Die Übernachtung im Hotel war am Ende doch etwas günstiger, etwa zwanzig Euro. Das nahm ich natürlich gerne an, ebenso wie das ausreichende Frühstück. Nach den letzten durchgemachten Nächten kam mir das ganz entgegen. Um kurz nach elf ging es dann weiter, zuerst zum Flughafen Oslo, wo ein weiterer Kollege eingesammelt wurde. Zu dritt mussten dann noch einige Kilometer nach Hönefoss zurückgelegt werden. Der Name Hönefoss ließ schon erahnen, dass die Landschaft etwas bergiger und schroffer wurde. Dazu der leichte Regen, ein erfrischendes Erlebnis. Die Fahrt führte durch einige Tunnel, wobei die Bezahlung der Maut nicht gelingen sollte. Nach einigen Kurven erreichten wir dann den Zielort, natürlich ging es wie fast immer zuerst zum Stadion. Das wurde auch nach kurzer Zeit gefunden. Ein kleines neues Ding, das komplett neu gebaut wurde. Noch schnell ein Ticket in Form eines Aldi-Kassenbelegs gekauft und dann noch Fotos geschossen, der erste Part war somit erledigt. Danach wurde noch mehr oder weniger sinnvoll durch die Stadt getrabt, letztlich bequem mit einem Fast-Food-Essen beim Chinesen abgeschlossen. War richtig gut, hätte ich nicht gedacht. Das Match fing dann auch schon bald an, jeder ging jetzt seiner Wege, während die anderen auf der Haupttribüne Platz nahmen, ging es für mich hinters Tor. Am Ende waren doch noch einige Plätze frei, ich hatte eigentlich mit einem vollen Haus gerechnet. Aber hier scheint Fußball wohl nicht so wichtig zu sein. Der wurde dann aber von Seiten der Einheimischen ganz gut gespielt, der Abstiegskandidat konnte die Gäste aus Lilleström in die Schranken verweisen und siegte am Ende verdient. Ein ganz ordentlicher Kick, der norwegische Fußball ist doch nicht so schlecht. Die Gäste wurden von einem guten Mob begleitet, der gut Stimmung machte. Nach der roten Karte und dem anschließenden Elfmeter wurde kurzzeitig damit begonnen, im Gästeblock die Werbebande abzuschrauben. Aber das legte sich schnell wieder. Spätestens nach dem Schlusspfiff wurde es Ernst für mich. Nach erfolgreicher Tour stand die Rückfahrt an. Nach der langen Anreise ging aber auch dies fast ohne Probleme. Zuerst war Oslo das Ziel, dort wurde Markus nach einigen Umwegen am Hauptbahnhof abgesetzt. Dann ging es weiter in Richtung Göteborg, das Hinweisschild zeigte lächerliche 266 Kilometer. Als weiter, ohne einen Gedanken an die mögliche Müdigkeit zu verschwenden. Göteborg wurde irgendwann erreicht, dann etwa 200 weitere Kilometer nach Helsingborg. Schnäppchen. Um etwa 3:50 Uhr wurde dort die Fähre nach Helsingör erreicht und die erste große Etappe war geschafft. Danach mussten lediglich etwa 200 weitere Kilometer durch Dänemark zurückgelegt werden, bevor wir um 6:15 Uhr gerade noch die Fähre nach Puttgarden erreicht haben. Perfekt, mehr wollte ich gar nicht. Jetzt wusste ich, dass ich den Rest auch noch schaffen würde. Nur hinter Hamburg hatte ich einige Zeit mit der Müdigkeit zu kämpfen, doch je näher wir der Heimat kamen, umso fitter wurde ich wieder. Nach gut 14 Stunden kamen wir dann wieder am Ausgangspunkt unserer Reise an. Norwegen war in der Tasche, das gibt Auftrieb für die nächsten Aufgaben. Klasse Landschaft, klasse Tour.
