So was hab ich noch nie erlebt. Die waren wohl irgendwo in Frankfurt bei einer Veranstaltung über die kommende Frauen-WM unterwegs. Man kann das gar nicht beschreiben, was da abging. Er pöbelte sie pausenlos zu, es fielen auch ein paar vulgäre Sprüche, mein Gott, das war einerseits belustigend, andererseits bedenklich. Was in manchen Köpfen so vor sich geht, ich weiß nicht ich weiß nicht. Der Typ war so geil auf Frauenfußball und den Event, mit dem VfL Neckarau kann der bestimmt nix anfangen...

Sonntag, 29. Mai 2011

SV St. Stephan Griesheim - TSV Trebur 3:2


Nach der Tour durch Tschechien gestern hatte ich heute zwar Lust auf einen Kick, doch es sollte nicht unbedingt weit weggehen. Ich wollte aber auch keine Grütze fahren, da bot sich ein Besuch beim SV St. Stephan an. Endlich sollte es mal klappen und der Ground dort kann gemacht werden. Es war heiß heute, mir ging es nicht gut, aber dennoch wurde um viertel vor zwei der heimische Hof verlassen. Die Autobahn war gut voll, doch ich erreichte Griesheim ganz gut. Leider verirrte ich mich dann etwas, was wohl am fehlenden Navi lag. Wird schon gehen, dachte ich. Aber es wurde am Ende doch richtig knapp. Gut fünf Minuten vor dem geplanten Anstoß war ich dann aber an Ort und Stelle. Im benachbarten Hegelsberg wurde heute auch gekickt, für einen kurzen Blick hinüber war noch Zeit. Doch dann ging ich rein, zur Überraschung gibt es doch brauchbare Karten hier. Ein sattes Grün bot sich meinen Augen, eine wirklich angenehme Anlage hier. Über den sinnlosen Kunstrasenplatz verliere ich jetzt hier nur genau diesen einen Satz. Die zweite Mannschaft hatte gerade den Aufstieg geschafft und war schon im Freudentaumel. So begann die eigentliche Partie ein paar Minuten später, sollte aber kein Problem sein. Neben der Tribüne gibt es noch ein paar Stufen sowie einige Erhöhungen, von denen man hier wunderbar zuschauen kann. Zu Beginn mühten sich beide Teams redlich, doch es wirkte alles ziemlich verkrampft. Am Ende war das aber richtig nett anzusehen und die bereits abgestiegenen Gäste drängten noch auf den Ausgleich. Ein schöner Fußballnachmittag neigte sich dann dem Ende entgegen. Ich war froh, den Ground hier endlich mal gemacht zu haben. Zwar wollte ich dann noch im Hegelsberg ein paar Fotos machen, doch das ließ ich dann bleiben und machte mich wieder auf den Heimweg.

Samstag, 28. Mai 2011

FK Union Cheb 2001 - Banik Bukovany 3:1


Wir erreichten wieder die Bundesstraße. Jetzt ging es zügig weiter in Richtung Cheb, wo das dritte und letzte Match am heutigen Tage stattfinden sollte. Wir kamen sehr gut durch, zwar wurden wir hier und dort etwas umgeleitet, doch das stellte kein Problem das. Nachdem die ersten leicht gekleideten Damen oder besser gesagt Kinder am Straßenrand auftauchten, waren wir auch schon am Ziel angekommen. Das Stadion sah von draußen schon ordentlich aus, so war es dann auch. Es wurden gleich einige Bilder geschossen, damit auch nichts durch die Lappen ging. Dann nahmen wir Platz auf der großen Tribüne, die in noch ganz gutem Zustand ist. Ansonsten merkt man aber schon den schleichenden Verfall bzw. das Älterwerden des Grounds. Aber genau das mögen wir ja. In Zeiten der sterilen Beton- und Plastikbauten ist sowas doch immer wieder eine Augenweide. Das Spiel begann gleich gut, nach wenigen Minuten die Führung für Cheb, die auch von zwei Handvoll Glatzen gefeiert wurde. Die sahen nicht unbedingt vertrauenserweckend aus. Ansonsten war alles gut, leider wurden beim Klobasa und Bierholen zwei Tore verpasst, schade. Meine Güte, man kann halt nicht alles haben. Hatten ja in den beiden anderen Spielen schon genug Tore gesehen. Wir ersehnten dann aber doch den Schlusspfiff, denn die Heimfahrt stand ja noch auf dem Programm. Für mich eher weniger stressig, als für meinen Fahrer. Doch es ging relativ zügig wieder voran. Während mein Fahrer die meiste Zeit mit Rauchen, Handyspielereien, Chipsessen, Händewaschen und Wutausbrüchen zu tun hatte, versuchte wenigstens ich mich auf die Straße zu konzentrieren. Bereits um zehn Uhr wurde ich zu Hause rausgelassen und konnte mit drei neuen Grounds den Gang unter die Dusche antreten.