Montag, 26. Juli 2010
Hönefoss BK - Lilleström SK 3:2
Die Übernachtung im Hotel war am Ende doch etwas günstiger, etwa zwanzig Euro. Das nahm ich natürlich gerne an, ebenso wie das ausreichende Frühstück. Nach den letzten durchgemachten Nächten kam mir das ganz entgegen. Um kurz nach elf ging es dann weiter, zuerst zum Flughafen Oslo, wo ein weiterer Kollege eingesammelt wurde. Zu dritt mussten dann noch einige Kilometer nach Hönefoss zurückgelegt werden. Der Name Hönefoss ließ schon erahnen, dass die Landschaft etwas bergiger und schroffer wurde. Dazu der leichte Regen, ein erfrischendes Erlebnis. Die Fahrt führte durch einige Tunnel, wobei die Bezahlung der Maut nicht gelingen sollte. Nach einigen Kurven erreichten wir dann den Zielort, natürlich ging es wie fast immer zuerst zum Stadion. Das wurde auch nach kurzer Zeit gefunden. Ein kleines neues Ding, das komplett neu gebaut wurde. Noch schnell ein Ticket in Form eines Aldi-Kassenbelegs gekauft und dann noch Fotos geschossen, der erste Part war somit erledigt. Danach wurde noch mehr oder weniger sinnvoll durch die Stadt getrabt, letztlich bequem mit einem Fast-Food-Essen beim Chinesen abgeschlossen. War richtig gut, hätte ich nicht gedacht. Das Match fing dann auch schon bald an, jeder ging jetzt seiner Wege, während die anderen auf der Haupttribüne Platz nahmen, ging es für mich hinters Tor. Am Ende waren doch noch einige Plätze frei, ich hatte eigentlich mit einem vollen Haus gerechnet. Aber hier scheint Fußball wohl nicht so wichtig zu sein. Der wurde dann aber von Seiten der Einheimischen ganz gut gespielt, der Abstiegskandidat konnte die Gäste aus Lilleström in die Schranken verweisen und siegte am Ende verdient. Ein ganz ordentlicher Kick, der norwegische Fußball ist doch nicht so schlecht. Die Gäste wurden von einem guten Mob begleitet, der gut Stimmung machte. Nach der roten Karte und dem anschließenden Elfmeter wurde kurzzeitig damit begonnen, im Gästeblock die Werbebande abzuschrauben. Aber das legte sich schnell wieder. Spätestens nach dem Schlusspfiff wurde es Ernst für mich. Nach erfolgreicher Tour stand die Rückfahrt an. Nach der langen Anreise ging aber auch dies fast ohne Probleme. Zuerst war Oslo das Ziel, dort wurde Markus nach einigen Umwegen am Hauptbahnhof abgesetzt. Dann ging es weiter in Richtung Göteborg, das Hinweisschild zeigte lächerliche 266 Kilometer. Als weiter, ohne einen Gedanken an die mögliche Müdigkeit zu verschwenden. Göteborg wurde irgendwann erreicht, dann etwa 200 weitere Kilometer nach Helsingborg. Schnäppchen. Um etwa 3:50 Uhr wurde dort die Fähre nach Helsingör erreicht und die erste große Etappe war geschafft. Danach mussten lediglich etwa 200 weitere Kilometer durch Dänemark zurückgelegt werden, bevor wir um 6:15 Uhr gerade noch die Fähre nach Puttgarden erreicht haben. Perfekt, mehr wollte ich gar nicht. Jetzt wusste ich, dass ich den Rest auch noch schaffen würde. Nur hinter Hamburg hatte ich einige Zeit mit der Müdigkeit zu kämpfen, doch je näher wir der Heimat kamen, umso fitter wurde ich wieder. Nach gut 14 Stunden kamen wir dann wieder am Ausgangspunkt unserer Reise an. Norwegen war in der Tasche, das gibt Auftrieb für die nächsten Aufgaben. Klasse Landschaft, klasse Tour.
Sonntag, 25. Juli 2010
Kongsvinger IL - Tromsö IL 1:1
Nach einer geringen Portion Schlaf kam ich mir an diesem Morgen ziemlich hilflos vor. Aber ich kämpfte mich wieder heran und war auf den Punkt genau topfit. Denn heute sollte ja nichts schiefgehen, stand doch ein neuer Länderpunkt auf dem Programm. Nachdem wir die Bruchbude verlassen hatten, ging es in gemächlichem Tempo über die Landstraßen bis nach Kongsvinger, ich betrat somit zum ersten Mal norwegischen Boden. Das Wetter war mies und es wurde immer mieser. Schöner gleichmäßiger Nieselregen, dazu Temperaturen um die zehn Grad, ach war das herrlich. Trotzdem wurde traditionell zuerst der Ground angesteuert und abgelichtet. Ich war entsetzt! Kunstrasen lag hier herum, kann das denn wahr sein? Was soll ich machen, kann eh nichts daran ändern. Nach der schlimmen Nacht musste dann unbedingt ein Hotel für mich her, was zum Glück auch auf Anhieb klappte. Jetzt war ich beruhigt und konnte locker in den Abend starten. Es kam mir hier heute nicht vor wie im Juli, sondern eher wie im November. Das Match konnten wir wieder mal von der Tribüne aus beobachten, was aufgrund des Wetters schon bitter nötig gewesen ist. Fanmäßig wurde heute auch richtig was geboten, die Einheimischen sorgten doch gut für Stimmung. Es wurde recht kreativ gesungen, es gab nicht so ein Einheitsbrei-Gesinge, sondern richtig ordentliche Vorträge. Auch nach dem Führungstor der Gäste ging das gut weiter. Das Spiel war besser, als ich anfangs befürchtete. Auf dem Kunstgress wurde schöner Fußball zelebriert, wenn man das so nennen darf. KIL kam kurz vor Schluss noch zum verdienten Ausgleich und hatte danach sogar die klare Chance auf den Siegtreffer. Mit dem Schlusspfiff war für mich dieser Tag erfolgreich gestaltet, der Länderpunkt war eingefahren und wird auch nicht wieder hergegeben.
Degerfors IF - Landskrona BoIS 3:2
Von Karlskoga erreichten wir Degerfors ohne Probleme in wenigen Minuten. Das zweite Match an diesem Tag konnte also auch über die volle Distanz geschaut werden. Hier war natürlich mehr los als beim ersten Spiel, nur die erhofften Gästefans blieben fast vollends aus. Vom Ground war ich mal wieder sehr begeistert, eine herrliche Bauweise der Haupttribüne und auch die Stufen auf der Gegenseite haben ein gewisses Flair. Ja, da war es wieder, das schöne Gefühl beim Hoppen. Für mich war es jedenfalls vollkommen in Ordnung, völlig ausreichend für mich, ich brauche nicht mehr als ab und zu mal dieses Gefühl. In der ersten Halbzeit ging es noch recht emotionslos daher, im zweiten Abschnitt wurde es dann aber immer besser. Wir hatten uns in der Pause einen Platz auf der Tribüne gesichert, auch weil es mittlerweile gut regnete. Von hier aus konnte man das Geschehen doch viel besser verfolgen. Und das lohnte sich. Die Gäste sahen zwischendurch aus wie der sichere Sieger, doch Degerfors kämpfte und kam letztlich doch noch zum Siegtreffer, zwar etwas glücklich aber nicht unverdient. Das freute natürlich die anwesenden Zuschauer. Durch den Einsatz meines Kollegen konnte auch noch ein relativ gutes Ticket ergattert werden. Zu Beginn gab es nur eine lausige Kontrolle und man wurde durch ein Drehkreuz hineingelassen, wenn man vorher schön brav bezahlt hatte. Ein Ticket suchte man da vergeblich. Ich kam mir vor wie ein richtiger Kunde! Aber was solls, am Ende war man doch sehr zufrieden und es ging alsbald weiter. In Richtung Kristinehamn konnten wir dann noch eine Hütte beziehen, die uns allerdins eher hinderlich war. Eine böse Abstiege, kann man hier aber schlecht beschreiben. Schlaf konnte ich dort sowieso nicht finden. Die Gründe sind hier bekannt. Auch das Abendessen war eher ein Reinfall, aber mich ließ das heute kalt. Die positiven Dinge überwiegten heute doch viel mehr.
Samstag, 24. Juli 2010
KB Karlskoga FF - IK Oddevold 1:0
Nach dem Schlusspfiff in Oythe sollte es gleich weiter gehen. Der Doppler in Karlskoga und Degerfors stand als nächstes auf dem Programm. Das Match in Karlskoga war bereits um halb zwei, also ging es ohne größe Verzögerung zum Auto. Der Kilometerstand war erst bei 400 angekommen, jetzt sollten noch ein paar hundert dazukommen. Über die A1 sollte unser Weg führen, vorbei an Bremen, Hamburg und Lübeck bis nach Puttgarden, wo die erste von zwei Fähren genommen werden sollte. Ich fragte mich, ob ich die Strecke überhaupt schaffen würde, doch irgendwie ging es. Um 0:45 Uhr legten wir in Puttgarden ab, eine Dreiviertelstunde später war man auch schon in Rödby angekommen, und die Fahrt durch die Nacht konnte fortgesetzt werden. Die Straßen waren wie leergefegt, keiner mehr unterwegs. Die Autobahn gehörte uns ganz allein und die Fahrt wurde fortgesetzt bis nach Kopenhagen und Helsingör. Dort wartete die zweite Überfahrt auf uns, vorher durfte man aber noch etwas im Auto verharren und seltsamen Menschen zugucken, die mitten in der Nacht am Hafengländer standen und angelten. Man lernt ja immer gerne dazu, das konnte ich mir allerdings nicht erklären. Um 4:30 Uhr erreichten wir dann Helsingborg und es ging fröhlich weiter bis Jönköping. Auch hier keiner mehr auf der Gasse, die Sonne ging bereits wieder auf und es wurde fröhlich durch die Dämmerung gefahren. Mit dem Erreichen von Jönköping war es allerdings noch lange nicht geschafft, der Vättern musste noch umkurvt werden und dann ging es noch eine endlose Zeit über die Landstraße, bis Karlskoga gegen 9:30 Uhr endlich erreicht wurde. Am Stadion dann das große Staunen, ein richtig geiles Teil steht hier herum. Ein riesiges Areal, mit großer Tribüne und etlichen Stufen auf der Gegenseite. Die Anreise hatte sich jetzt schon gelohnt. Bis zum Match suchte man sich jetzt noch eine sinnvolle Beschäftigung, die auf der angrenzenden Eisbahn gefunden wurde. Hier konnte man sich sportlich betätigen, allerdings nicht im Eislauf sondern im Elfmeterschießen auf die kleinen Tore. Lustige Sache. Ansonsten ging nicht mehr viel. Wir versuchten noch, in der Jugendherberge einen Platz zu bekommen, doch das klappte nicht. Also musste man sich wieder ans Spiel klammern, es ging dann auch bald los und im weiten Rund tummelten sich die Massen. Naja, ganz so war es doch nicht, aber immerhin reisten sogar einige Gäste aus Oddevold mit an, die immer mal wieder etwas Stimmung machten. Ansonsten genoss ich den Anblick des Grounds in vollen Zügen, trotz des miesen Kicks auf dem Rasen. Zum Spielgeschehen fällt mir heute schon nichts mehr ein, muss mich an dieser Stelle mal dafür entschuldigen. Kurz vor Spielende räumten wir bereits das Feld, doch der Unparteiische ließ noch etliche Minuten nachspielen, so dass man wieder ungeduldig am Ausgang warten musste. Es passierte nichts mehr und ab ging es nach Degerfors.