TJ Vojkovice - Sokol Bochov 2:5


Bevor es zum nächsten Spiel ging, wurde noch fleißig versucht, einzukaufen. Es blieb letztlich beim Versuch, denn außer drei Flaschen Bier und den üblichen Zigaretten für den Kollegen wurde nichts geholt. Halt, doch! Außergewöhnlich gute Chips holte er sich, die waren ein echter Klassiker. Schmeckten so scheußlich bis hinnewitt, aber er musste die Tüte natürlich komplett und sauber leeren. Bei mir wäre die Tüte schon zehn Mal aus dem Fenster geflogen. Wir wurden dann kurz noch angebettelt, stiegen aber ins Auto und fuhren weiter nach Vojkovice. Die Sache sah noch sehr gut aus, nach dem letzten Abbiegen machte ich mir allerdings Sorgen. Wo uns die Reise jetzt nur hinführte? Eine schmale Gasse, vier Kilometer lang, nichts, einfach gar nichts gab es hier zu sehen. Aber immerhin eine schöne Natur. Und tatsächlich, wir kamen doch noch in einem Ort raus, siehe da, hier gab es sogar Menschen. Meine Güte, sogar der Sportplatz wurde gefunden, und was für einer. Nichts gab es hier zu sehen, fast nichts. Es war so schecht, dass es schon wieder Kultcharakter hatte. Ob hier überhaupt gespielt wird, keine Ahung. Wir hofften. Es lief sich keiner warm und es waren nur noch 15 Minuten bis zur geplanten Anstoßzeit. Tatsächlich waren dann aber doch zwei Mannschaften auf dem Feld, zwar etwas später als geplant, aber sie waren da. Und was sie uns boten, war wirklich hervorragen. Ein klasse Spiel, das ich im Amateurbereich selten gesehen hatte. Es ging neunzig Minuten hin und her, Tore und Möglichkeiten am Fließband. Dazu kaum Fouls, Schauspieleinlagen sowieso nicht und auch Fair Play wurde noch geboten. Es machte hier echt Spaß, da mussten auch gleich zwei schöne Pivo her. Jetzt schmeckte es, trotz der kühlen Temperaturen. Der Sportplatz hat an sich nichts zu bieten, auf der Gegenseite scheint es ein Hotel zu geben, steht jedenfalls draußen dran. Immerhin war die Verköstigung gut und es gab sogar eine brauchbare Karte, wenn auch nur ausgedruckt und ausgeschnitten. Der Abpfiff ertönte fast fünf Minuten zu früh, Zeit für uns, gleich aufzubrechen um nach Cheb zu kommen. Von oben erhaschte ich noch einen Blick über das Kaff und den Sportplatz, dann war es auch schon Geschichte...

TJ Lokomotiva Karlovy Vary - Spartak Chodov 0:6


Seit längerer Zeit sollte es heute mal wieder ins schöne Nachbarland Tschechien gehen, um einem flotten Dreier beizuwohnen. Ich hatte auf jeden Fall große Lust, es konnte losgehen. Absolut kein Problem, um fünf Uhr früh am vereinbarten Treffpunkt zu sein, Markus kam auch nur wenige Sekunden danach und schon waren wir zwei vollzählig. Jetzt konnte es richtig losgehen, über Fulda, Schweinfurt und dann die üblichen Verdächtigen bis ins Fichtelgebirge. Eine entspannte Fahrt, die Straßen verwaist und somit schön frei. Passte alles wunderbar, konnten wir kurz vor der Grenze sogar noch eine kleine Kaffeepause einlegen. War auch bitter notwendig, denn jetzt war man schon das erste Mal gut müde geworden. Aber hinter der Grenze legte sich das dann wieder. Wir fuhren die paar Meter dann ohne Vignette, legal oder nicht, das interessierte uns nicht weiter. Wenn die uns sagt, dass es frei sei bis Karlovy Vary, dann glauben wir das halt mal. Wir näherten uns dann allmählich dem ersten Ziel, doch die Route stoppte zuerst mitten in einem Wohngebiet, umrandet von Hochhäusern uns allerlei Zeugs, was nicht auf einen Sportplatz hinwies. Also fuhren wir noch ein bisschen rum und ließen uns dann auf Deutsch den Weg zeigen, sehr gut. Dann war alles klar, Parklücke war gefunden und es ging los. In einem netten Ground wurde dann das erste Spiel verfolgt. Die Gäste aus Chodov waren mal wieder, wie im Hinspiel, überlegen und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Ein guter Kick, man konnte in Ruhe zuschauen. Das Wetter hielt sich in Grenzen, bei Sonnenschein wurde es mega-warm, ansonsten war es wieder eisekalt. Ist schon komisch, diese Unterschiede. Der Platz ist mit einer kleinen Tribüne ausgestattet, wenn man diese so nennen darf. Ansonsten noch ein paar Bänke, ein Zaun drumherum, eine Hundehütte in der Ecke und ein sehr kräftiger, gepflegter Naturrasen. Spiel eins war in der Tasche, Pivo allerdings noch nicht. War mir doch noch etwas zu früh an diesem Morgen...