Freitag, 23. Juli 2010
VfL Oythe - SV Holthausen/Biene 1:1
Das Match in Oythe am heutigen Freitag war der Start zu einer kurzen aber interessanten Tour nach Skandinavien. Für mich ging es in erster Linie darum, endlich den heiß ersehnten Länderpunkt Norwegen zu machen, was bisher noch nicht gelungen war. Ursprünglich war die Abreise schon zwei Tage früher geplant, aber ein Marder meinte es gut mit mir und biss mir am Vorabend des ursprünglichen Starts noch das Kühlkabel durch, so dass das Auto erst noch mal zwei Tage in der Werkstatt verbleiben musste. Aber dadurch ließ ich mir die Laune nicht vermiesen, dann geht es halt zwei Tage später los. Gegen Mittag wurde mein Beifahrer am bekannten Treffpunkt eingesammelt, danach ging es gut gelaunt die A45 hoch bis Vechta, wo im Ortsteil Oythe der erste Spieltag der Landesliga Weser-Ems eingeläutet wurde. Man war gut durchgekommen und zeitig vor Ort, natürlich wurde wie immer die Lage am Ground geprüft. Alles wunderbar, nette Anlage mit Sitztribüne und dazu frisch gemähter Rasen, es war also angerichtet. Nachdem die ersten Fotos geschossen waren, ging es nochmal ins Zentrum, um noch etwas zu essen. Dabei entschied man sich für die üblichen Gerichte. Danach wurde gemächlich wieder der Weg zum Stadion eingeschlagen, zur Freude nahm man am Eingang ein gutes Ticket entgegen. Der Spielverlauf war absolut kurios, die Hausherren hatten in der ersten Halbzeit ungelogen mindestens zehn hundertprozentige Möglichkeiten, allerdings wurde keine genutzt! Es wurde richtig guter, schöner und schneller Fußball geboten, eine sehr feine Sache. Natürlich gingen die Gäste dann nach dem Pausentee überraschend in Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ein sehr kurzweiliges Match bekam man hier heute geboten. Immerhin erzielte Oythe noch den verdienten Ausgleich, aber aufgrund der unzähligen nicht genutzten Großchancen war das sicherlich wie eine gefühlte Niederlage. Wir dagegen erlitten keine Niederlage, sondern starteten zufrieden und gut gestimmt in die nächsten Tage.
Mittwoch, 21. Juli 2010
FC Unterafferbach - TSV Keilberg 2:14
Nachdem die Abfahrt nach Schweden kurzfristig erstmal verschoben wurde, gab es an diesem Tag immerhin noch die Möglichkeit, einen spontanen Besuch in Unterafferbach zu machen. Dort gastierte der Bezirksligist aus Keilberg in der nächsten Runde des Toto-Pokals. Immerhin war ich noch mobil, mein altes Auto wurde heute quasi nochmal herausgezaubert und durfte mich kutschieren, schöne Sache. Nach einer halben Stunde Fahrt wurde auch schon der Waldsportplatz in Unterafferbach erreicht, eine nette Anlage mit ein paar Stufen und Bänken auf der Hauptseite. Nach fünf Minuten führten die Gäste bereits mit 2:0, schnell war klar, dass es heute zweistellig ausgehen sollte. Ich stellte mir mehrmals die Frage nach dem sportlichen Wert dieser Spiele, aber scheinbar sind die Spiele in den ersten Runden halt nun mal so. Auch recht, man kann bissel Fußball gucken und sich amüsieren. Wenn die Gäste etwas cleverer gewesen wären, hätten sie locker zwanzig Tore machen können. Ansonsten gibt es nicht wirklich viel zu erzählen. Recht zügig nach dem Schlusspfiff ging es wieder los und ich war wieder relativ schnell zu Hause. Die vierte und wahrscheinlich letzte Partie im Toto-Pokal war somit absolviert.
Freitag, 16. Juli 2010
SpVgg Grünmorsbach - SpVgg Hösbach-Bahnhof 1:6
Der heutige Abend sollte eigentlich ganz im Zeichen des Relaxens stehen, schön zu Hause das Wochenende einläuten und sich entspannen. Allerdings wurde dies am späten Donnerstag mal wieder über den Haufen geworfen, denn ich erhielt unverhofft die Chance, in Haibach den Non-League-Ground wegzuhauen. Die Partie im Toto-Pokal zwischen Grünmorsbach und Hösbach-Bahnhof (absolut kultiger Name) sollte im Haibacher Stadion an der Kultur- und Sporthalle stattfinden, wo in der Regel ja kein Ligabetrieb herrscht. Die Ausgangslage war somit klar, das Match musste einfach mitgenommen werden. Der Feierabend wurde heute seit langem mal wieder recht früh eingeläutet, es ging kurz noch nach Hause um dort etwas zu entspannen, dann rechtzeitig gegen fünf Uhr ging es los. Natürlich war ich mal wieder viel zu früh da, etwa eine halbe Stunde. Aber kein Problem, ruhig die Lage checken und dann ganz gemütlich hineinschlendern. An der Kasse gab es überaus nette Karten, eine richtige Überraschung. Überraschend war für mich auch der Ground, den ich mir trotz überdacher Tribüne etwas besser vorgestellt hatte. Nicht falsch verstehen, ich will mich jetzt nicht beklagen, doch hier war das alles doch recht unpersönlich. Ein Mehrzweck-Sportplatz halt. Da war mir schnell klar, warum Haibach am Heiligen Kreuz kickt, dort ist alles doch viel netter. Aber das Stadion wurde heute halt mal mitgenommen, kann ja auch nicht schaden. Ein Großteil der hiesigen Hopper-Szene lief dann auch kurz vor Anpfiff ein, insgesamt sechs Leute waren am Start. Die ganze Tribüne wurde dann wieder unterhalten, der ein oder andere setzte mehrmals zum Kopfschütteln an. Aber Spaß muss sein. Gut, etwas leiser von dem ein oder anderen wäre ganz gut, aber wenn man unter Stroms steht, ist das auch irgendwie verständlich. Das Geschehen auf dem (noch) grünen Rasen wurde nur nebenbei verfolgt, die Gespräche über dies und das waren mal wieder viel interessanter. Die Gäste vom Bahnhof waren dennoch klar überlegen und siegten verdient in dieser Höhe. Immerhin waren auch über hundert Zuschauer gekommen, durchaus viel für solch ein Match. Die Heimfahrt verlief zügig wie immer und dauerte nur eine gute halbe Stunde. Ground im Sack, Karte dabei, jetzt kann man beruhigt in den Samstag starten. An dieser Stelle noch schöne Grüße an die Bahnhöfler. Wenn es klappt, schaue ich in der Bezirksliga mal vorbei.