Dienstag, 24. Mai 2011

SG 2010 Waldsolms - SC Waldgirmes 1:3


Heute konnte ich mich über einen kleinen Ausflug nach Waldsolms erfreuen, wo das Endspiel im Kreispokal Wetzlar ausgetragen werden sollte. Erst wurde schön und fleißig gearbeitet, dann ging es direkt weiter mit dem eigenen Auto in Richtung Mittelhessen. Gut, dass ich an das Navi gedacht hatte, heute stand mal wieder ein Gekurke auf dem Programm, Wahnsinn. In Hanau war die Welt ja noch in Ordnung, dann aber ging es den grausamen Weg in Richtung Bad Homburg über die Käffer, dazu der übliche Stau und Schneckentempo. Ich wollte überall lang, nur nicht hier. Doch ich hatte genügend Zeit eingeplant und kam somit eine gute halbe Stunde vor Anpfiff in Waldsolms an. Ich brauchte unbedingt noch was zu Futtern, das ich mir im Rewe-Markt noch schnell besorgte. Schöne Fressalien, damit ich noch dicker werde als sowieso schon. Als rein damit, der klassische Pommbär durfte da natürlich nicht fehlen. Gut gelaunt wurde das Auto dann in einer kleinen Gasse abgestellt und der Sportplatz angesteuert. Ich sah von weitem schon die guten Karten, allerdings waren fünf Euro schon maßlos übertrieben. Ich wartete auf den Anstoß, suchte vergebens nach Gleichgesinnten. Wenigstens wurde seit langem mal wieder der Beutelmann gesichtet, was meine Laune nochmal ein bisschen besserte. Die Gäste aus der Oberliga waren klar überlegen, drückten unheimlich auf die Führung, die aber erst spät gelang. Die Heimtruppe konnte sich immerhin etwas wehren und hatte durchaus ein, zwei Möglichkeiten. Den Anschlusstreffer sah ich natürlich nicht, glotzte ich doch meist in der Gegend rum. Es war herrliches Wetter, doch unheimlich kalt. Die Jacke ließ ich im Auto, sehr gut. Verlängerung gab es zum Glück keine, so konnte ich rechtzeitig wieder aufbrechen und in Richtung Autobahn düsen. Es war eine schöne Fahrerei, zügig durch die Wälder und Wiesen, hurtig auf die A45 und schnurstracks nach Hause.

Sonntag, 22. Mai 2011

VfB Waltrop - TuS Rahm 1916/60 3:0


Es ging also weiter in Richtung Waltrop. Hier und dort durch den Pott, danach noch paar Meter über die Lande, schon war man vor Ort. Gleich mal den Ground ansteuern und nach dem rechten sehen. Alles in Butter, sieht von außen schonmal gut aus. Jetzt wurde im angrenzenden Lokal noch ein Dönerteller gespeist, bevor es zu den zweiten neunzig Minuten gehen sollte. Gerade als wir genüsslich vor den Tellern saßen, gab es draußen einen herrlichen Platzregen. Uns war das egal, wir hatten ja ein Dach über dem Kopf. Es wurde langsam gegessen, denn noch war über eine Stunde Zeit. Dann ging es aber doch wieder ganz schnell und ich wollte unbedingt zum Ort des Geschehens. Auto abstellen und Kinokarte besorgen, dann hinein in die gute Stube. Sofort schnellte der Puls nach oben, was für ein Kracher zur linken. Über die gesamte Gerade steht hier eine geduckte Tribüne aus Holz, die schon von weitem herrlich duftete. Sagenhaft, einer der schönsten Grounds, die ich besucht habe. Und das Ding steht auf der Kippe? Soll irgendwann mal plattgemacht werden, ohne Worte. Aber das hatte ich ja vorhin schon beschrieben. Man eiert nur noch hinterher, das macht so keinen Spaß mehr. Mal sehen, wenn ich die nächsten dreißig in der Tasche habe, muss ich mal sehen, wie das weitergeht. Bei dem ganzen Scheiß würde ich mich am liebsten ganz zurückziehen und mir was anderes suchen. Aber schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Irgendwie fehlen mir die Erfolgserlebnisse, die man heute zumindest im Ground hatte. Waltrop stieg am Ende übrigens nach dem Sieg auf, doch das interessierte uns heute gar nicht so. Die Heimreise verlief wie immer, anstrengend aber schön...

SV Preußen Eiberg - Sportfreunde 07 Essen 2:2


Wie die letzten Wochen ging es auch am heutigen Sonntag erneut in Richtung Essen zum Frühschoppen, danach sollte das schöne Waldstadion in Waltrop fallen. Das morgentliche Prozedere ist mittlerweile schon ein festes Ritual, den Kollegen einsammeln, auftanken und dann die Autobahn hoch. Für heute waren sogar Tornados vorhergesagt, von dem normalen Unwetter ganz zu schweigen. Doch letztlich war nichts los, jedenfalls bei uns nicht. Es gab mal kurz ein paar Tropfen, doch das war alles. Wir kamen zeitig an und gesellten uns gleich zur schönen Anlage von Preußen Eiberg. Wirklich schön dort, gute Karten, gute Verpflegung und ein herrlicher Rasenplatz. Auf der Hauptseite gibt es eine ordentliche Ansammlung von Stufen sowie zwei kleine Unterstände. Ein guter Auftakt, da kann man sich noch schön zwei Kaffee reinschütten und dann ganz gelassen zum Spielfeld latschen. Das Match wurde mehr oder weniger intensiv verfolgt, die meiste Zeit gelabert über Gott und die Welt. Immer wieder herrlich, die Freude war groß. Kurz vor der Halbzeit dann ein weiterer Bekannter, der sich zu uns gesellte. Die Platzrunde wurde mit Bravour gemeistert, dann folgte auch schon der zweite Durchgang. Es wurde durchaus lustig, wurden doch einige tausendprozentige Chancen vergeben. Wahnsinn, was da teilweise passierte. Auch das Eigentor war weltklasse, zick zack und rein ins eigene Gehäuse. Ein schöner Start in den Tag, hier wird noch gelassen Amateurfußball angeboten, was will man mehr. Ohne Hast ging es dann aber dennoch wieder weiter in Richtung Waltrop. Es war reichlich Zeit, wir hätten auch rückwärts fahren können. Auch wenn ein sensationeller Ground lockte, frage ich mich doch immer öfters, das ganze mal sein zu lassen. Man fährt nur noch hinterher, hier eine Fusion, da ein Stadionabriss. Das macht alles keinen Spaß mehr, alles wird verändert, es wird nur noch Plastik produziert, Kunstrasen verlegt, staubige Grounds dem Erdboden gleichgemacht. Meine Güte, könnt ihr denn nicht mal die Finger davon lassen! Lasst doch mal alles so wie es ist, kümmert euch um die echten Probleme dieser Welt. Verdammt und zugenäht!