Dienstag, 13. Juli 2010
1. FC Arnstein - SV Schraudenbach 0:9
Bitte von den Türen zurücktreten. Wenn ich einen Satz nicht vertrage, dann diesen. Dazu wird man minutenlang noch mit elektronischen Ansagen fast zu Tode genervt. Ich bin ja ein toleranter Mensch, auch gegenüber der Staatsbahn, doch allmählich geht es auf die Nerven. Wo sind nur die ehrlichen Ansagen geblieben, bei denen Mancher oder Manche am Mikrofon auch mal ins Stocken kam und so menschliche "Züge" zeigte? Der Kick off in Arnstein war an diesem Dienstag bereits um halb sieben, es war somit notwendig, bereits um halb vier das Büro zu verlassen. Dann am Bahnhof die oben beschriebene Situation, daraus wurden aus plastisch angezeigten fünf Minuten Verspätung am Ende elf. Fast schon gazellenartig ging es dann im Heimatort zum Auto, kurz ein zweiminütiger Zwischenstopp zu Hause, kurze Hose und Foto eingepackt und weiter ging es über die Landstraße. Gefühlte tausend Mal bin ich bisher die Strecke durch den schönen Spessart gefahren, auch heute war der Fahrspaß wieder sehr groß. Es ging sehr zügig voran, besser als ich dachte, bis in Lohr plötzlich an einer Baustelle Schluss war. Etwa zehn Minuten gingen verloren, doch am Ende kein Problem, denn es reichte natürlich dicke bis zum Anstoß. Endlich wurde Arnstein mal nicht links liegen gelassen, sondern ausführlich verinnerlicht. Der Sportplatz ist zwar nur unteres Mittelmaß, doch statistisch natürlich wertvoll. Das meinten wohl auch siebzig Andere heute, die sich diesen Spaß antun wollten. Bei bestem Wetter rollte dann auch bald die Pille. Anfangs hoffte ich, dass zumindest ein oder zwei Tore fallen, am Ende war es dann doch ein unerwartet hohes Resultat. So konnte man das aushalten, spielerisch nicht hochklassig aber sehr kurzweilig. Nach einigem Kontakt mit den Einheimischen war dann das Match aber auch schon wieder vorbei und gemütlich ging es wieder auf die Heimfahrt. Zu meiner Überraschung erreichte ich die Heimat mal wieder früher als gedacht, gute zwanzig Minuten. Fahrtechnisch war das auch eine sehr überzeugende Leistung, schnittig aber sicher. Es lebe der Amateur-Fußball, weg mit dem unsäglichen Kunstgrün und den klebrigen Energiedrinks. Gedanklich untermauert wurde dies eindeutig mit dem Anblick von sechseckigen Weizenbiergläsern.
Freitag, 9. Juli 2010
FC Oberbessenbach - FC Hösbach 5:4
Zum Abschluss der Woche sollte heute eigentlich ein entspannter Abend folgen. Doch kurzerhand entschloss ich mich dann doch noch, eine Partie im bayrischen Toto-Pokal mitzunehmen. Ursprünglich war ja die Partie in Oberbessenbach geplant, der Kollege aus Südhessen fragte am Morgen dann nach Nilkheim, also sollte es doch dort hin gehen. Viertel nach fünf zu Hause gewesen, kurzer Zwischenstopp und schon ging es auch weiter. Zügig wurden die Landstraßen passiert, um sechs war ich kurz vor der Stadteinfahrt Aschaffenburg. Dann kam die Nachricht per Handy, dass Nilkheim auf dem Nebenplatz spielt und somit war das sofort gestorben. Was nun, jetzt begann der Stress und der Überblick schien verloren zu sein. Dazu in der Stadt der übliche Verkehr, Baustellen, Ampeln, Staus. Immer wieder unterschätzt. Um zehn nach sechs wurden die beiden Kollegen dann in Nilkheim eingesammelt und zügig ging es weiter in Richtung Oberbessenbach, dort konnte der Kick jetzt natürlich noch mitgenommen werden. Etwa eine Minute kam man zu spät, für zwei Drittel aber kein Problem. Das Match war dann doch noch ganz lustig, zu dritt war es zudem recht kurzweilig. Ein schöner Fußballabend folgte also noch. Jeder Schuss war quasi ein Treffer und nach dem 1:3 konnten die Hausherren noch das Match drehen. Nette Karte gab es kurz nach der Pause auch noch, für zwei Euro konnte man sich das ganz locker leisten. Das Spiel wurde wie üblich verquasselt und war demnach auch schon bald vorbei. Die Rückfahrt führte dann wieder durch die Stadt und dann auf die gewohnten Landstraßen.