Freitag, 20. Mai 2011

TSV Bachrain - SV Teutonia Großenlüder 2:1


Ein schöner entspannter Arbeitstag neigte sich am frühen Nachmittag bereits dem Ende zu. Fein, so kann das ja mal wieder öfters sein. Ich bin gespannt. Heute sollte ein weiterer Schritt in Richtung Gruppenliga Fulda unternommen werden, das bietet sich bei den vielen Freitagsspieltagen dort durchaus an. Es ging kurz nach Hause, dann erfolgte der Hinweis von Markus, dass am Autobahnende wohl Stau sei, für mich also das Zeichen, gleich aufzubrechen um nichts zu riskieren. Das Navi zeigte überhaupt nichts an, echt merkwürdig. Denn es stimmte und kurz hinter der Ausfahrt Flieden begann der Stau. Ich aber bog noch scharf rechts ab und erwischte die Ausfahrt noch gerade so. Dann gehts halt die letzten Meter über die gute alte Bundesstraße, bekannt aus früheren Tagen, als es hier noch keine Autobahn gab. Das waren noch Zeiten. Ab Neuhof ging es allerdings wieder nur im Schritttempo voran, aber ich blieb ganz gelassen, auch wenn sich die Ankunftszeit immer weiter nach hinten verschob. Das war nicht das Problem, die eigentliche Hektik begann dann in Fulda. Straße gefunden, doch die war nur paar Meter lang, dazu nur Firmen, kein Sportplatz zu sehen. Es stellte sich dann heraus, dass Bachrain kein Stadtteil von Fulda, sondern von Künzell ist. Hatte ich mich vorher nicht richtig informiert, Schande! Und siehe da, der Ground befand sich dort, wo er sein sollte. Schnell das Auto parken und rein. Die angeblich guten Karten gibt es leider nicht mehr, seien alle weg und verkauft, hieß es vom Kassierer. Na gut, dann halt nicht. Ist mir aber auch Wurscht, ich will Fußball schauen, ganz in Ruhe, ganz gelassen, freitags in Fulda. Der Platz ist ziemlich klein, kaum Auslauf für die Spieler, wohl einer der kleinsten Plätze überhaupt. Umrundet mit hohen Bäumen, angrenzend das Vereinsheim, hinten dran noch eine Mauer mit Bänken davor, kann man in jedem Fall mal als nette Anlage bezeichnen. Auch auf dem Rasen wurde es nett, anfangs noch ohne große Fouls, dann allerdings mit mehreren Unsportlichkeiten. Die gingen noch richtig ab. In der zweiten Halbzeit gesellte sich dann Deutschlands Ur-Hopper an meine Seite und ich durfte seinen Geschichten lauschen. Sehr amüsant, allerdings kannte ich doch vieles davon schon, was er wohl nicht wusste. Ein lustiger Kerl. Ich hoffe, in diesem Alter auch noch so aktiv sein zu können. Mal abwarten. Aber in der jetztigen Verfassung traue ich mir das wieder zu. Die Heimfahrt verlief sehr zügig. Die Straßen waren frei und das wurde gnadenlos ausgenutzt. Schöner Einstieg ins Wochenende. Und das ganz entspannt. Was ist nur los?

Mittwoch, 18. Mai 2011

TSV Langstadt - SV Viktoria Aschaffenburg 1:3


Kreispokal war angesagt. In Langstadt wurde heute die Viktoria aus Aschaffenburg im Endspiel empfangen, na dann wollen wir mal. Um kurz nach fünf ging es aus dem Werkstor, schnell noch den Bus bekommen und dann zum Hauptbahnhof. Von dort ging es mit der Bahn bis nach Babenhausen, wo Markus bereits sehnsüchtig auf mich wartete. Kurze Begrüßung und weiter ging es die letzten Meter in den Nachbarort. Wir kamen zeitig an, gleich mal reingehen, sah von außen schon wieder sehr nett aus. Karten gab es auf Nachfrage dann auch, somit schonmal ein guter Einstieg. Nach und nach wurde dann die Hopper-Prominenz aus Rhein-Main begrüßt, zusammen wurde dann mehr oder weniger der Kick verfolgt. Dieser war wirklich gut, die Hausherren hätten nach Chancen eigentlich klar gewinnen können, doch hier setzte sich am Ende der Traditionsverein vom Schönbusch durch. Auf einem herrlichen Rasen wurde ein zügiger Ball gespielt. Es ging um was, das merkte man beiden Teams an. An der Bande wurde natürlich über Gott und die Welt geredet, wie immer bei einer größeren Ansammlung Gleichgesinnter. Nur kurz mischten sich mal Einheimische dazwischen, wobei auch der ein oder andere Brummbär nicht fehlen sollte. Geh doch einfach nach Hause und mach die Türe hinter Dir zu! Ohne Worte, was sich da manchmal rumtreibt. Die zweite Halbzeit dauerte eine halbe Ewigkeit. Es ging kaum vorwärts, die Uhr schien stehengeblieben zu sein. Aber dann war es doch aus und hurtig ging es zurück in Richtung Hanau. Ich wurde pünktlich am Bahnhof rausgelassen, schön, dass die Bahn zehn Minuten Verspätung hatte. War ja klar, ist ja meistens so. Ein schöner Fußballabend war somit vorbei und ich froh, wieder zu Hause zu sein. Auch wenn es heute nicht so lange ging, merke ich jetzt doch die letzten Tage und Wochen. Aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Das bin ich mir schuldig...