Sonntag, 4. Juli 2010
VfB Dillingen - 1. FC Saarbrücken 0:8
Im Dillinger Parkstadion startete für mich heute die neue Spielzeit mit dem Testspiel gegen den 1. FC Saarbrücken. Schon vor einigen Wochen wurde dieses Spiel fest im Terminkalender verankert, kann man das Parkstadion ansonsten wohl kaum mit einem Fußballspiel machen. Einigen Leuten konnte dieses Spiel auch schmackhaft gemacht werden und so ging es um die Mittagszeit mit einer vollen Autobesatzung los in Richtung Saarland. Nach dem gestrigen Hitzerekord von beinahe vierzig Grad war es heute zwar etwas erträglicher aber immer noch richtig heiß. Nach einigen heftigen Regenschauern erreichte man bald Kaiserslautern, von dort ging es weiter in Richtung Neunkirchen und Saarlouis. Um kurz nach halb vier konnte man am Ground einparken und diesen sogleich betreten. Am Eingang das fast schon gewohnte Spiel mit den Karten, immerhin konnte ich den Typ am Einlass überreden, die Karte ganz zu lassen. Man muss ja nicht gleich alles in die Tonne kloppen. Die Tribüne konnte trotz erworbenen Stehplatzes betreten werden und dort ließ es sich ganz gut aushalten. In der ersten Halbzeit hagelte es Tore wie reife Früchte, in der zweiten Halbzeit fiel dann grad noch ein mikriges Törchen für die Gäste. Ein sehr typischer Verlauf für ein Vorbereitungsspiel. Die Zeit wurde ansonsten gut verquatscht und im Nu war der Kick auch schon wieder zu Ende und es ging auf die Heimfahrt. Der Ground konnte auf jeden Fall überzeugen, eine schöne Anlage mit riesiger Tribüne, der Anfang für die zweite Jahreshälfte war somit gemacht. Mal sehen, ob ich hier in der Liga noch einmal vorbeischaue, wenn wieder auf dem normalen Platz gekickt wird. Dies ist sicher nicht ganz auszuschließen.
Montag, 14. Juni 2010
FC Spandau 06 - NSCC Trabzonspor 4:4
Von Lichterfelde ging es anschließend mit dem Regionalexpress einmal durch die Stadt bis zum Bahnhof Spandau, wo das stinkende Gefährt wieder verlassen wurde. Viel Zeit hatten wir nicht, deswegen ging es zügig weiter in Richtung Ground. Wiederum nach einer knappen Viertelstunde war man bereits am Ziel, kurz noch durch eine kleine Parkanlage und schon konnte man den Ziegelhof betreten. Zum Abschluss gab es noch eine Kinokarte mit Vereinsnamen, gerade noch akzeptabel. Kurz ein Bild von der Anlage gemacht, dann ertönte auch schon der Anpfiff. Zeitlich hatte das also auch wunderbar und ohne Probleme geklappt. Auch hier bekamen wir wieder einiges geboten, die Anlage ist jetzt nicht der Brüller, aber immerhin gibt es Stufen sowie eine kleine aufgestellte Tribüne mit einer Handvoll Sitzplätzen. Akzeptabel. Das war auch das Match, es fielen Tore wie reife Früchte, nach klarer Führung der Gäste holten die Hausherren am Ende noch ein verdientes Remis. Ganz zur Freude der Einheimischen, die doch ganz gut Stimmung machten, einerseits von ein paar Leuten der zweiten Mannschaft, andererseits von einem Haufen älterer Herrschaften. Machte Spaß heute, auf jeden Fall. Für die zahlenden Zuschauer gab es ein Freigetränk, was ich natürlich in Form eines Gerstensafts einlöste. Zum Nachtisch dann noch eine pikante Currywurst, ganz ordentlich. Die restliche Spielzeit verbrachte man dann mit dem üblichen Gequatsche über Gott und die Welt, man war heute auf jeden Fall sehr zufrieden. Nach den neunzig Minuten verlies man dann aber leider den Ground wieder, in bequemen Schritten ging es an der Havel entlang zurück zum Bahnhof. Dort noch kurz umhergeirrt, dann der traditionelle Besuch im gelben Schnellrestaurant, bevor es dann letztlich zum Bahnsteig ging. Dort begann dann allmählich die Phase, in der wieder etwas gepöbelt wurde gegen winkende Leute, Trolleyfahrer und stehende Züge. Vor allem die elektronischen Ansagen nervten wie Sau, warum kann man diesen Mist nicht einfach wieder abschalten? Es reicht völlig, wenn man die Ansage ein bis zweimal vor Ankunft des Zuges hört, man muss einen doch nicht pausenlos beschallen. Bitte sofort ändern! Als der Zug dann endlich mal einfahren konnte, hatte man schon eine gute Verspätung herausgeholt. Doch da ging noch mehr, hier mal kurz halten, dort mal stehenbleiben, so konnte ich wenigstens meinen Anschluss in Hanau verpassen. Fein gemacht, Hauptsache die Tore der deutschen Mannschaft wurden durchgesagt. Da freute sich das Volk. Bevor ich am Hbf diesen Quatsch noch anschauen musste, verweilte ich lieber einsam auf Gleis sieben. Eine halbe Stunde später traf ich dann wieder zu Hause ein. Eine nette Tour ging mal wieder zu Ende.
Sonntag, 13. Juni 2010
BFC Preussen Berlin - VfB Hermsdorf 1:1
Nach dem guten Einstieg gestern standen heute zwei Spiele in der Hauptstadt auf dem Programm. Da man ein Hotel direkt in der Stadt bezogen hatte, musste man nicht zu früh raus. Wäre aber wohl besser gewesen, denn mit jeder Minute länger im Bett wuchsen auch die Rückenschmerzen. Was für Betten, kein Kommentar. Aber für den Preis will ich mal nichts sagen, der Rest war ja wirklich ordentlich. Kurz nach neun ging es dann los, zuerst zur S-Bahn-Station, um von dort in den Süden der City zu kommen. Die Fahrpreise sind hier ganz ok, für wenig Geld kam man ganz in den Süden nach Lankwitz. Dort musste man sich kurz orientieren und schon ging es per Pedes auch schon weiter. Nach einer geschätzten Viertelstunde war man dann auch schon angekommen, kurz an der Kasse das Ticket gelöst und rein ging es ins Vergnügen. Was man hier wieder geboten bekam, erfreute das Hopper-Herz. Ein richtig geiles Teil, zwar ohne echte Tribüne, dafür aber mit alten Stufen rundherum ausgestattet, richtig klasse! So macht das Spaß. Da noch keine Zuschauer anwesend waren, ging es wie immer zuerst zum Fotoshooting ins weite Rund. Was brauch ich WM-Rotz in sinnlosen Neubauten, wenn ich sowas haben kann? Mit den Händen im Sand wühlen, während man sechste Liga schaut, einfach herrlich. Nach der Knipserei wurde im schönen Vereinsheim erst einmal ein Kaffee konsumiert, der allerdings nicht so doll war. Allerdings änderte das nichts an der guten Laune. Das anschließende Match fand auf sattem und geradem Grün statt, hallo Seppl, hier solltest Du mal vorbei schauen. Auch im Amateurbereich kann man sowas auf die Beine stellen, Kompliment dafür an dieser Stelle. Kann man nur hoffen, dass der angrenzende Kunstrasenplatz nur zum Training benutzt wird. Das Spiel war indes nicht besonders aufregend, immerhin wurden zwei Tore erzielt. Ist ja für manche Leute auch ganz wichtig. Am Ende wurde es nochmal richtig knapp mit der Zeit, der Schiri und seine Assistenten ließen sich sehr viel Zeit, scheinbar hatten auch sie Gefallen gefunden an diesem schönen Ort. Dann endlich doch der Schlusspfiff und ab ging es. Es waren nur etwa zwölf Minuten Zeit bis zur nächsten S-Bahn, die unbedingt erreicht werden musste. Unter höllischen Schmerzen in den Schienbeinen gelang das dann auch, mit letzter Kraft die Stufen hoch und schon fuhr die Bahn auch ein. Nächste Station war der Bahnhof Lichterfelde-Ost. Schon war der Preussen-Ground wieder Geschichte, aber die Gedanken sind noch da. Sollte man unbedingt gesehen haben, ist nur zu empfehlen.
Samstag, 12. Juni 2010
FV Motor Eberswalde - FSV Union Fürstenwalde 3:3
Nach einer geschätzten Fünfzig-Stunden-Woche war am heutigen Samstag mal etwas Erholung angesagt, wenn man das so nennen kann. Da die Amateure noch immer fleißig kickten, konnte ein schöner Dreier in Brandenburg und Berlin mitgenommen werden. Fusionsgerüchte aus Eberswalde ließen uns letztlich keinen Zweifel an der Tour, der Verein und der Ground mussten unbedingt noch fallen. Am Morgen ging es bereits um sechs Uhr aus der Koje, schnell das übliche Prozedere und dann zur ersten Zwischenstation nach Hanau. Dort wartete ich auf meinen Mitfahrer und um halb acht ging es in den ICE nach Berlin. Die Hinfahrt verlief noch ganz gut, keine besonderen Vorkommnisse. Dazu wurde noch ein Ruheabteil bezogen, so konnte man zur Abwechslung mal ganz entspannt reisen. Kein Kinderkrach, keine Handy-Rabauken, einfach nur schön. Die Stöpsel ins Ohr und zurücklehnen. Leider hatte ich mich bei der Wahl der Klamotten völlig vertan, eine kurze Hose sowie ein dünnes T-Shirt, mehr war nicht mit an Bord. Je länger die Reise ging, umso kälter wurde es. Warum müssen die denn die Sechserabteile immer in Kühlschränke verwandeln, ist etwa schon Stromsparen angesagt? Wahrscheinlich müssen demnächst wieder die Preise erhöht werden. In Berlin angekommen ging es erstmal auf Erkundungstour durch den pompösen Bahnhof, kann sich wirklich sehen lassen. Nur hinaus gehen sollte man nicht, dort gibt es nämlich nichts zu sehen als Doppelstöcker-Busse. Ein seltsames Treiben hier. Kaum vorstellbar, dass das die Hauptstadt ist. Mit dem IC ging es dann noch eine gute halbe Stunde weiter nach Eberswalde, dort war es jetzt richtig kühl. Vom Bahnhof waren es zu Fuß etwa zwanzig Minuten zum Ground. Ein richtig schönes Ding mit einigen Stufen, kleiner zweigeteilter Tribüne und einem richtig kultigen Sprecherturm. Das alles gefiel sehr gut, nette Karte gab es außerdem, das Match konnte also in aller Ruhe beginnen. Auf Heimseite gab es sogar eine Fanszene, die große Unterstützung von Anhängern von Blau-Weiß 90 hatte. Am Anfang wurde gegen die drohende Fusion mit Bernau protestiert. In der ersten Halbzeit ging es nur schleppend hin und her, aber trotzdem stand es irgendwann mal null zu drei. Das Spiel war wohl gelaufen, so dachte man zumindest. Aber geirrt. Nach der üblichen Platzbegeherei wurde die zweite Hälfte angeschaut, dort kamen die Hausherren tatsächlich noch zum Ausgleich. Insgesamt ein recht ordentliches letztes Heimspiel im Westendstadion, die Anreise hatte sich gelohnt. Sogar einen Flitzer bekam man hier heute geboten. Der ältere Herr aus Berlin wurde nach ein bis zwei Minuten dann vom Platz befördert und dann auch des Stadions verwiesen. Man muss es ja nicht gleich wieder übertreiben, ohne Worte. Nach dem Abpfiff ging es gemächlich wieder zum Bahnhof zurück, für fünf Euro wurde ein Ticket zurück in die Metropole gelöst. Ohne größere Ereignisse ging dann der Tag langsam zu Ende.
Sonntag, 6. Juni 2010
FSV Geislitz - VfB Oberndorf II 3:2
Bis wir am Auto waren und dann in Geislitz wieder einen Parkplatz gefunden hatten, vergingen schon ein paar wertvolle Minuten, so dass der Anpfiff leider nur von außen verfolgt werden konnte. Aber das war heute wohl eher nebensächlich. Was mache ich hier eigentlich, fragte ich mich mehrmals. In der Hitze war es kaum zum Aushalten, aber es musste natürlich jetzt durchgezogen werden. Das Match ist schnell erzählt, nach dem deutlichen Erfolg im Hinspiel waren die Hausherren im Prinzip schon durch, aber auch nach drei weiteren Toren wurde von außen immer noch stark hereingepoltert. Muss man aber nicht verstehen. Die Hopper-Horde versammelte sich an der Eckfahne im Schatten und unterhielt sich mehr, als auf das Match zu achten. Wie immer halt. Zu erwähnen sei aber noch die gute Käsebratwurst, die hier auf einem winzigen Grill gebruzzelt wurde. Wirklich mal was anderes. Kurz vor Schluss ging es dann für mich noch auf Platzrunde und dann schnellstens nach Hause ins Kühle. Was ein Tag, wie kann man nur so platt sein? Könnte wohl an fünf Spielen in fünf Tagen liegen, dazu noch anderthalb Tage gearbeitet, während andere sich entspannten. Ja, daran könnte es gelegen haben...
SG Altenhasslau/Eidengesäß - Genclerbirligi Nidda 2:0
Nach drei erfolgreichen aber auch harten Stunden im Büro ging es heute zum Doppler in der Relegation quasi direkt vor die eigene Haustüre. In Hanau wurde noch schnell ein weiterer Interessent eingesammelt, dann ging es kurze zwanzig Minuten über die Autobahn, schon war man vor Ort. Sehr warm heute, das machte es nicht unbedingt einfacher. Aber letztlich hatte ich es ja überlebt. Durch die Fusion der beiden Vereine FSV Altenhasslau und SKG Eidengesäß wird Jahreszeit abhängig entweder auf dem schönen Rasenplatz in Eidengesäß oder auf dem Kunstrasenplatz in Altenhasslau gekickt. Heute wurde die Partie natürlich auf Naturgrün ausgetragen, was auch 350 andere erfreute. Ansonsten aber eher ein schwacher Besuch, schwach war auch das Spiel. Dennoch den Akteuren vollen Respekt für neunzig Minuten Fußball in dieser Hitze! Nach dem Führungstor wurden zwei bengalische Feuer gezündet, was zur ersten Unterbrechung führte. Feuer bitte ausmachen, hieß es von unten. Wieder mal maßlos übertrieben. Der DFB straft das sicher mit einem Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder mit Reiseverbot der Fans. Hallo Herr Zwanziger, wie wärs? Bitte schreiten Sie ein! Zwischendurch gab es sogar kurze Rangeleien zwischen Einheimischen und Gästen, auch etwas übertrieben wie ich fand. Danach folgte das Übliche, mehrere rote Karten und nur noch Motzerei. Komisch, dass dafür immer noch Luft da ist. Ich jedenfalls kann es nicht nachvollziehen. Letztlich gewannen die Hausherren verdient und erhalten sich somit die Chance auf einen möglichen Aufstieg. Direkt nach dem Abpfiff ging es die drei Kilometer weiter ins nächste Kaff, Relegation zur B-Liga.
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